Mein Brief an die Bundeskanzlerin

Verehrte Frau Bundeskanzlerin,

liebe Frau Dr. Merkel,

lassen Sie mich voranschicken, dass mein Herz linksliberal schlägt, nicht konservativ. Niemals wäre ich auf den Gedanken verfallen, Ihrer Partei meine Stimme zu geben. Ins Straucheln geriet ich bei den jüngsten Berliner Wahlen. Sollte ich mein Kreuz etwa bei Ihrer Partei machen, um Ihnen den Rücken zu stärken? Da ich mich nicht dazu überwinden konnte (und es Ihnen zudem auch nicht geholfen hätte), schreibe ich Ihnen diese Zeilen.

Sie sind mir lange fremd geblieben. Vielleicht haben Sie sich ein wenig zu viel von der „Eisernen Lady“ Margret Thatcher abgeguckt? Trotz vieler Verdienste, nicht zuletzt auch für uns Frauen, bin ich mit Ihnen nicht warm geworden. Bis zu jenem Moment, als Sie im Spätsommer vergangenen Jahres in der Flüchtlingsfrage Haltung bewiesen haben. In dieser Krise wirkten Sie auf mich authentisch; nicht getrieben von Sachzwängen, Machtspielen und Proporz.

Hören Sie auf, unter Druck zurückzurudern und Fehler in der Flüchtlingskrise einzugestehen. Wir können uns nicht aus der Verantwortung stehlen. Unerträglich ist, wie man Sie zerlegt und damit den Rechten in die Hände spielt. Auch wenn die „Merkel muss weg“-Rufe anderes evozieren: Nicht Sie sind das Problem, sondern Ihre zerstrittenen Parteikollegen, die Ihnen aus der Angst heraus, Stimmen und Macht zu verlieren, permanent in den Rücken fallen. – Der Ton, dem sich so mancher im Umgang mit Ihnen befleißigt, vergiftet das Land.

Davon abgesehen will mir nicht einleuchten, warum sich alle Welt auf ein – völlig aus dem Zusammenhang gerissenes – „wir schaffen das“ kapriziert. Schließlich haben Sie mit dem Satz: „Wir schaffen das, und wo uns etwas im Weg steht, muss es überwunden werden“ nicht gesagt, dass uns keine Schwierigkeiten bevorstünden. Im Gegenteil: Ich habe Ihren Satz dahingehend verstanden, dass Sie uns dazu ermutigen wollten, die Probleme anzupacken, die bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise anstehen.

So ich eine persönliche Bitte äußern darf: lassen Sie es nicht weiter zu, dass man Sie demontiert.

Mit guten Wünschen

Gesine von Prittwitz

36 thoughts on “Mein Brief an die Bundeskanzlerin

  1. Das Schlimmste sind die Verluste an Meinungsfreiheit und Diskursoffenheit

    Das Volk, der große Lümmel, ist schwer erziehbar. Es hält nichts davon, dass ihm plötzlich „Menschen geschenkt werden“, die es durchfüttern muss, es hält auch nichts von der Selbstaufgabe des Schutzraumes „Nation“, und am allerwenigsten hält es von einer politischen Klasse, die beim Versuch, sich durch panische Richtungswechsel zu retten, so schnell gegenrudert.

    Es ist schon ein Spektakel der besonderen Art, nach dem Scheitern der „Flüchtlingspolitik“ die Absetzbewegungen der politischen Klasse von derselben zu beobachten. Da ist unser Dickerchen von der SPD, Sigmar Gabriel, der nach den Terraingewinnen der AfD plötzlich den kleinen Mann entdeckt und schon immer für Obergrenzen der Flüchtlingsströme gewesen sein will, ein knappes Jahr, nachdem er mit dem „Refugees Welcome“-Button auf der Regierungsbank Platz genommen hatte.

    Imponierend auch die Kälte der Kanzlerin, wie sie zwar „Wir schaffen das“, diese Formel einer resoluten Nachtschwester, („Wir nehmen jetzt diesen Sirup, dann geht’s uns schon viel besser“), wie sie also diese Formel nach wie vor für richtig hält, aber durchaus kein sehr freundliches Gesicht mehr macht, und schon, als die Flüchtlinge vor den Zäunen in Idomeni im Schlamm saßen, nur meinte: „Die können doch in Pensionen gehen, da gibt’s doch genug“, – auch sie spricht mittlerweile von Obergrenzen und Fassungsvermögen unseres Landes, und auch sie nimmt die Schließung der Balkanroute durch Mazedonien gerne in Kauf und bringt den Schutz der Grenzen wieder ins Spiel, vor allem der Außengrenzen der EU.

