SteglitzMind stellt Andreas Dutter mit „brivideo libro“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „SteglitzMind stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe. – Eine Übersicht, wer bereits Rede und Antwort stand, und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden findet Ihr hier.

Heute erfahren wir mehr über den BookTuber („brivideo libro“), Blogger und Autor Andreas Dutter. Vorgeschlagen hatte das Stefan Mesch, der auf Stefan Mesch bloggt.

Dein Steckbrief in Stichworten …

Andreas Dutter, 1992, geboren und aufgewachsen im Burgenland – Österreich. An der Universität Wien studiere ich Kultur- und Sozialanthropologie und bin Autor, BookTuber sowie Blogger.

Ich denke, dass nicht alle wissen, was BookTuber so machen. Magst du uns das etwas näher erläutern?

Andreas Dutter © privat

Andreas Dutter © privat

BookTube ist eine Zusammensetzung der Worte „Book“ und „YouTube“. Das bedeutet genauer gesagt, dass es sich um Videos handelt, die auf der Plattform YouTube online gestellt werden. Diese Videos beinhalten dann die Themen Bücher, Literatur, Lesen etc. Jedoch steht dabei die emotionale Ebene im Vordergrund. Die Leser und Leserinnen versuchen zu erklären, warum sie ein Buch gefesselt hat oder warum es ihnen nicht gefallen hat. Dabei geht es nicht darum, ein Buch zu analysieren oder es kritisch zu beleuchten, sondern um die Gefühle, die es ausgelöst hat. Wir versuchen, den ZuschauerInnen eine kurzweilige Unterhaltung zu bieten.

Buchblogs waren gestern. Angesagt sind BookTuber. Wie schätzt du das ein?

Ich denke nicht, dass Buchblogs nicht mehr „angesagt“ sind. Booktubing ist eine wohlwollende Ergänzung zu Blogs. Bücherblogs bieten eine Plattform, die es einem ermöglicht, seine Gedanken zu Büchern aufzuschreiben, diese festzuhalten und mit anderen zu teilen. Auf Blogs findet dies – meiner Meinung nach – oftmals intensiver und länger statt. BookTuberInnen geht es darum, aufzuzeigen, was die Geschichte, die Charaktere, der Schreibstil und das Ende in uns ausgelöst haben. Kurz und unterhaltsam. – Ich kann hier immer nur für mich sprechen. Auf meiner Autorenwebsite habe ich auch einen Autoren- & Bücherblog. Dort schreibe ich meine Gedanken zu Buchthemen oder zu Rezensionen viel detaillierter auf.

BookTubing ist in Amerika und Mexiko schon seit längerem angesagt. Hast du eine Erklärung dafür, warum die Bewegung den deutschsprachigen Raum erst relativ spät erreicht hat?

Wenn es BookTuberInnen in Amerika und Mexiko schon länger gibt, dann liegt der Grund hierfür auch bei den Büchern. Jene Bücher wie: „Harry Potter“, „Die Tribute von Panem“, „Die Bestimmung“ usw., die weltweit für einen gewissen Hype sorgten, gab es in Amerika früher. Weswegen die Menschen dort eher das Medium YouTube genutzt haben, um ihre Liebe zu Büchern auszudrücken.

Bisweilen bläst BookTubern scharfer Wind ins Gesicht. Wie gehst du mit Vorurteilen, etwa dass BookTuber Literatur auf den niedrigsten gemeinsamen Massengeschmack reduzieren, um?

Als diese Diskussion begonnen hat, konnte ich das für mich nicht nachvollziehen. Ich persönlich habe BookTuberInnen nie als LiteraturkritikerInnen gesehen. Es gab da eigentlich von Anfang an diese stillschweigende Übereinkunft, dass wir mit unseren Videos nur zeigen wollen, dass uns das Lesen Spaß macht. Mit unseren Videos wollten wir dies auch auf unsere ZuschauerInnen übertragen.

