Steglitz stellt Anne-Kathrin Weber und Jessica Wilzek mit „lesErLeben“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Der Vorschlag, mehr über Anne-Kathrin und Jessica und deren Literaturclub /-blog lesErLeben zu erfahren, kommt von Christiane Nowak, die vorgelesen pflegt.

Euer Steckbrief in Stichworten …

lesErLeben ist ein Literaturclub mitsamt Blog. Unsere Themen sind Literatur und Engagement sowie die Verknüpfung dieser beiden Themen. Wir sind zurzeit acht Mädels, die sich regelmäßig treffen und über Bücher diskutieren – und einige von uns bloggen auch aktiv auf lesErLeben.

Seit wann, warum und wo  bloggt ihr?

Wir bloggen seit Mai 2011 mit blogspot. Das schien uns damals am einfachsten und machbarsten. Der Blog sollte zunächst eine Ergänzung zu unseren Literaturclub-Treffen sein. Wer nicht teilnehmen kann oder weit weg wohnt, sollte so über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden bleiben und die Möglichkeit zum Mitdiskutieren bekommen. Mittlerweile hat sich der Blog aber auch weiterentwickelt. Wir veröffentlichen beispielsweise auch Rezensionen zu Werken, die wir nicht im LitClub gemeinsam lesen, interviewen unsere Blog-LeserInnen – und vor allem teilen wir unsere Gedanken zu Engagement und Literatur.

Eure Themenschwerpunkte …

Wir verbinden mit lesErLeben Engagement und Literatur. Das geschieht auf ganz unterschiedliche Weise, z.B. lesen wir im Literaturclub engagierte Literatur – zurzeit mit dem Schwerpunkt Europa, aber das kann sich noch ausweiten. Außerdem engagieren wir uns mit und für Literatur: Wir haben in einem Seniorenheim vorgelesen und mehrere Diskussionen zu unterschiedlichen Büchern oder literarischen Themen in Gießen veranstaltet. Diese Aktionen reflektieren wir dann wieder auf dem Blog.

Was treibt euch in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Da wir im lesErLeben-Literaturclub europäische engagierte Literatur lesen, beschäftigt uns das Problem, an gute Übersetzungen zu kommen. Bei vielen kleineren Nationalliteraturen ist es generell schwierig, Übersetzungen ins Deutsche zu finden. Bei der größeren mangelt es manchmal an der Qualität. In der Auswahl der Bücher, die übersetzt werden, steckt letztendlich auch ein ökonomisches Kalkül: Übersetzungen werden finanziert, wenn die Bücher den vermeintlichen Erwartungen der LeserInnen entsprechen. Das schränkt die Auswahl an Büchern – gerade auch für Literaturen außerhalb Europas, z.B. arabischsprachigen Ländern – extrem ein. Und es vermittelt den LeserInnen ein verzerrtes Bild der jeweiligen Literaturen, die in den übersetzten Büchern nur ihre eigenen Erwartungen an das jeweilige Land bestätigt finden. Wir wünschen uns eine sehr viel breitere Förderung von Übersetzungen!

© LeserLeben

© LeserLeben

Ganz gespannt verfolgen wir außerdem zurzeit die Entwicklungen zum Einfluss der LeserInnen bei der Entstehung eines Buches! Projekte, bei denen AutorInnen ihren Schreibprozess offenlegen und die LeserInnen daran beteiligen, z.B. bei der Figurenauswahl, eröffnen eine ganz neue Perspektive auf den Schreib- und Leseprozess.

Ein aktuelles Thema, mit dem wir uns erst kürzlich auseinandergesetzt haben, ist die Debatte um Rassismen in Kinder- und Jugendbüchern. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, wie man damit umgehen kann, ohne die Texte zu zensieren, aber sie gleichzeitig auch den veränderten gesellschaftlichen Realitäten anzupassen.

Wie machst ihr euer Blog und eure Beiträge bekannt?

Durch unsere Veranstaltungen kommen wir mit vielen Leuten in Kontakt und so wird natürlich auch der Blog bekannter. Wir haben außerdem Postkarten mit unserem Logo und dem Link in unserer Stadt verteilt.

Eine Zeit lang hatten wir auch die für viele Blogs übliche Facebook-Seite, mit der wir regelmäßig auf die Beiträge aufmerksam gemacht haben. Allerdings konnten wir beobachten, dass wir über Facebook nicht viel Zulauf zum Blog hatten; im Gegensatz zu vielen anderen Blogs hatten wir auf lesErLeben sehr viel mehr Klicks am Tag als „Likes“ auf unserer Facebook-Seite. Das war der eine Grund, die Seite wieder zu schließen. Der andere Grund war der, dass wir einfach Prioritäten setzen mussten – da wir nur in unserer spärlichen Freizeit bloggen. Ohne großen Mehrwert der Facebook-Seite haben wir die freigewonnene Energie dann lieber wieder in den Blog reinvestiert.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Das ist eine schwierige Frage, weil der eigene Blog es einem ja erlauben soll, sich kreativ sehr frei zu entfalten. Ansonsten gilt für uns: Wer Angst vor „Shitstorms“ hat, der sollte polarisierende Meinungen unterlassen; wer keine Lust auf rechtliche Konsequenzen hat, sollte sich auch als juristischer Laie gut mit dem Urheberrechtsschutz auskennen.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Für uns war es eine große Hürde, tatsächlich online zu gehen und sichtbar zu werden. Wir hatten schon einige Zeit vor unserem ersten Post mit dem Gedanken gespielt, unsere Ideen auch zu veröffentlichen. Allerdings kannten wir uns überhaupt nicht mit dem Bloggen aus – und so war es für uns wirklich ein großes Abenteuer, uns eines Abends gemeinsam hinzusetzen und den Blog zu designen. Und dann tatsächlich auf „Veröffentlichen“ zu klicken! Heute ist das fast gar nicht mehr nachvollziehbar, weil das Bloggen sehr einfach zu machen ist. Um anderen die Angst vorm Bloggen zu nehmen, bieten wir im Frühjahr an der Volkshochschule Gießen übrigens einen Kurs an, mit dem Titel „Der erste eigene Blog!“ …

Euer schönstes Erlebnis beim Bloggen…

Auf jeden Fall das positive Feedback der LeserInnen und die stetig wachsende Zahl an LeserInnen. Was uns auch immer sehr freut, sind Klicks aus anderen Ländern. Wir haben viele LeserInnen in Frankreich, den USA und Georgien, obwohl wir ja nur auf Deutsch posten.