    Es ist das Spektakel des politischen Opportunismus, das sich da vor unseren Augen entfaltet, denn die CDU hat ein Viertel ihrer Wähler eingebüßt und die Sympathiewerte für die Kanzlerin sind im Keller. Weitgehend schamfrei wird dieser Kurswechsel vorgenommen, darauf bauend, dass die Leute bald vergessen, wer ihnen den Schlamassel eingebrockt hat, nämlich eine Kanzlerin, die mehrere Hunderttausend junge Männer ins Land gelassen hat, von denen rund 80 Prozent Analphabeten, die meisten als Antisemiten aufgewachsen sind und von Frauen eher in Form von Freiwild Kenntnis nehmen, die uns lächerliche Diskussionen um Burka oder Niquab oder Burkini aufdrängen und schon mal weiblichen Helferinnen oder Frau Klöckner (CDU) die Hand verweigern.

    Die halten sich ja gar nicht an das Drehbuch, das man schon geschrieben hatte

    *Auch scheint sich Heiko Maas, der hyperaktive Justizminister, der mit seiner Antifa-Truppe Amadeu-Stiftung und ihren Netzkontrollen ins Zwielicht gerät, noch mehr aber wegen einer wahrscheinlichen Lüge vor dem Parlament, immer tiefer ins Schamassel zu begeben, nicht ohne zuvor noch lächelnd in Talkshows von der Immigration als notwendig für den Arbeitsmarkt zu schwafeln. Was ist da nur passiert, verdammt noch mal, die halten sich ja gar nicht an das Drehbuch, das man schon geschrieben hatte, auch die Wirtschaft ist längst abgesprungen und muss mit teuren Werbespots an ihre Pflicht und Schuldigkeit erinnert werden, nämlich Flüchtlinge in Arbeit und Brot zu bringen. Gerade sechzig Lehrstellen wurden von den Dax-Konzernen bisher angeboten, da denkt sich doch die Politik: Seid ihr eigentlich bescheuert?*

    *Im Juli 2014 schrieb ich in der „Welt“ unserer Kanzlerin zum 60. Geburtstag eine Art Liebeserklärung. Ich schrieb, dass ich unter ihrer Kanzlerschaft beruhigt schlafe, da sie weder zu Visionen neige noch zu Gewaltakten, ebendiese zu verwirklichen. Ich schrieb, dass ich einschlafe, wenn sie zu reden beginnt, aber das sei okay so. „Sie praktizieren eine Politik der Feinjustierung, sie vermeiden (die Kernkraftfrage jetzt mal ausgenommen) hektische Kurswechsel. Soviel Rationalität war selten bei uns. Sie sind kein impulsiver Lebemann und Kampfbulle wie Gerhard Schröder, kein unberechenbarer Kavallerist wie Peer Steinbrück, Sie sind viel weniger präsent, dafür ständig oben* .“

    *Gut ein Jahr später widerlegte sie mich. Mit Visionen und Gewaltakten, mit der Öffnung der Grenze und der Schaffung eines anderen, eines Neuen Deutschland. „Unser Land wird sich verändern“. Und das alles nur um mich zu widerlegen. Ich finde das sehr übertrieben*.

    *Seitdem rätsele ich darüber, was in die Dame gefahren ist, aus Deutschland einen grenzenlosen „Hippie-Staat“ (Economist) zu machen. Waren es die Tränen des Palästinenser-Mädchens in jener TV-Sendung, dem sie unter Verweis auf unsere Rechtslage kein dauerhaftes Bleiberecht einräumen mochte? Waren es die „Bilder von der ungarischen Grenze“, die sie nicht ertragen mochte und damit einfach mal das Dublin-Abkommen und andere EU-Gesetze brach* ?

    ▶▶▶▶▶  *Das Schlimmste sind die Verluste an Meinungsfreiheit und Diskursoffenheit!!!*  ◀◀◀◀◀

    *Und dann, als der Proteststurm anschwoll, der verhängnisvolle Satz: „Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mehr mein Land.“ Offenbar ist ihr bei diesem Satz entgangen, dass es einen ganz fürchterlich düsteren Vorläufer gab, nämlich den des „Führers“, der im nahen Untergang sagte, das Volk, sein Volk habe „nichts besseres verdient“, denn es habe sich „als schwächer erwiesen als die Ostvölker* .“

    *Ein Jahr nach Merkels Einladung an die Mühseligen und Beladenen dieser Welt, und ziemlich genau ein Vierteljahrhundert nach der historischen deutschen Revolution, die zur Einheit führte, liegen die Ergebnisse ihrer Flüchtlingspolitik wie ein riesiger Scherbenhaufen eines missglückten Großversuchs über den einstmals „blühenden Landschaften“ von Helmut Kohl* .