Warum hauptsächlich „Mainstream“ gelesen wird? Ich glaube, dass das auch zu einem gewissen Grad daran liegt, dass wir ein eher jüngeres Publikum ansprechen. Sie interessieren sich eben eher für Jugend- und Fantasybücher. Das wäre genauso, wenn man eine/n LiteraturkritikerIn fragt, warum er/sie nicht z.B. „Selection“ vorstellt. Da wäre die Antwort wahrscheinlich auch, dass sich viele seiner/ihrer LeserInnen einfach nicht dafür interessieren würden. (Abgesehen davon, dass es ihn/sie selbst nicht interessiert).

Ich persönlich lese aber nicht nur Jugend- & Fantasybücher. Ich bin auch ein großer Liebhaber von historischen Romanen, habe auch viele Klassiker bereits gelesen und lese generell auch öfter außerhalb des „Mainstreams“.

Seit wann und warum pflegst du das BookTubing?

Ich mache das jetzt seit Juni 2012 und habe damit begonnen, weil ich in meinem Freundeskreis niemanden hatte, der/die Bücher liest. Deswegen habe ich mich oft im Internet umgesehen, wenn ich ein Buch beendet hatte. So bin ich auf ein Büchervideo auf YouTube gestoßen und habe mir daraufhin gedacht, dass ich das auch machen will.

Deine Themenschwerpunkte …

Meine Themenschwerpunkte sind Bücher, mein Leben als Autor und Serien. Bei Büchern ist es für mich essentiell, dass ich nicht nur Rezensionen biete, sondern auch andere Formate. Lesemonate – was habe ich im Monat gelesen. Top 5/10 Beiträge – Zum Beispiel „Die 5 besten Mütter in Büchern“. Bei Videos/Beiträgen, die sich mit meinem Leben als Autor beschäftigen, gebe ich Auskünfte darüber, wie ich meine Verlage finde, welche Erfahrungen ich mache, wie es mir während des Schreibens eines Buches geht. Dabei interagiere ich mit meinen ZuschauerInnen.

Was treibt dich in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Die Diskussion VerlagsautorInnen versus SelfpublisherInnen. Die finde ich schon sehr ermüdend. Es gibt schwarze Schafe unter SelfpublisherInnen, aber genauso gibt es auch unter VerlagsautorInnen Menschen, die eher durch fragwürdige Methoden bei einem Verlag untergekommen sind.

Wie machst du deine Beiträge bekannt?

Natürlich über YouTube, aber auch über Twitter, Facebook, Instagram und über meine Website.

Ein gewisses Talent zur Selbstinszenierung braucht man als BookTuber, oder?

Es kommt darauf an, wie man Selbstinszenierung definiert. Anfang September 2015 stand ich für mein Buch und meinen BookTube Kanal auch vor der Fernsehkamera. Da habe ich gemerkt, dass es zwar Spaß macht, aber es für mich angenehmer ist, wenn ich alles selbst unter Kontrolle habe. Dann weiß ich, dass die Leute mich so sehen, wie ich bin und nicht so, wie es andere Menschen wollen.

Und darüber hinaus: Was macht in deinen Augen einen guten BookTuber aus?

Ein/e gute/r BookTuberIn sollte eine große Leidenschaft für Bücher haben, gepaart mit Charisma und einer angenehmen Präsenz vor der Kamera. Das bedeutet nicht, dass man sich zum Affen machen muss.

Was sollte ein BookTuber besser sein lassen?

Falsche Bewertungen – Bücher betreffend. Außerdem sollte man auch nicht unbedingt gekünstelt wirken, sondern authentisch und natürlich.

Welche Hürden muss ein BookTuber nehmen?