Wie gehst ihr damit um, wenn euch Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

In der Regel fragen wir bei Verlagen nach Rezensionsexemplaren von Büchern, die wir auch wirklich gern rezensieren wollen. Unser Blog ist kein rein literaturkritisches Forum. Rezensionen sind nur ein Teil dessen, was wir veröffentlichen. Daher werden wir immer eine Auswahl treffen und nicht alles Angebotene rezensieren können.

Und wie würdest ihr damit umgehen, wenn euch Self-Publisher ihre Titel zur Rezension anbieten?

Das ist bislang noch nicht vorgekommen. Wenn wir denken, dass der Self-Publisher-Titel zu unserem Profil passt, hätten wir nichts dagegen einen zur Rezension anzunehmen. Allerdings bilden Rezensionen nur einen Teil unserer Posts und wir müssen daher immer eine Auswahl treffen.

Wie haltet ihr es mit dem E-Book?

Wenn wir ehrlich sind, hat bisher kein lesErLeben-Mitglied einen E-Book-Reader… Aber das soll nun nicht heißen, dass wir diese Geräte generell ablehnen. Die Vorteile – insbesondere für VielleserInnen – sind bekannt: Man kann unglaubliche viele Bücher auf einmal mitnehmen, wenn man viel unterwegs ist und auch in sekundenschnelle ein neues Buch kaufen. Angebote wie Online-Bibliotheken oder der kostenlose Download von Klassikern sind auch ein dickes Plus. Der E-Book-Reader sollte allerdings nicht an einzelne Online-Buchläden gebunden sein. Und die E-Books sollten legal „ausgeliehen“ werden können. Großer Nachteil des E-Books: Es fehlt das Knistern der Seiten beim Umblättern…

Welche anderen Blogs empfehlt ihr(max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Als Literaturblogs lesen wir gern mit vorgelesen von Christiane Nowak, die sich hier ja bereits vorgestellt und uns netterweise auch für dieses Interview vorgeschlagen hat! Eine weitere sehr gute Seite für Kinder- und Jugendbücher ist jungesbuch. Außerdem empfehlen wir noch lesewelle von Buechermaniac , die hier bereits auch schon zu Wort gekommen ist, und die Seite der Initiative Gefangenes Wort, die auf die Situation von SchriftstellerInnen weltweit aufmerksam machen will. Weitere Lieblingsblogs, die nicht primär mit Literatur zu tun haben, sind Mädchenmannschaft und Denkschablone, die einen Austausch über aktuelle Themen der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften anregen .

Da dir unsere LieblingsbloggerInnen bereits Rede und Antwort gestanden haben, würden wir dir für ein Interview gern die Aktiven von jungesbuch.de vorschlagen.

Danke euch beiden, auch für die interessanten Blogpreziosen, da ist ja manche Perle dabei, die in der Gesprächsreihe bisher keine Erwähnung fand.

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Zuletzt stellte sich Kid37 mit Das hermetische Café vor. Sein Wunsch-Interviewpartner war der Betreiber von coderwelsh/sychron. – Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden, findet sich hier

Steglitz stellt die Bücherliebhaberin mit „Glasperlenspiel13“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Die Empfehlung, dass wir die Bücherliebhaberin und ihr glasperlenspiel13 näher kennen lernen sollten, stammt von Buechermaniac, die lesewelle pflegt.

Dein Steckbrief in Stichworten …

Ich nenne mich auf meinem Blog Bücherliebhaberin, bin 80er Jahrgang und komme gebürtig aus Leipzig. Momentan wohne ich in der Nähe – ich zitiere Caterina, die in ihrem Porträt hier gesagt hat: „vom mäßig attraktiven Frankfurt“. Habe ein geisteswissenschaftliches Studium hinter mir und bin beruflich in der PR Branche unterwegs. Einige Familienmitglieder verweigern sich mittlerweile mir Bücher zum Geburtstag zu schenken, da seit Jahren nichts anderes auf meinem Wunschzettel steht.

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Ich blogge seit März 2011 auf blogger.com Würde sehr gern wechseln, scheue mich aber vor dem Zeit- und Arbeitsaufwand, der damit verbunden ist. Zum Bloggen hat mich meine Schwangerschaft gebracht. Ich wusste, dass ich das erste Jahr mit Kind zu Hause bleiben werde und hatte ein wenig Horror davor überhaupt nicht mehr geistig gefordert zu sein. Ein Blog schien mir genau das Richtige, um meine Leseleidenschaft weiterzuführen, dem Windelwechsel-Alltag ein wenig zu entfliehen und meiner Liebe zu Strukturen, Listen und Tabellen gerecht zu werden. Viele befreundete Mütter meinten, dass ich die Zeit zum Lesen UND für den Blog nicht haben würde. Bis jetzt klappt es aber eigentlich ganz gut. Mein Sohn ist immerhin schon anderthalb.

Deine Themenschwerpunkte …

Bücherliebhaberin mit Lieblingsfigur aus der Literatur © glasperlenspiel13

Auf meinem Blog findet man zeitgenössische Literatur aber auch ältere Werke; viel aus spanischsprachigen Ländern und Osteuropa. Bei mir eher unterbesetzt: Literatur aus dem englischsprachigen Sprachraum und Krimis. Ich besuche relativ viele Lesungen und berichte natürlich auch über meine Eindrücke.

Vor einiger Zeit habe ich meine Freude an Specials entdeckt. Das bedeutet, dass ich eine Woche lang jeden Tag einen Beitrag zu einem ganz bestimmten Thema veröffentliche. Anfang des Jahres war es die Leipziger Buchmesse, kurz darauf eröffnete ich die Jüdische Woche und erst vor wenigen Wochen endete die Lateinamerikanische Woche. Das nächste Special steht bereits in den Startlöchern – zumindest gedanklich.

Ja und dann gibt es noch „en español“ und „en français“. Das bedeutet in regelmäßig unregelmäßigen Abständen erscheinen auf glasperlenspiel13 spanische und französische Artikel. So bleiben meine Fremdsprachenkenntnisse ein wenig in Schuss.