    *Abschiebungen von Asylerschleichern bisher: rund 6000 von mehreren Hunderttausend notwendigen – eine Abschiebung kostet mittlerweile fünf bis sechsstellige Beträge. Und, wie der Grüne Boris Palmer anmerkte: „Nur ein Prozent der Asylbewerber werden nach dem Grundgesetz anerkannt. Kein Syrer erhält Asyl nach dem Grundgesetz. Nahezu alle erhalten subsidiären Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention. Und für diese kann ein Staat Grenzen setzen. Das nennt man Kontingente*  .“

    *Doch die immensen bürokratischen Überforderungen sind nicht das Schlimmste. Das Schlimmste sind die Verluste an Meinungsfreiheit und Diskursoffenheit. Die Kanzlerin des vorsichtigen Justierens hatte nun, sozusagen als verspätete Avantgarde der Arbeiterklasse, versucht, im Alleingang ihre Politik an der Spitze einer Tugendrevolution durchzusetzen, mit einer breit mobilisierten „Willkommenskultur“, mit allen Verheerungen, die seit der französischen Revolution mit ihren Tugendrasereien sattsam bekannt sind. Die Tugend wird zum Terror, der die Andersdenkenden unter gewaltigen öffentlichen Propaganda-Druck setzt und sie mit öffentlichen Demütigungen und rechtlichen Schritten bedroht*  .

    Europa wendet sich gegen die deutschen Mustermänner und Musterfrauen

    *Nicht nur Europa ist zerstritten und wendet sich gegen die deutschen Mustermänner und Musterfrauen und ihren moralischen Imperativ, diesen ganz besonderen deutschen Sonderweg. Der Brexit, das hat sich rumgesprochen, ist unschwer als Folge der ungebremsten Einwanderung zu verstehen – Deutschland ist isoliert und hat sich abhängig gemacht von einem eher unberechenbaren Sultan in der Türkei, dem die Menschenrechte aber so was von egal sind* .

    *Nein, das Land ist zerfallen in geistige Bürgerkriegsparteien. Die Tugendterroristen um Justizminister Heiko Maas also haben zwielichtige Organisationen wie die Amadeu-Stiftung unter der einstigen Stasi-Mitarbeiterin Anetta Kahane von der Leine gelassen und gefördert, um missliebige Kommentare aus dem Netz zu fischen, solche, die sie „hate speech“ nennen, und auch solche, die Kritik an der Regierungslinie üben. Antisemitische Hasstiraden und solche der linksextremen Antifa bleiben unbeanstandet* .

    *Ich selber bin in der FAS als „militanter Christ“ verunglimpft worden. Mein Vergehen, so die Autorin, eine Juristin namens Liane Bednarz voller Unschuld: ich hätte „Merkel kritisiert“. Darüber hinaus kritisierte ich eine Politikerin der Grünen für ein Zitat, das zwar stimmte, das aber auf einer Web-Page stand, auf der von irgendwelchen Irren auch schon mal der Holocaust relativiert wurde. Kurz, ich kenne Leute, die Leute kennen, die rechtsradikal sind* .

    *So funktioniert das Denunziantentum auf breiter Front, jeder darf da mitmachen und mittreten und kann auf Zuspruch rechnen. Knapp hundert Jahre nach Hitlers Aufstieg wird derselbe auf allen Kanälen bekämpft. Mit einem verführerischen Rollenwechsel für die Deutschen, denn diesmal sind wir siegreiche Widerständler! Dass dabei genau jener demokratische Anstand in die Brüche geht, der schon damals in die Brüche ging, fällt offenbar niemandem auf* .