Die Hürde beginnt beim Gedanken darüber, was man sich erwartet. Will man einen kleinen Kreis von Menschen finden, mit denen man sich über Bücher unterhält, oder will man die breite Masse von Leseratten ansprechen? Ich wollte zunächst ersteres, später wurde ich ehrgeiziger. Und hier liegt der Ursprung der Hürde. Bücher sind immer noch ein Thema, das auf YouTube nicht das gefragteste ist. Deswegen darf man sich nicht mit Comedy- oder Beauty-Menschen messen. Andere haben nach vier Jahren oftmals eine Million Abonnenten. In der Bücherszene kann man das einfach nicht erwarten. Deswegen muss man Spaß an der Sache haben und darf sich nicht ärgern, wenn es länger dauert, bis ZuschauerInnen zu einem finden.

Dein schönstes Erlebnis als BookTuber …

Meine ZuschauerInnen haben sich zu meinen LeserInnen entwickelt und schreiben mir Kommentare, Nachrichten und begleiten mich in meinem Bücher-Universum. Seien es Bücher, die ich lese oder Bücher, die ich schreibe. Ich mag den Austausch mit den Menschen, die mich sympathisch und interessant finden. Das ist Tag für Tag immer ein schönes Erlebnis.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Nach 3 ½ Jahren passiert es mir natürlich oft, dass mir Rezensionsexemplare angeboten werden. Ich nutze das aber nicht aus und wähle nur solche Bücher, die mich auch wirklich interessieren. Außerdem wäre es mir auch unmöglich, alle Bücher zu lesen, die mir angeboten werden.

Und wie würdest du damit umgehen, wenn dir Self-Publisher ihre Titel zur Rezension anbieten?

Da gehe ich genauso vor.

Wie hältst du es mit dem E-Book?

Selbstverständlich geht nichts über ein Taschenbuch bzw. über ein gebundenes Buch, welches man in Händen hält. Dennoch bin ich mittlerweile genauso auch für E-Books zu begeistern.

Welche anderen Booktuber bzw. Buchblogger empfiehlst du? Und welche sollten in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Ich würde es interessant finden, wenn Kossi aka Andrea Koßmann („Kossi’s Welt“) hier zu Wort kommen würde.

Danke sehr, Andreas, ich freue mich, dass du in der Gesprächsreihe dabei bist.

SteglitzMind stellt Leo mit „Leo’s Literarische Landkarten“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Heute lernen wir Leopold und dessen Blog Leo’s Literarische Landkarten etwas näher kennen. Vorgeschlagen hatte das Daniel Ludwig, der Mein Lesesessel pflegt.

Dein Steckbrief in Stichworten …

In der Kurpfalz geboren und dort jahrzehntelang gerne gelebt. Leidenschaftlicher Kaffeetrinker. Beruflich bin ich im kaufmännischen Bereich tätig (weshalb ich in meinen Beiträgen auch gerne aus dem Augenwinkel ökonomische Details anmerke).
Leopold ist übrigens ein Pseudonym nach meinem Großvater, dessen alte Bücher ich beim Entrümpeln übernehmen durfte.

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Früher war ich eher Wenigleser (die Rechtschreibprüfung schlägt gerade statt Wenigleser das Wort Weingläser vor), also nochmal: früher war ich also eher Wenigleser.
Ursprünglich habe ich den Blog im September 2012 als Leseliste eröffnet. Als ich die Bücher bekam (darunter endlos viele vergriffene), wollte ich einfach dokumentieren, was ich schon in der Hand hatte. Dabei habe ich entdeckt, dass ich Spaß an der Perspektive habe, nach Schauplätzen zu strukturieren. Und so entstand die Idee mit den Landkarten, die sich im Laufe der Zeit als Markenzeichen für meinen Blog entwickelt hat.