Was treibt dich in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Die Verdrängung der Inhabergeführten Buchläden. Und zum anderen: Das permanente Geschrei um das eBook. Das ist nun mal die Entwicklung. Wer nutzt denn heute noch Schallplatten für die Musikrezeption? Das bedeute aber nicht, dass ich selbst auch eBooks konsumiere – im Gegenteil.

Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Da triffst du einen wunden Punkt. Kurz nach dem Start meines Blogs habe ich eine Seite beim „blauen Netzwerk“ eingerichtet, um dann doch die Finger davon zu lassen. Monate später habe ich erneut einige Posts eingestellt. Langfristig werde ich wohl eher darauf verzichten. ABER: Sag niemals nie.

Viele Blogger beklagen, dass bei Ihnen zu wenig kommentiert wird und gehen dann den Weg über Twitter und andere. Auch bei mir kommen keine 20 Kommentare bei jedem Beitrag zustande. Natürlich freue ich mich über jeden Austausch aber ich habe in den letzten Monaten auch viele Rückmeldungen aus meinem persönlichen Umfeld erhalten. Sei es per Telefon, per Mail oder über direkten Kontakt. Das motiviert und spornt ebenso an.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Persönliche Angriffe auf andere Blogger. Werbung für amerikanische Versandhäuser mag ich persönlich überhaupt nicht. Aber letztendlich ist jeder Blog der individuelle Ausdruck einer einzelnen Person und da kann man schlecht was vorschreiben.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Am Anfang muss man sich einige Zeit nehmen, um sich mit der Nutzeroberfläche anzufreunden und danach benötigt man noch mehr Zeit, um seinen Blog zu pflegen. Nebenbei lese ich auch sehr gern andere Blogs, möchte auch da einen Kommentar hinterlassen, wenn angebracht. Das ist auf jeden Fall ein enormer Zeitaufwand, auf den ja in dieser Reihe auch schon andere Blogger hingewiesen haben.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger …

1) Als ich Javier Marías den Link zu meinem Beitrag über seine Lesung schickte, stelle er diesen kurzerhand auf seinen Blog. Eine Stunde später hatte ich halb Lateinamerika und Spanien bei mir zu Gast … 2) Die Einladung, hier Antworten geben zu können. 3) Andere Blogger persönlich kennenzulernen: Wie in dem Fall von Caterina.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Ich schau mir immer genau den Inhalt an, ob es mich interessieren könnte. Wenn nicht antworte ich höflich, dass es einfach nicht meinen Geschmack trifft. Hin und wieder frage ich auch mal einen Verlag nach einem Rezensionsexemplar. Meist aber nur kleinere Verlage, da die großen eh mit Anfragen überschwemmt werden.

Und wie würdest du damit umgehen, wenn dir Self-Publisher ihre Titel zur Rezension anbieten?

Ähnlich. Entweder es passt oder eben nicht.

Wie hältst du es mit dem eBook?

Dazu kann ich nur sagen: Ich nenne mich Bücherliebhaberin und werde mich niemals in eBook-Liebhaberin umbenennen. Auf diesem Gebiet bleibe ich sicher altmodisch. Selbst das Argument ein E-Reader sei praktisch für Reisen überzeugt mich einfach nicht, da ich meine Wälzer auch in der Ferne in den Händen halten will. Dann pack ich lieber eine Hose wieder aus. – Selbst Hörbüchern stand ich jahrelang sehr skeptisch gegenüber. Und Taschenbücher kommen mir grundsätzlich nicht ins Haus. Du siehst altmodischer geht es wirklich nicht.

Welche anderen Blogs empfiehlst du (max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Hier sind schon viele gute Empfehlungen zusammengekommen, die auch meinen Geschmack treffen. Zwei Blogs wurden noch nicht genannt, deshalb möchte ich an dieser Stelle auf diese hinweisen. Besonders beeindruckend finde ich die Impressionen auf Where books live…. Wo Bücher wohnen. Und wer sich besonders für Kinderbücher interessiert, sollte bei Papillionis liest vorbeischauen, auch wenn es da momentan etwas ruhiger zugeht. – Als nächste Gesprächspartnerin wünsche ich mir Ruth von Ruth liest. Mit ihr verbindet mich die gemeinsame Leidenschaft für die Leipziger Buchmesse.

Danke sehr. Auch dafür, dass du Ruth zum Gespräch bittest, ihr Blog wurde hier ja bereits verschiedentlich als Perle gehandelt.

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Zuletzt stellte sich @Anousch mit Anousch vor. Ihr Wunsch-Interviewpartner war der Betreiber von Kid37. – Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden, findet sich hier

Steglitz stellt Buechermaniac mit „lesewelle“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Heute stellt sich Buechermaniac mit der lesewelle vor. Der Vorschlag stammt von Manuela Hofstätter, die lesefieber.ch pflegt. Die Beiden verbindet nicht nur das Bloggen, sondern auch ein gemeinsames Waschküchenerlebnis.

Dein Steckbrief in Stichworten …

Buechermaniac von der „lesewelle“ ist weiblich und wenn sie nicht im Büro sitzt, zählt sie Kochen, Reisen, Film, Fotografie und Sprachen zu ihren Leidenschaften. Und: Sie ist absolut Buchverrückt. Ursprünglicher Berufswunsch: Buchhändlerin, fiel der damaligen Rezession zum Opfer. Und – unglaublich aber wahr – es gab zu jener Zeit Absagen mit der Begründung „Mädchen bilden wir lieber nicht aus, die heiraten sowieso.“

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Ich bin erst seit Juli 2011 mit der „lesewelle“ im Netz. Oft kann ich Bücher im Bekanntenkreis und in unserem Lesezirkel, der seit zehn Jahren besteht, empfehlen, die gerne gelesen werden. Da hat es mich gereizt, mich mit einem Literaturblog zu versuchen. Wenigstens als Hobby wollte ich etwas mit Büchern machen und es macht mir riesigen Spaß. Nach nervigen Versuchen bei Jimdo und Blogspot, habe ich mich für WordPress entschieden. Für Laien ist diese Plattform relativ einfach zu bedienen und viele Blogs, die ich sonst noch mag, sind auch hier vertreten. Und nur noch dies, ich finde es sehr amüsant, dass Manu Hofstätter, die lesefieber.ch betreibt, und lesewelle im gleichen Haus wohnen.

die absolut Buchverrückte © lesewelle

Deine Themenschwerpunkte …

Buchbesprechungen, hauptsächlich Belletristik, aus aller Herren Länder. Gerne stelle ich Gedichte mit einem passenden Foto ein, denn Lyrik kommt im Literaturbetrieb häufig zu kurz. Ich berichte von Lesungen und Themen rund ums Buch. Zwischendurch gesellen sich auch Fotos dazu, die mir gefallen. Im Gegensatz zu Manu mag ich den „Freitags-Füller“. Er stellt immer wieder eine Herausforderung an meine Hirnzellen dar, denn ich muss mir überlegen wie ich die Lücken zu den vorgegebenen Worten fülle. Ich sehe das auch als eine Art Schreibübung.