    *Krawallsüchtigen moralisch bessermenschelnde Dumpfbacken!!!* 

    *Als die besagte Liane Bednarz auf Facebook mitteilte, dass sie sich angesichts der Pegida-Demonstrationen fühle wie in den 30er Jahren – diesmal natürlich auf der Seite der Juden, nicht etwa in den Straßenkämpfen und Tumulten der marschierenden NSDAP, sondern in der demokratischen Komfortzone einer Bessergestellten, die gemeinsam mit der Kanzlerin auf ein Häuflein Depravierter in Dresden herabschaut, ein geradezu grauenhaft geschmackloser Kostümwechsel – antwortete ich, dass mich die krawallsüchtigen moralisch bessermenschelnden Dumpfbacken, die nun so ganz automatisch auf die Pegidas eintreten, an die feixenden HJ-Pöbel jener Jahre erinnerten. Rasende Mitläufer im Gefühl*.

    *Die Regression des politischen Arguments durch die einstige Pastorentochter aus derDDR, diese Infantilisierung der Deutschen, die sich diesmal zu den guten Deutschen rechnen dürfen und sich gleichzeitig das Recht zum Hass nicht nehmen lassen wollen, diesmal den auf die „rechten Populisten“, unter die alle subsummiert werden, die nicht mitspielen wollen, das alles hat spätestens seit der Rede des Bundespräsidenten Gauck, eines ehemaligen Pastors aus der DDR, einen geradezu altarhaften Rahmen bekommen. Der predigte von einem „hellen und einem dunklen Deutschland“. Er machte aus dem politischen ein moralisches Argument. Und überführte die ehemalige „Antifa-Ideologie“, eine verlogene und staatlich reglementierte Gründungsreligion der DDR, in die neue Zeit* .

    *Ich glaube, hier liegt der Kern der Euphorie über die Willkommenskultur. Ein neues nationales Narrativ wurde geboren, mit dem das alte überschrieben werden sollte. Aus dem deutschen Tätervolk wurde der Weltmeister der Nächstenliebe, in einer „moralischen Selbstgefälligkeit“ (Historiker Heinrich Winkler), die alle anderen Nachbarländer abstößt. Jedoch mit einer begeisternden Gefolgschaft in der Publizistik ohne jede Berührungsscheu vor dem politischen Kitsch. Der von der FAZ zum Spiegel gewechselte Redakteur Nils Minkmar schrieb in der Willkommenseuphorie von diesem Neuen Deutschland mit glänzendem Neubeginnsfuror: „Kinder können ihren Eltern wieder gerade und ohne Angst in die Augen schauen.“ So schön bunt alles* .

    Wie Taumelnde am Abgrund griffen Leitartikler nach einem neuen Narrativ

    *Wie Taumelnde am Abgrund griffen die Leitartikler in den Leitmedien nach diesem neuen Narrativ. Nun gab es offiziell kein Problem mit diesem islamischen oder islamistischen, zu großen Teilen integrationsunwilligen Völkeransturm in unser Sozialsystem, sondern nur noch mit denen, die darin Probleme sahen* .

    *Seither verging kein islamistischer Terroranschlag, ohne dass die Mahnung ausgesprochen wurde, dass es sich dabei 1.) nicht um den Islam handelte und 2.) die Angst laut wurde, er könne „Wasser auf die Mühlen der Populisten“ sein. Was von den Leitmedien geradezu süchtig aufgenommen wurde* .

    *Nun spricht selbst Kai Diekmann, der dem Vernehmen nach seine Flüchtlingsfamilie wieder loswurde, nachdem das Familienoberhaupt sich weigerte, Hausarbeit zu machen und sich beschwerte, wenn Katja Kessler halb bekleidet durch die Wohnung lief, selbst Kai Diekmann also fragt die Kanzlerin im großen Bild-Interview: „Schlafen Sie eigentlich ruhig bei dem Gedanken,, dass unsere Sicherheitsdienste nicht einmal die Identität (der Flüchtlinge) kennen?“, eine Frage, die er noch vor einem halben Jahr als ekelhaft bezeichnet hätte. So viele Smileys gibt es gar nicht wie die, die hier am Platz wären!*

    *Einige Besonnene sind zurückgerudert. Die Zeit, die vor einem Jahr mit der Schlagzeile „Willkommen“ titelte, hat nun resümiert: „Deutschland außer Kontrolle“. Chefredakteur di Lorenzo gesteht selbstkritisch im letzten Cicero, dass man sich zu lange, zu unkritisch in zu großer Nähe der Regierung aufgehalten habe* .