Deine Themenschwerpunkte…

Leo's Sommerleseplätzchen © Leo

Leo’s Sommerleseplätzchen © Leo

Themenschwerpunkt ist es, mich Texten über ihre Schauplätze nähern. Das Medium Internet bietet auch die Möglichkeit, Landkarten einzubauen. Deswegen habe ich den Blog, der ursprünglich „Leo’s Leselampe“ hieß, vor ein paar Wochen auch in „Literarische Landkarten“ umbenannt. In der Textkategorie bin ich frei: Das können Romane, auch historische Romane sein, Kurzgeschichten oder Lyrik. Aber auch Sachbücher, Reiseberichte, und schließlich auch Musik.

Das Thema Geographie ist dabei viel weiter gefasst und vom Prinzip her mit den Karten nicht zu Ende. Landschaften prägen Mentalität. Es gibt Geschichten, die nur in einer ganz bestimmten Topographie möglich sind. Es gibt Landschaften, die die Menschen prägen und von ihnen geprägt werden. In engen Räumen bewegen sich Personen anders als in weiten und..und..und…

Das selbst gesetzte Thema schränkt mich andererseits ein: Texte, die an fiktiven Orten spielen, finden in meinem Blog nicht statt.

 Was treibt dich in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nicht nah genug dran bin. Aus der Ferne fallen mir das schnelle Hochpuschen von Büchern und die strenge Einordnung in Genres negativ auf.

 Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Zuerst mal: ich möchte regelmäßig Beiträge veröffentlichen und achte auf die Qualität der Beiträge. Darüber hinaus mache ich nicht viel dafür. Der Blog hat zwar eine eigene Facebook-Seite, aber die Pflege mit allem, was dazugehört, ist mir derzeit zu viel.

 Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Sich selbst gegenüber: Sich einbilden, dass es ohne ihn kein www gäbe. Das Gegenmittel: Öfters mal Pause machen. Sich fragen, ob das wirklich wichtig ist, was man gerade schreibt. Distanz zu den eigenen Beiträgen finden. Den Lesern gegenüber: nicht belehren, sondern erzählen.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Vor jedem Beitrag muss ich entscheiden, ob ich die Karte auf Stepmap oder auf google maps erstelle. Stepmap bietet zwei Editoren, einen überregionalen Editor und einen Stadtplaneditor. Der überregionale Editor ist sehr gut: Es gibt unendlich viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, sowohl für den Kartenausschnitt, graphisch als auch bei der Beschriftung. Die Nachteile: Nebenflüsse, Sumpflandschaften, verzweigte Flussdeltas, also der Neckar in Baden-Württemberg, der Wey in Surrey, das Mississippi-Delta sind nicht gut abgebildet. Im Stadtplan-Editor von Stepmap fehlen die graphischen Gestaltungsmöglichkeiten. Und ein einmal gewählter Kartenausschnitt kann nicht mehr verändert werden. Bei Google Maps kann man die Karten kaum individuell gestalten und schon gar nicht beschriften. Dafür positiv: Es gibt die Funktion „Linien entlang von Straßen zeichnen“, die bei Stepmap fehlt.

Eine andere Hürde: Die Zeit einzuteilen. Da ich regelmäßige Beiträge veröffentlichen möchte, sollte ich irgendeinen Maßstab finden. Zwei Beiträge im Monat bekomme ich mit Sicherheit hin. Mehr könnte ich nicht regelmäßig leisten, weniger wäre mir zu wenig.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger…

Als nach zwei Monaten Bloggen der erste Kommentar kam. Da habe ich gemerkt: Huch, das liest ja jemand.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Ist noch nie passiert. Ein Verlag ginge bei mir – aufgrund meines speziellen Themas – ein gewisses Risiko ein: Gute Schauplätze können ein ansonsten schlechtes Buch nicht gut machen, nur die Perspektive verschönern. Und ein gutes Buch kann für meinen Blog ungeeignet sein.

Und wie würdest du damit umgehen, wenn dir Self-Publisher ihre Titel zur Rezension anbieten?