Was treibt dich in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Nicht nur derzeit, ganz allgemein finde ich es immer wieder erschreckend, wenn eine weitere Buchhandlung für immer die Türen schliesst. Da staune ich echt über die Tatsache, dass ausgerechnet in unserer Gemeinde, mit über 40% Ausländeranteil, gleich zwei Buchhandlungen, in unmittelbarer Nähe, seit Jahrzehnten bestehen. Ich persönlich berücksichtige beide Läden, weil ich beide sehr mag und sich immer wieder schöne und interessante Gespräche ergeben, die ich schätze und die beim Onlineanbieter und in der Großbuchhandlung nicht stattfinden.

Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Zurzeit bin ich weder auf Facebook noch auf Twitter, weil ich mich dort nicht sehr gerne aufhalte, aber vielleicht überleg ich es mir ja noch. Gerne kommentiere ich auf anderen Blogs, wenn ich etwas zur Diskussion beitragen möchte und wenn es passt, erwähne ich mein Blog in Gesprächen unterwegs.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Werbung passt nicht, da klicke ich persönlich ziemlich schnell weiter. Überladene Seiten, wo man vor lauter Geblinke das Wesentliche aus den Augen verliert und immer wieder den Hinweis auf den amerikanischen Versandhandel findet, schätze ich auch nicht besonders.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Jeder sollte sich im Klaren sein, dass ziemlich viel Zeit investiert werden muss, um einen Blog seriös zu betreiben. Diesen Anspruch habe ich vor allem aber an mich selbst. 100% berufstätig sein, Haushalt erledigen, Lesen, mit Leidenschaft bloggen und dabei die Partnerschaft nicht zu kurz kommen zu lassen, ist eine große Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Wenn ich Rezensionen schreibe, tue ich mich manchmal noch schwer, die passenden Worte zu finden. Wenn ich bei Bloggern reinschaue, die beruflich im Buchhandel tätig sind oder Literaturwissenschaften studieren oder studiert haben, komme ich mir mit meinem Stil eher stümperhaft vor. Bis meine Beiträge aufgeschaltet werden korrigiere ich sie noch x Mal und schreibe alles um, bis sie meinem eigenen Urteil standhalten. Trotz allem bereitet mir die Arbeit, die der Blog mit sich bringt, Freude. Es ist für mich wie beim Aufstieg auf den Berg: umkehren oder aufgeben gilt nicht. Das lässt mein Dickschädel niemals zu.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger …

Als erste Bloggerinnen, die in der Literaturszene schon längst einen Namen haben, bei mir kommentierten und mich bei sich verlinkten, hat mich das riesig gefreut. Dass sie weiterhin bei mir lesen und sich zu Wort melden, freut mich noch mehr. Ganz generell finde ich es toll, wenn sich eine Diskussion zu einem Beitrag entwickelt, manchmal geschieht das noch viel zu wenig. Als sich ein Verlag, aufgrund einer Rezension, bei mir bedankte und mir ein Bücherpaket zustellte, weil ihn meine Meinung zu den Romanen interessiert, war ich platt. Das sind die Momente, die mich beflügeln, antreiben, denn manchmal bin ich unsicher, ob das, was und wie ich es mache, anderen gefällt, denn ehrlich gesagt, fände ich es ziemlich öde, wenn ich meine einzige Leserin wäre.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Das ist zwar erst zweimal vorgekommen. Beide Male musste ich aus Zeitmangel ablehnen. Ich möchte mich nicht unnötig unter Druck setzen und Bücher lesen müssen, damit bald eine Rezension im Netz steht. Lieber wähle ich meine Lektüre deshalb selber aus. Über ein Buch zu sprechen, das nicht ich ausgewählt habe, ist nicht unbedingt mein Ding. Es gibt so viele fantastische, literarische Werke, die ich noch lesen möchte, da bleibt einfach keine Zeit für Uninteressantes.

Wie hältst du es mit dem eBook?

Ich schaue hin und wieder einem eBook-Benutzer über die Schultern, kann mich aber noch nicht begeistern. Ich mag das gebundene Buch und wenn es eine bibliophile Ausgabe ist, halte ich es erst recht gern in Händen. Um Platz zu sparen und auf Reisen mag das eBook ein Argument sein, aber vorläufig will ich mich nicht mit weiterer Elektronik herumschlagen, da bin ich zu altmodisch.

Welche anderen Blogs empfiehlst du (max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Oh je, es gibt so viele Blogs, die ich sehr schätze und auf denen ich gerne regelmäßig eintauche. Einige von ihnen haben sich hier bereits vorgestellt, deshalb nenne ich sie jetzt nicht nochmals, sondern möchte andere Blogs berücksichtigen. Die nicht genannten mögen mir verzeihen.

Bücherwurmloch von Mariki  und Klappentexterin begeistern mich beide gleichermaßen. DruckSchrift finde ich sehr schön, da findet man Neues und Altes über Buchkunst, Druck, Papier etc., was mich sehr interessiert. Die vier Autorinnen von Die Seitenspinnerinnen sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich möchte sie nicht mehr missen. Dann ist da noch die Bücherliebhaberin von glasperlenspiel13, mit der ich unter anderem die Leidenschaft für Irène Némirovskys Werk teile.

Ich wünsche mir deshalb, dass glasperlenspiel13 in dieser Interviewreihe zu Wort kommt und wir mehr über sie erfahren dürften.