    Woelkis feurige Videobotschaften in einer eigenen Version von Opportunismus

    *Sollte man also statt von einer „Lügenpresse“ besser von einer „Lückenpresse“ sprechen, die in der Auswahl selektiv vorgeht und schlechte Nachrichten von der Flüchtlingsfront auslässt? Die Jagdszenen von der Domplatte in der Silvesternacht schafften es erst mit erheblicher Verzögerung in die Zeitungen. Apropos Domplatte: Dort steht jetzt nur noch, als unbeugsamer Oberhirte, Kardinal Woelki und spricht sich in feurigen Videobotschaften in seiner eigenen Version von Opportunismus gegen die rechten Populisten aus, schließlich ist es das Gebiet, auf dem auch ein salbadernder Kirchenfürst keine Fehler machen kann – ob es kirchenfüllend ist, kann im Moment und von hier aus nicht mit Sicherheit gesagt werden* .

    *Wieder einmal ist ein Großversuch gescheitert. Ein weiteres Projekt der Volkserzieher, die in der Antifa-Liturgie der DDR groß wurden. Erinnert doch stark an die Marx-Karikatur, die kurz nach dem Mauerfall auftauchte: Der Revolutionär im Bratenrock, die Hand lässig in der Hosentasche und der Spruch: „Sorry Leute, war nur so eine Idee von mir* “.

    *Das Fazit: Das Volk, der große Lümmel, ist schwer erziehbar. Es hält nichts davon, dass ihm plötzlich „Menschen geschenkt werden“, die es durchfüttern muss, es hält auch nichts von der Selbstaufgabe des Schutzraumes „Nation“, und am allerwenigsten hält es von einer politischen Klasse, die beim Versuch, sich durch panische Richtungswechsel zu retten, so schnell gegenrudert, dass sich die Paddel schwer in die Quere kommen* .

    *Geschrieben an dem Abend, an dem die CDUvon der AFD in die Ränge verwiesen wurde und die SPD einen Verlust von 5 Prozent als glänzenden Sieg feierte* .

    *Na bitte, geht doch, wie vieles andere in Zukunft auch, wir müssen nur bissig gebug sein, liebe Genossen*!……

  2. Frau Merkel trägt mit die Verantwortung dafür, dass der Bürger immer noch über kalte Progression und Soli bestohlen wird. Frau Merkel trägt immer noch die Verantwortung dafür, dass Draghis Finanzpolitik dem Bürger jedes Jahr einen Kaufkraftverlust von 5.000 € beschert. Frau Merkel trägt immer noch die Verantwortung dafür, dass die Polizei innenpolitisch mit einem gigantischen Autoritäts- und Personaldefizit rumrennen muss. Frau Merkel trägt mit die Verantwortung dsfür, dass Infrastrukturmaintenance auf der Strecke für Schäubles schwarze Null geblieben ist. Rentenverarmung ist ebenfalls ein vErdienst von Frau Merkel. Frau Merkel trägt immer noch die Verantwortung dafür, dass in puncto Außenpolitik die gemäßigten Rebellen in Syrien verraten worden und sich Erdogan und Putin mit Pogromen an Kurden und Rebellen hervortun können und sie Deutschland blamiert hat in puncto armenien-Resolution. Frau Merkel trägt immer noch die Verantwortung dafür, dass Diäten- und Pensions-Diebstahl der 650 Parlamentarier automatisiert wurden. Zur EU-Politik erübrigt sich jedes Wort. Diese Liste kann man beliebig fortsetzen, ohne dass die Flüchtlingsproblematik überhaupt erwähnt wird! Diese Liste zeichnet die absoluter Unfähigkeit dieser Frau, die sich bitte so schnell wie möglich in ihr Loch in der Uckermark unter den Stein zurückziehen möge unter dem Sie Gott seis geklagt irgendwann zum Schaden für dieses Land hervorgekrochen ist! Sie Frau Prittwitz scheint der Schaden, den diese Frau in ihrer 10jährigen Regierungsgeschichte über Land und Bürger gebracht hat, nicht weiter zu kümmern. Aber Ihre geistige Eingeschränktheit reduziert den Mangel an Zuspruch für Frau Merkel auf ihre Haltung bei der Flüchtlingsproblematik. Leider hat die diese Frau innen- und außenpolitisch nichts vorzuweisen, was mehr Zustimmung rechtfertigt!

    • Naja…. Ganzzz so schlimm ist sie ja nun auch nicht… Es gibt bestimmt ein bis zwei Sachen, die sie gut gemacht hat….. Auch wenn mir einfach nichts einfallen will….