Es gibt ja verschiedene Gründe, weshalb jemand als Self-publisher auftritt. Ich würde versuchen, nähere Informationen zu sammeln. Wenn die ok sind und mir der Text gefällt – warum nicht?

 Wie hältst du es mit dem E-Book?

Ein Buch, das ausschließlich als E-Book erschienen ist, würde ich eher nicht anfassen. Ein Buch auf dem Reader lese ich nur unterwegs und selbst dann selten.

Welche anderen Blogs empfiehlst du (max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Ich würde mich freuen, wenn Wolfgang Schiffer mit Wortspiele – ein literarischer Blog zu Wort kommt. Aus bibliophiler Sicht empfehle ich noch das faszinierende Projekt Ein Jahrhundert lesen sowie das literaturblog günter keil. Außerdem lese ich gerne bei Lady Budd, die das Thema Flüsse aus allen Perspektiven beleuchtet, und bei Low, der Geschichten aus Südostasien erzählt.

Schön, dass du dabei bist, Leo. Vielen Dank, auch für die außergewöhnlichen Empfehlungen.

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Zuletzt stellte sich Daniel Ludwig mit Mein Lesesessel vor. – Eine Übersicht über die 71 Blogger und Bloggerinnen, die bislang Rede und Antwort standen, und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden, findet sich hier

SteglitzMind stellt Melanie Döring mit „bookrecession“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Heute lernen wir Melanie mit bookrecession kennen. Vorgeschlagen hatte das Hilke-Gesa Bußmann, die ihr gleichnamiges Blog pflegt.

Dein Steckbrief in Stichworten …

Mein Name ist Melanie Döring und ich wurde am 07.05.1981 in Hamburg geboren. Ich arbeite als Außenhändlerin bei einem kleinen Betrieb und habe Spaß bei der Arbeit. Ansonsten gibt es nicht so viel über mich zu erzählen.

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Melanie Döring © Martin Schmidt

Melanie Döring © Martin Schmidt

Meinen Blog betreibe ich seit dem 13.06.2012 auf der Plattform „Wordpress“. Ehrlich gesagt wusste ich nicht, wie viele verschiedene Blog-Plattformen es gibt, und so wurde es im Grunde die Erste, die mir untergekommen ist. Durch Zufall hab ich einen Blog bei WordPress gelesen und mir gefiel das sehr gut und nach den weiteren Informationen meldete ich mich da einfach an. Ich bin aber sehr froh, dass ich zu  WordPress gefunden habe. Es macht einfach Spaß sein Design dort zu gestalten und es ist um vieles leichter, als bei anderen Anbietern.

Zum bloggen bin ich gekommen, da eine Freundin meinte, es wäre doch sehr gut für mich, meine Meinung über Bücher auch anderen als nur ihr mitzuteilen. Hinzu kam, dass ich gerade für ein Jahr viel Zeit hatte und so war die ganze Sache beschlossen. Auf meinem Blog gibt es dazu auch einen Artikel (Wie wurde ich zum Blogger).

Deine Themenschwerpunkte …

Bücher und alles was damit zu tun hat. Ich veranstalte auch Blogtouren, in denen ein Buch über eine gewisse Zeit durch verschiedene Blogger vorgestellt wird. In Form von Interviews (Autor, Charakter), Hintergrundinformationen (Zur Entstehung des Buches, Arbeitsweise des Autors, etc.) oder durch die Vorstellung der Schauplätze im Buch. Was man schon immer über ein Buch wissen wollte.

Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Ich veröffentliche alle meine Beiträge bei Facebook und Google+. Rezensionen werden dann auch noch vor allem bei Amazon, Lovelybooks und anderen ähnlichen Plattformen eingestellt.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Ich bin der Meinung, dass wir Blogger an einem Strang ziehen sollten. Ich kann es nicht verstehen, wie man z. B. aus Eifersucht versucht, andere Leute (Blogger, Autoren) schlecht zu machen. Muss es immer ein Kindergartenverhalten geben, also sich gegenseitig anschwärzen oder so? Du hast mir jetzt meine Idee zum… was weiß ich geklaut und dafür muss ich dir das jetzt heimzahlen, in dem ich die Sache nicht ruhen lassen, sondern mindestens die nächste Woche das Thema immer wieder aufwärme und durchkaue. So etwas nervt mich schon etwas. Aber gut. So ist das halt, wenn man teilweise noch zur Schule geht.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Ehrlich gesagt, hatte ich noch nicht so viele Hürden. Meistens halte ich mich aus allem raus. Der Blog war auch mal ursprünglich nur für mich gedacht. Mittlerweile habe ich allerdings so viele tolle Leser (die meisten über Facebook), dass ich jetzt auch für die blogge. Allerdings setze ich mich da nicht unter Druck. Wenn es etwas zu berichten gibt gut, wenn nicht auch gut. Ich versuche mindestens einmal pro Woche etwas zu veröffentlichen, aber auch nur, wenn es passt. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man authentisch bleibt. Man darf sich nicht wundern, wenn man beispielsweise die Rezensionen teilweise oder ganz von anderen Bloggern klaut, dass man dann nicht mehr für voll und erst genommen wird.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger …

Das hatte ich bei meinem letzten großen Artikel (Hinter den Kulissen). Es haben sich so viele Leute gemeldet, denen es auch so ging oder die mich einfach unterstützen wollten. Ich ging ja davon aus, dass ich mit diesem ziemlich offenen und nicht ganz netten Artikel eher auf Unmut und Reaktionen der Verleugnung oder so treffe und dass ich hinterher weniger Leser habe, aber dem war nicht so. Ich bekam sogar noch mehr Leser und einige mir völlig unbekannte Blogger haben sich da auch zu Wort gemeldet. Meistens trifft man ja immer die gleichen Blogger. Das war ein sehr schönes Gefühl und ich denke, dass ich jetzt mehr solche Artikeln schreiben werde.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Das kommt sehr auf das Buch an. Im Moment bin ich allerdings zeitlich zu eingeschränkt, dass ich zurzeit gar keine Rezensionsexemplare annehme. Die Anfragen bekommen dann alle von mir eine Mail, in der ich leider sagen muss, dass ich keine Zeit habe. In der Regel sind aber Rezensionsexemplare gerne gesehen.

Und wie würdest du damit umgehen, wenn dir Self-Publisher ihre Titel zur Rezension anbieten?

Ich mache keinen Unterschied zwischen Verlagen, Agenturen oder Self-Publishern. Leider muss ich auch denen im Moment absagen. Von einigen Self-Publishern hab ich noch einige E-Books liegen, aber die haben zum Glück Geduld.

Wie hältst du es mit dem E-Book?

Ich lese sehr gerne E-Books. Dadurch hat man alle Bücher immer bei sich, wenn man mal eines unterwegs fertig gelesen hat. Ich habe früher immer gleich mehrere Bücher mit mir herumgetragen, da ich ja das eine vielleicht fertig gelesen haben könnte und ich dann nicht weiterlesen kann. Diese Zeit ist im Grunde vorbei. Jetzt hab ich immer mehrere Bücher dabei, aber alle in einem Gerät gebündelt.

Welche anderen Blogs empfiehlst du (max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Ich würde die folgenden Blog gerne empfehlen, da sie authentisch geblieben sind und ich diese viel und oft besuche. Es macht einfach Spaß deren Artikel zu lesen. Meistens geht es um Literatur.

Nadine Scherer von Meine kleine Welt, Peggy Illner und Claudia Leonhardt, die das Gänseblumenmeer betreiben, und Vero Nefas von Drei Groschen Poesie, von der ich mir wünschen würde, dass sie hier mittut.

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Zuletzt stellte sich Hilke-Gesa Bußmann mit ihrem gleichnamigen Blog vor. – Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden, findet sich hier