Vielen Dank Buechermaniac. Dann haben wir ja jetzt mit dir, Manus lesefieber.ch sowie den Blogs „Denkzeiten“ und „Bücherwelten“ von Sandra  hier eine feine „Triplette Suisse“ beieinander.

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Zuletzt stellte sich Harald Sack mit Biblionomicon vor. Seine Wunsch-Interviewpartnerinnen waren die beiden Betreiberinnen von leselink.de. – Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand, findet sich hier

Steglitz stellt Manuela Hofstätter mit „lesefieber.ch“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Dass wir heute einiges von und über Manuela Hofstätter und ihr Blog lesefieber.ch erfahren, schlug Dieter Wunderlich vor, der seine Webseite Dieter Wunderlich: Buchtipps und Filmtipps seit zehn Jahren pflegt.

Dein Steckbrief in Stichworten …

Lesefiebrige Buchhändlerin mit Leib und Seele. Chaotische und wilde, naturverbundene Mutter. Mensch voller Ideen mit einer Bande von wilden Kerlen, welche dies unterstützen und tatkräftig mithelfen, allen voran mein Mann.

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Ja, meine Idee war das ja ursprünglich gar nicht, aber wie heißt es so schön: einem geschenkten Gaul… Nein, im Ernst, heute liebe ich es in dieser Form Lesefieber verbreiten zu können, ich kann mir kaum noch vorstellen, wie das Leben wäre ohne lesefieber.ch. Es gibt inzwischen auch Leute, die mich Frau Lesefieber nennen, das finde ich schön. Lesefieber.ch existiert seit 2005 und basiert seit drei Jahren auf WordPress. Vorher fristete es ein Dasein als einfaches Forum.

Deine Themenschwerpunkte …

Aktuelle Belletristik, querbeet durch alle Genres. Möglichst nahe am Erscheinungstermin ein Buch vorzustellen, das ist mein persönliches Ziel.

Was treibt dich in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Bei uns in der Schweiz ist der feste Buchpreis Vergangenheit, dies beschäftigt mich und es stellt eine reelle Gefahr dar für kleine Buchhandlungen, in einer solchen bin auch ich angestellt. Angst macht mir auch, dass unsere Verlagsvielfalt zurückgeht, Schweizer Autoren immer mehr zu ausländischen Verlagen abwandern und immer öfter der Verlag an sich infrage gestellt oder gar umgangen wird.

Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Über Social Media, allen voran Twitter. Bei der Arbeit in der Buchhandlung, durch meine Lesefieber On Tour Events.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Manuela Hofstätter © Thomas Wüthrich

Sich beeinflussen, oder gar kaufen zu lassen. Deshalb gibt es auch keine Werbung, Sponsoren oder alles andere was in diese Kategorie gehört im Blog. Gewinnspiele und Freitagsfüller im Blog sind mir genauso ein Gräuel wie blinkende Buttons und Pop-ups!

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Man muss bereit sein, viel Zeit zu investieren. Nicht nur in das Lesen an sich, sondern auch danach in das Verfassen der Rezensionen, die Pflege des Blogs mit allem, was dazugehört. Eine anständige Portion Durchhaltewillen und Disziplin kann auch nicht schaden.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger …

Wenn ich ein Buch bespreche und kurz darauf Leute mir berichten, wie sie das auch gelesen haben, oder man mir herzlich Dankeschön sagt für einen Buchtipp. Oder wenn sich dann einer meiner absoluten Lieblingsautoren bei mir meldet und dann bei einer meiner Veranstaltungen im Publikum sitzt.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Nach dem Lustprinzip, was mich anspricht, das darf man mir gerne zusenden. Als Buchhändlerin ist dies ohnehin normal. Rezensionsexemplare, oder wie ich sie lieber nenne Arbeitsexemplare zu erhalten, kein Verlag bindet daran eine Forderung.

Wie hältst du es mit dem E-Book?

Mein Buchhändlerinnenherz blutet, in der Schweiz hat der Buchhandel zu diesem Thema einen viel zu langen Winterschlaf gehalten. Als Privatperson muss ich sagen, ja, ab und zu ein E-Book lesen, es geht, aber ich liebe es dennoch mehr, das Papier in meinen Händen zu fühlen, seinen Geruch, die Tätigkeit des Blätterns hat etwas Sinnliches. Ich muss meine Bücher sehen, sie sollen meinen Lebensraum aus- und auch überfüllen.

Welche anderen Blogs empfiehlst du (max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Ich wusste ja schon lange, dass meine Nachbarin sehr belesen ist und in puncto Literatur wirklich was drauf hat. Aber dass sie seit anderthalb Jahren auch bloggt, das habe ich erst kürzlich im Anschluss an eine Episode in unserem Mietshaus erfahren. Ihre sehr lesenswerten Rezensionen finden sich bei der Lesewelle. Ich würde mich freuen, wenn sie hier ebenfalls Rede und Antwort steht. Einen längeren Besuch ebenfalls wert sind Thriller Killer’s Blog, Buchjunkie von Grete_o_Grete und Lesenslust.

Danke Manu. Ein wirklich schönes Waschküchenerlebnis. Da freue ich mich auf den Austausch mit deiner Nachbarin, der Betreiberin von Lesewelle gleich doppelt!

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Zuletzt stellte sich die frankophile Durchleserin vor, die Durchleser’s Blog seit drei Jahren pflegt. Ihr Wunsch-Interviewpartner war der Betreiber von Biblionomicon. – Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand, findet sich hier.

Steglitz stellt Kerstin Pistorius mit „Atalantes Historien“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Dass sich heute Kerstin Pistorius mit Atalantes Historien vorstellt, schlug Flatter Satz in seinem Beitrag hier auf SteglitzMind vor, der das Blog aus.gelesen pflegt.

Dein Steckbrief in Stichworten …

Historikerin, die auch Archäologie studiert hat, so erklärt sich auch der Name meines Blogs. Da ich gerne über Gelesenes diskutiere, pflege ich seit langem den Austausch auf Literaturseiten im Internet.