    • Auf welchen Fakten basieren diese Aussagen, damit man als offener Mensch dies hier verstehen kann? Wenigstens mal mit 3 echten und „wirkliche Fakten“ belegen, die nicht gesteuert und ohne Beeinflussung sind. Bitte kein Hören-Sagen, sondern nur „Echtes“ und „Authentisches“!
      Mein Eindruck: schade, dass wir uns so von äußeren Einflüssen lenken und leiten lassen! Gerne lerne ich, aber das hier überzeugt mich, da es nur nach Schuldigen sucht und nicht nach Lösungen. Schade, aber keine andere Wirkung nach außen!

      • Zeitungen, Nachrichten, Internet!! Es gibt gar nicht soviel Zeit, um Sie mit den Begriffen kalte Progression, Auslaufen des Soli, automatisierte Diäten-Erhöhung oder der Armenien-Resolution vertraut zu machen! Schlafen Sie weiter!

      • Tja, und jetzt kommen die Linksfaschisten aus den Löchern, die außer der eigenen Wahrheit keine andere Wahrheit kennen. Dann kommen Beleidigungen und das übliche Gelaber von Leuten, die außer bei Flüchtlingsfrage in weiteren politischen Themen nur Demagogie, Polemik und Populismus kennen. Wo bleibt denn der Vorwurf des Rechtspopulismus? Für mehr langt es doch bei SIWI und Krystan Knight nicht. Sind halt in einer politischen Diskussion nicht satisfaktionsfähig und eignen sich daher nur als Lemminge der wahren SED-Menschen und ihrer FDJ-Führerin!

  3. Hoffentlich lässt sich Frau Merkel nicht weiter von Ihren Parteifreunden, den falschen Fuffzigern und verkappten CSU-Nazis demontieren. Die Politiker der CSU sind widerlich.

  4. .für mich ist und bleibt Frau Merkel undurchsichtig, die das sagt, womit sie am meisten Wählerstimmen bekommen kann und was ihr politisch nützt – für mich hat sie kein Rückrat….Ich bin überzeugt, dass wir Verantwortung für die Flüchtlinge tragen – man kann keinen Staat zerbomben und sich dann aus der Verantwortung stehlen….und das meine ich ergibt alles keinen Sinn. Wahre Hilfe ist: aufhören Waffen zu liefern, aufhören Krieg zu machen und andere Länder auszubeuten und sich für den Frieden und das Recht der Menschen anderer Länder einzusetzen, denn dann müssen sie nicht fliehen. Die Flüchtlinge wurden mit einem Propaganda Video von der Bundesregierung zu uns eingeladen. Es wurden vor allem junge Männer in dem Video angesprochen. Ich habe es gesehen bevor es vor lauter Proteste von der Seite der Bundesregierung genommen wurde. Es wurde ihnen Wohlstand in Deutschland versprochen. Junge Männer sind die Kraft und der Motor eines Landes. Warum lockt man diese Männer aus ihrem Land? Frau Merkel mir sind sie zu undurchsichtig. Bitte erklären sie sich mehr, damit ich und viele andere Menschen das verstehen können.

    • Ihre Aussage zu einem Propagandavideo der Bundesregierung ist eine Lüge
      und dient der Demontage der Kanzlerin und der Spaltung des Landes. Sie reden von mangelndem Rückgrat und dass Junge Männer aus Ihrem Land gelockt würden; das sind schwachsinnige und dumme Aussagen!

    • Warum muss aus der Linken Ecke genauso die Wahrheit verdreht werden, wie die von Rechts? Kann man nicht bei der Wahrheit bleiben und versuchen, damit zu überzeugen? Muss immer so masslos übertrieben werden? NIEMAND hat die junge Männer aus Syrien hier hergelockt. Die kamen alle freiwillig. Wenn man sie hier hergelockt hätte, dann bestimmt mit dem roten Teppich und nicht mit einer Überfahrt übers Mittelmeer, wo es für die meisten den sicheren Tod bedeutet. Auch wenn Deutschland Waffen Exporte hat, so heisst das für mich noch lange nicht, das ich als Deutscher Staatsbürger Menschen damit umbringe. Soviel Gehirn zum Nachdenken, bevor man unterbelichtete Meinungen verbreitet, siollten doch vorhanden sein. Es ist IMMER der Verantwortlich, der den Abzug drückt. Und das sind leider Menschen ohne irgendwelche Skrupel. Das es zuviel Krieg auf der Welt gibt, liegt auch nicht an den Waffen, sondern ist in der Natur des Menschen nach Macht und nich mehr Macht verankert. Bei dem einen mehr und bei den anderen weniger. Und der eine beherscht deshalb alle anderen. Trauig aber wahr.