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Zunächst war ich im Diskussionsforum von Buchticket sehr aktiv. Diese Tauschbörse wurde leider zunehmend kommerzieller und mutierte schließlich zu Tauschticket. Auch die Diskussionen litten darunter und wurden für mich uninteressant. Da zudem mehrere Threads gelöscht wurden, unter anderem ein gemeinsames Leseprojekt zu Anna Karenina, wollte ich mir einen eigenen Literaturort schaffen. Seit April 2010 blogge ich auf Atalantes Historien. Ich verwende WordPress auf einer eigenen Domain. – Ein nettes Forum habe ich ebenfalls wieder gefunden, auf der Seite Die Leselust von Daniela Brezing.

Deine Themenschwerpunkte?

Ich lese vorwiegend deutsche Gegenwartsliteratur meist nicht mehr ganz so junger Autoren. Damit die Distanz zwischen gelesener und gelebter Erfahrung nicht so auseinanderklafft. Daneben berichte ich über die Lektüren eines Literaturkreises. Die entsprechenden Beiträge sind meine subjektiven Eindrücke, sie geben also nur bedingt die stattgefundenen Gespräche wieder. Der dritte Schwerpunkt liegt bei Proust. Aus einem Leseprojekt ist der Wunsch entstanden, alle Bände der Recherche zu lesen. Die einstigen Mitleser sind zwar perdu, aber ich lese weiter. – Außerdem schreibe ich regelmäßig zu Literaturereignissen wie dem Bachmann-Wettbewerb, Literatursendungen oder Preisen.

Was treibt dich in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Kerstin Pistorius © Kerstin Pistorius

Kerstin Pistorius © Kerstin Pistorius

Die Marketing-Strategien der Buchbranche. Natürlich ist es mir bewusst, dass ich selbst daran teilnehme, wenn ich ein Rezensionsexemplar annehme, bei einer Aktion mitwirke oder eine Besprechung bei Amazon einstelle. Trotzdem wundere ich mich, wenn auf vielen bunten Seiten nicht viel mehr als Klappentexte abgetippt werden. Ob dies tatsächlich zum Erfolg führt?

Ebenso überrascht bin ich über Autoren, die in den sozialen Netzwerken nach potentiellen Jubelbloggern fischen. Verständlich mag es ja sein, aber auf mich wirkt es merkwürdig. Und wenn ich Literaturkritiken in den Feuilletons lese, frage ich mich manchmal, ob sie noch frei und unabhängig entstanden sind. – Vielleicht bin ich ein wenig misstrauisch geworden mit den Jahren?

Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Ich twittere, schreibe im Forum von Die Leselust, vereinzelt poste ich Rezensionen bei Amazon, wenn mir ein Buch besonders gut gefällt und es dort noch keine oder nur negative Bewertungen gibt. Außerdem diskutiere ich gerne mit anderen Bloggern.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Zuviel Harmonie! Mir gefällt es, wenn ein Blogger seine eigene Meinung vertritt und auch kritische Gedanken zur Lektüre formuliert. Ich lese gerne mal einen schönen Verriss, wie er sich beispielsweise auf der Seite von Stephan Maus findet.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Bloggen mit WordPress bietet eine relativ einfache Technik, um ein Lesetagebuch zu führen und mit anderen in Kontakt zu treten. So wie Mara Giese und einige andere es hier bereits geschildert haben, stelle auch ich mir manchmal die Sinnfrage. Ich hoffe immer noch auf mehr Diskussionen. Kurioserweise gibt es Leser, die mir E-Mails zu den Beiträgen schreiben, aber nicht kommentieren wollen. Auch besteht mein Literaturkreis, über den ich auf der Seite berichte, eher aus Lesern denn aus Schreibern. – Umso mehr freue ich mich über die Kommentare, die trotzdem bei mir landen.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger …

Als ich mich in der Blogroll von Mara entdeckte und die Lesewelle mich mit einer ganzen Welle von Kommentaren überrollte, habe ich mich sehr gefreut. Ebenso als ich aufgrund einer Rezension vom Berlin Verlag das Angebot zur Auswahl von Leseexemplaren erhielt.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Das ist bisher, abgesehen von dem oben geschilderten Fall, erst wenige Male geschehen. Wenn mich eine spezielle Neuerscheinung interessiert, schreibe ich die Verlage an, in den meisten Fällen erhalte ich ein Exemplar. Allerdings fühle ich mich dann weder zu Lobhudelei aufgerufen, noch empfinde ich, wie Flatter Satz es in dem Gespräch mit dir formulierte, besondere Beißlust.

Wie hältst du es mit dem E-Book?

Zweimal habe ich bisher ein Buch in dieser Form gelesen. Es ist sicher eine nützliche Sache für unterwegs, aber für mich entbehrlich. Ich lese lieber altmodisch.

Welche anderen Blogs empfiehlst du (max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächsreihe möglichst auch zu Wort kommen?

Einige Blogs, die ich gerne besuche, haben sich hier in deiner Interviewreihe ja bereits vorgestellt: So Bonaventura,  Buzzaldrins Bücher und aus.gelesen. Ebenso gerne lese ich die kreativen Beiträge der Lesewelle, die Rezensionen und literarischen Informationen auf der Lesemond, die ungeschönten, herrlich klaren Meinungen bei Buchrezension sowie die amüsanten Beiträge auf walk-the-line s. – Und: Als nächste Interviewpartnerin möchte ich Catarina mit ihrem Blog SchöneSeiten vorschlagen.

Herzlichen Dank, Kerstin. Und zudem: Viel Erfolg und Vergnügen beim Projekt des Berlin Verlages „Gordimer Lesen“ Blogger lesen gemeinsam Nadine Gordimers „Keine Zeit wie diese“, das du gemeinsam mit sechs bibliophilen Bloggern ab heute angehst. Einige von ihnen haben wir hier ja bereits etwas näher kennen gelernt.

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Zuletzt stellte Dieter Wunderlich vor, der seine Webseite Dieter Wunderlich: Buchtipps und Filmtipps seit zehn Jahren pflegt. Seine Wunsch-Interviewpartnerin ist Manuela Hofstätter mit mit ihrem Blog lesefieber.ch. – Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand, findet sich hier.

Im Überblick: Bibliophile Blogger stellen sich vor

Am 5. September eröffnete Petra Gust-Kazakos die lose Gesprächsreihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, in der sich buchaffine Blogger im Kurz-Interview präsentieren, ihre bevorzugten Bücher- bzw. Autorenblogs empfehlen und Vorschläge machen, wer in der Reihe auch zu Wort kommen sollte. Mit Petras Beitrag kam ein Stein ins Rollen: Seither haben wir 23 Blogs, deren Betreiber und Intentionen näher kennengelernt. Und da es absehbar so fortgeht, dass sich bibliophile Blogger hier vorstellen, sehe ich mich in der Pflicht, ein fortlaufend zu ergänzendes Register zu erstellen, dem ich einige Bemerkungen voranstellen möchte:

Dass das Projekt so viel Beistand und auch Beifall bekommt, zeugt davon, dass das Bedürfnis nach Orientierung, Vernetzung und Austausch im Netz unter buchaffinen Gleichgesinnten groß ist. Und genau dieses Anliegen war es auch, das mich persönlich veranlasste, eine lose Blogger-Interviewreihe auf SteglitzMind anzustoßen. Allerdings habe ich ir nicht träumen lassen, dass das Vorhaben im Anfangsstadium so rasant Fahrt aufnehmen würde. So viele Porträts binnen kurzer Zeit – das spricht für sich. Zu danken ist das euch! Und zwar nicht nur denen, die hier bereitwillig Rede und Antwort stehen, um uns an ihren Bloggererfahrungen teilhaben zu lassen. Auch jenen gebührt Dank, die Kommentare beisteuern und einzelnen Beiträgen oder gar dem gesamten Vorhaben Anerkennung zollen.

Außer dem Engagement der jeweiligen Gesprächspartner und dem Echo, das das Projekt findet, erfreut mich besonders, dass mir bislang kein vorgeschlagener Kandidat absagte, wenn ich darum bat, den Ball aufzugreifen, um sich ebenfalls im Interview zu präsentieren und persönliche Blog-Empfehlungen auszusprechen. Im Gegenteil! Vielfach entwickelte sich ein Austausch, der über die Interviewfragen weit hinausging. Auch dafür möchte ich danken.

Was mich erstaunt, ist der Sachverhalt, dass sich in der Gesprächsreihe bislang mehrheitlich Männer präsentiert haben, die keine Jünglinge sind. Dieser Tatbestand widerspricht der allgemeinen Rede, dass die buchaffine Klientel, die sich im Netz tummelt, überwiegend weiblich und jüngeren Alters ist. Man mag darüber spekulieren, warum das bei SteglitzMind (noch?) anders ist. Ich bin jedenfalls gespannt, ob sich das Geschlechterverhältnis absehbar verändert …

Dass die Bloggerinnen in der vergangenen Zeit aufgeholt haben und manche andere Überlegung zur Gesprächsreihe mit Buchbloggern führe ich an anderer Stelle aus

Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden, findet sich hier

Steglitz stellt Christian Köllerer mit „Dr. Christian Köllerers Notizen“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Heute stellt sich Christian Köllerer vor, der Dr. Christian Köllerers Notizen meist von Wien aus betreibt. Er greift den Vorschlag von Petra Gust-Kazakos auf, die hinter Philea’s Blog steht. Sie hatte sich in unserem Gespräch gewünscht, dass Christian hier ebenfalls zu Wort kommen sollte.

Dein Steckbrief in Stichworten …

Promovierter Literaturwissenschaftler & ”Philosoph”, Kulturpublizist, Skeptiker aus Wien / Reisender / Mobilfunk & Telekommunikation als Broterwerb.

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Begonnen habe ich im April 2001 mit einer „normalen“ Webseite. Auf das Blogformat WordPress stieg ich erst im Januar 2009 um. Bis dahin war mein Selbstverständnis in erster Linie, ein Literaturprojekt im Internet zu betreiben. Viele Aspekte der Blogszene sind mir nach wie vor suspekt.

Deine Themenschwerpunkte …

Klassiker der Weltliteratur, Rezensionen aus dem Wiener Kulturleben, Reiseberichte.

Was treibt dich in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Wie die meisten finde ich die Entwicklung in Richtung E-Books interessant. Obwohl ich eine ansehnliche Bibliothek mit 5500 Büchern zuhause habe, lese ich vor allem unterwegs zunehmend auf meinen Kindle.

Was mich ferner verblüfft, ist, wie billig Bücher inzwischen geworden sind. In unserer Gesellschaft ist ja Wert immer mit dem Preis verknüpft. Wenn die besten Bücher der Geistesgeschichte für ein paar Cent zu haben sind, ist das einerseits bildungspolitisch erfreulich, andererseits ein deutliches Signal, welchen geringen Wert die Gesellschaft diesen Werken heutzutage beimisst.

Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Die Notizen gibt es seit mehr als 10 Jahren, weshalb ich viele regelmäßige Leser habe. Ansonsten schreibe ich auch für Zeitschriften, was ebenfalls den Bekanntheitsgrad fördert. Twitter, und in geringerem Maße Facebook sind ebenfalls wichtig.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Über Themen schreiben, von denen er nichts versteht.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Ich finde die technischen Hürden am lästigsten. Man muss entweder WordPress-Experte sein und braucht regelmäßig Unterstützung.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger …

…ist Anerkennung durch renommierte Medien, etwa wenn man von der NZZ lobend erwähnt wird, oder der ORF zum Interview bittet.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Ich ignoriere viele dieser Anfragen. Wenn mich Bücher interessieren, lasse ich mir Rezensionsexemplare schicken. Die meisten bespreche ich dann auch.

Welche anderen Blogs empfiehlst du. Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Auch wenn ich mit ihm nicht immer übereinstimme: Einer der besten Literaturkenner im Netz ist zweifellos Marius Fränzel, der hinter Bonaventura steht.

Danke, Christian. Womöglich sollten wir noch kurz erläutern, warum dein Beitrag ohne Konterfei oder Illustration daherkommt …

Eine Illustration kann es schon deshalb nicht geben, weil mein Blog aus konzeptuellen Gründen völlig bildfrei ist.

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In der losen Interview-Reihe präsentierte sich zuletzt Mara Giese mit Buzzaldrins Bücher. Ihre Blog-Preziosen sind die Klappentexterin, Syn-ästhetisch, SchöneSeiten von Caterina, Ruth liest, Lesewelle von Buechermaniac und aus.gelesen von Flatter Satz, von dem sie sich wünscht, dass er hier in einem Interview zu Wort kommt.