  5. Warum erlaubte das Merkel, dass die Zahlungen der WFO an die Flüchtlingslager in den Nachbarländern von Syrien seit Herbst 2015 eingestellt wurden?
    Scheint, als wolle sie die Flüchtlinge unbedingt in Deutschland haben, wo sie noch viel mehr kosten.
    Warum erlaubt das Merkel, dass ihr Busenfreund Obama den Krieg in der Ukraine und in Syrien anheizt? Und weitere Menschen zu Flüchtlingen macht?
    Warum erlaubt das Merkel deutsche Waffenexporte?
    Warum erlaubt das Merkel deutsche Truppenstationierung vor Russlands Toren?
    Was tut das Merkel um die Ursachen der Flüchtlingsströme zu bekämpfen? Nichts!
    Liebe Gesine Prittwitz, vielleicht überdenken Sie Ihren Brief nochmal?

      • Merkel ist nicht z.B. Erdogan und kann -zum Glück- noch nicht mal im eigenen Land etwas erlauben oder einfach verbieten. Wie naiv ist es, ihr vorzuwerfen, dem amerikanischen Präsidenten etwas zu „erlauben“ oder zu glauben, sie alleine, könne etwas gegen die globalen Gründe der Flüchtlingsbewegungen tun ?

  6. Sehr geehrte Frau von Prittwitz!
    Soweit ist alles ok. Es bleibt bei Ihnen nur eine Frage offen – es ist die politische Frage: Wie kann man Frau Merkel helfen, wenn man nicht bereit ist, der CDU seine Stimme zu geben?
    Mit freundlichen Grüßen, Ihr Frank Pawassar

      • Frank Pawassar hat recht. Der Brief bringt unserer Kanzelrin nichts, wir müssen sie mit Stimmen unterstützen. Sie tut dass was wir wollen und dann sollten wir sie auch unterstützen. Nur weil in der Vergangenheit die Partei zu konservativ war, braucht die Kanzlering unsere Unterstützung mehr denn je und zwar auch mit Stimme. Wenn alle Sympathisanten der Kanzlering so denken wie sie, ist Frau Merkel zwar total beliebt aber ohne Mehrheit und als Politikerin gescheitert.
        Wenn alle Frau Merkel das Rückrat stärken und das auch mit ihren Stimmen, werden die kritischen (ängstlichen) Stimmen der eignenen Parteien verstummen.
        Ich habe noch nie zuvor CDU gewählt, jetzt ist es an der Zeit.
        Stephan

    • Hallo Frank! Ihre Frage „Wie kann man Frau Merkel helfen, wenn man nicht bereit ist, der CDU seine Stimme zu geben?“ ist einfach zu beantworten. Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, dass wir es schaffen. Wie? Willkommenskultur propagieren, leben und weiterentwickeln. Lassen Sie uns den Geflüchteten Freunde sein. Denn dann erst werden sie sich integrieren können und wollen. Lassen Sie uns die Politiker laut kritisieren, die durch sich-weg-ducken der Bevölkerung keine Orientierung geben. Lassen Sie uns die Politiker aus den Ämtern jagen, die in den Monaten der „Flüchtlingskrise“ nicht hinter ihrer politischen Führung stehen, obwohl sie in der gleichen Partei sind. Denn diese verunsichern die Bürgerinnen und Bürger und spielen den Rechten in die Hände. Lassen Sie uns die Politiker kritisieren, die aus Feigheit sich heute ähnlich populistisch äußern, wie die rechten Vertreter ihrer Zunft. Und nicht zuletzt: Aufstehen gegen alles was Rechts ist.

  7. Wo rudert Frau Merkel denn zurück?

    „Auch ich habe mich lange Zeit gerne auf das Dublin-Verfahren verlassen, dass uns Deutschen – einfach gesprochen – das Problem abgenommen hat. Und das war nicht gut. Und wenn ich könnte, würde ich die Zeit um viele, viele Jahre zurückspulen, um mich mit der ganzen Bundesregierung und allen Verantwortungsträgern besser vorbereiten zu können auf die Situation, die uns dann im Spätsommer 2015 eher unvorbereitet traf.“

    Ihr geht es doch eher um eine bessere (und echt europäische) Organisation der „Flüchtlingskrise“. Ich sehe da kein Zurück.

    Oder worauf beziehen Sie sich?

    PS: Ich dachte bei den Berliner Wahlen ginge es- zumindest bei Interessierten- um Berliner Politik, mein Fehler. ^^

  8. Der Text illustriert perfekt Merkels Problem im Hinblick auf ihre Wählerschaft: Sie bekommt derzeit mehr Zuspruch für ihre Politik vom linken Spektrum, von Menschen, die, wie sie selbst schreiben, sie nie wählen würden, als von Mitgliedern und Wählern ihrer eigenen Partei.

    Dieses selbstzerstörerische Handeln humanistischen Beweggründen zuzuschreiben, halte ich für Wunschdenken bzw. für eine Projektion eigener Haltungen. Angela Merkel ist nach wie vor eine kühl kalkulierende Machtpolitikerin und Stimmungsopportunistin. Nur hat sie sich in diesem Fall wohl verkalkuliert.

  9. ich empfinde das sehr ähnlich ! ..

    und mittlerweile denke ich ernsthaft darüber nach die CDU zu wählen.

    einzig aus dem Grund, dass ich es nicht ertragen kann, dass die Frau Merkel aufgrund ihrer Flüchtlingspolitik von rechts (und ganz rechts und bayrisch-rechts) und links demontiert wird … 35 Jahre habe ich grün und links gewählt!

    • Das kann ich zu 95 % so unterschreiben, nur aus den 35 Jahren muss ich 29 machen. Leider kann ich die CDU aber nicht wählen. Ich müsste die CSU wählen, und das geht ja mal gar nicht.

  10. Vorausschicken möchte ich meinem Kommentar, dass ich gegen Grenzen und für Solidarität mit den Flüchtlingen bin.
    Problematisch finde ich, wie viele Linksliberale seit der Flüchtlingskrise Ihre Sympathien für Merkel entdecken, Sie für eine Humanistin gehalten wird. Sie merken nicht, welches Maß an Ahnungs- und Machtlosigkeit Sie unserer Bundeskanzlerin damit unterstellen. Mit dem Manöver Grenzöffnung hat Merkel Ihr Image aufgebessert und sich die Linken vom Hals gehalten, ein für Sie typisches Nach-dem-Wind-drehen, siehe z.B. Atomausstieg.
    Dann läuft das Land völlig überraschend und unvorhergesehen in die Realität, die Merkel und ihre Berater natürlich vorher gesehen und dann meiner Meinung nach absichtlich eine Kollision herbeigeführt haben. Nun hat Merkel einen Vorwand, die ganzen Flüchtlinge wieder auszuweisen. Damit sind dann auch die Rechten wieder auf ihrer Seite. Und diese Abschiebungen passieren täglich, Tendenz steigend.
    Erklärt euch mit den Flüchtlingen solidarisch, aber fallt bitte nicht auf die Imagekampagne von Angie rein,

  11. ich kann mich dem nur anschliessen und auch ich bin linksliberal. Frau Merkel und ich werden politisch nie beste Freundinnen werden, aber was da gerade auf ihrem Rücken ausgetragen wird, geht gar nicht. Das Rumgezicke ihrer (männlichen) Parteikollegen ist unterträglich und populistisch

  12. Auch möchte mich dem Gesagten, Geschriebenen anschliessen. Wir können der Kanzlerin nur Kraft und Zuversicht wünschen, dass sie gegen die sturmlaufende Männerwelt um sie herum bestehen kann und sich diese hinterhältigen Umstürzler sich vom Halse hält.
    Grüße aus Neukölln, Mike

  13. Guten Abend Gesine,
    auch ich bin linksliberal orientiert und begrüße Deinen Brief an unsere Kanzlerin sehr.
    Finde hier viele meiner eigenen Gedanken und persönlichen Ansichten wieder.

    Beste Grüße aus Rostock von Christine

  14. Hat dies auf mampels welt rebloggt und kommentierte:
    Gesine von Prittwitz bloggt unter steglitzmind.wordpress.com. Immer mal wieder lese ich ihre Beiträge, v.a. weil es nicht soooooo wahnsinnig viele Blogger*innen aus / in Steglitz, meinem Heimatbezirk, gibt.

    Mit einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin, den Gesine in ihrem Blog veröffentlicht, spricht sie mir aus dem Herzen! Und ich schliesse mich ihrer Bitte an Angela Merkel an: „lassen Sie es nicht weiter zu, dass man Sie demontiert.“

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