Steglitz stellt Mara Giese mit „Buzzaldrins Bücher“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Heute stellt sich Mara Giese vor, deren Blog Buzzaldrins Bücher morgen einjähriges Jubiläum feiert. – Sie regt an, dass Flatter Satz, der das Blog aus.gelesen betreibt, hier à la longue zu Wort kommen sollte.

Dein Steckbrief in wenigen Stichworten …

Literaturbegeistert war ich schon immer, so dass ich schließlich schon beinahe zwangsläufig Literatur- und Kulturwissenschaft studiert habe. Meinen Master habe ich vor zwei Jahren mit einer Arbeit über den Schriftsteller Uwe Tellkamp abgeschlossen. Lesen und Literatur prägen mein Leben, durch meinen Blog habe ich entdeckt, dass es mir dazu auch noch sehr viel Spaß macht, über Gelesenen zu schreiben.

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Ich blogge seit fast einem Jahr – am 9. September feiere ich mein Blogjubiläum. Schon vor meinem Blog war ich über mehrere Jahre in einem großen Buchforum aktiv, habe dann jedoch gemerkt, dass ich mehr Raum und Platz brauche, um über die Bücher zu schreiben, die ich lese. All dieses habe ich auf meinem Blog gefunden, der buzzaldrins.wordpress.com heißt. Ich habe mich schon immer Buzz Aldrin genannt, da ich vor ganz vielen Jahren mit großer Begeisterung das Buch „Buzz Aldrin, wo warst du in all dem Durcheinander“ von Johan Harstad gelesen habe. Seitdem verfolgt mich dieser Name.

Bei WordPress habe ich von Beginn an gebloggt. Warum kann ich leider gar nicht genau sagen. Es war der erste Anbieter, über den ich gestolpert bin, es ist kostenlos und leicht zu bedienen. Die Möglichkeiten, die man mit WordPress hat, haben mir sofort gefallen, so dass ich mich gar nicht mehr über Alternativen informiert habe.

Der Austausch ist dir beim Bloggen wichtig …

Buzz Aldrin mit Hund und Buch © Mara Giese

Total! Natürlich schreibe ich auch für mich selbst und um das Gelesene reflektieren zu können. Doch freue ich mich immer sehr über Rückmeldungen, Nachfragen oder auch Lob auf meinem Blog. In den ersten Monaten meines Blogdaseins hatte ich drei Besucher und keine Kommentare. Mittlerweile habe ich nicht mehr das Gefühl, in einen luftleeren Raum hineinzuschreiben und freue mich immer wieder sehr über Kommentare der „üblichen Verdächtigen“.

Deine Themenschwerpunkte …

Mein Themenschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Literatur mit Anspruch. Im Moment liegt mein Schwerpunkt besonders auch auf deutschsprachiger Literatur.

Was treibt dich in der Literatur-, Kulturszene derzeit besonders um?

Seit einiger Zeit habe ich auf meinem Blog die neue Kategorie „5 Fragen an …“, in der ich junge, deutschsprachige, zeitgenössische Autor/innen interviewe. Diese aufkommende junge Generation fasziniert mich sehr und ich freue mich, wenn ich einigen jungen neuen Stimmen Deutschlands mit meinem Blog eine Plattform bieten kann.

Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Ich bewerbe sie auf Twitter und seit einiger Zeit auch auf Facebook, nachdem ich dem Gruppenzwang gefolgt bin und mich auch dort angemeldet habe.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Diese Frage ist für mich nicht pauschal zu beantworten. Ich habe es nach relativ kurzer Zeit geschafft durch einige unvorsichtige Äußerungen eine Welle der Entrüstung loszutreten und habe mir das damals sehr zu Herzen genommen. Seitdem versuche ich noch bewusster darauf zu achten, was ich schreibe und wie ich etwas ausdrücke. Vermeiden möchte ich jedoch, dass diese Rücksichtnahme so weit geht, dass ich mich irgendwann selbst zensiere.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Für mich war meine Anfangszeit auf jeden Fall eine große Hürde: keine Besucher, kein Interesse, kein Austausch. Da habe ich zwischenzeitlich schon überlegt, warum ich das eigentlich mache. Diese Unsicherheit bin ich auch jetzt immer noch nicht ganz losgeworden. Das Wichtigste für mich ist einfach, dass ich Spaß habe an dem, was ich tue.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger …

Die ersten Kommentare und positiven Rückmeldungen – darüber habe ich mich sehr gefreut.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

In diese Verlegenheit bin ich noch nicht häufig gekommen. Bücher, die mich nicht ansprechen oder interessieren, lehne ich höflichst ab. Vor einiger Zeit habe ich ein Rezensionsexemplar gelesen, was mir gar nicht gefallen hat. Da ist es mir dann in meiner Rezension doch schwer gefallen, Kritik zu formulieren.

Wie hältst du es mit dem E-Book?

Ich habe zwar einen E-Book-Reader geschenkt bekommen, bin mit diesem bisher aber noch nicht wirklich warm geworden. Ich muss Bücher anfassen, riechen und in meinem Regal stehen sehen, um sie wirklich genießen zu können. Diese Stofflichkeit ist etwas sehr wichtiges für mich.

Welche anderen Blogs empfiehlst du (max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Ich lese gerne und viel Buch- und Literaturblogs, so dass es mir schwer fällt, mich auf lediglich fünf zu beschränken. Die Klappentexterin wurde bereits empfohlen, sonst hätte ich dies auf jeden Fall getan. Daneben fallen mir noch die Blogs Syn-ästhetisch, SchöneSeiten von Caterina, Ruth liest, Lesewelle von Buechermaniac und die großartigen und ausführlichen Besprechungen bei aus.gelesen von Flatter Satz ein. Ich würde mir wünschen, dass Flatter Satz hier in einem Interview zu Wort kommt.

Danke sehr, Mara. Und da morgen dein einjähriges Blog-Jubiläum ansteht: Weiterhin viel Freude und Erfolg als bloggende Buzz Aldrin!

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Zu Wort gekommen in der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“ sind bislang:

Petra Gust-Kazakos, die „Philea’s Blog“ seit September 2010 unterhält. Empfehlungen sprach sie u.a. für die Klappentexterin, Jüdische Lebenswelten, DruckSchrift, Strange Flowers, die Blogs von Petra van Cronenburg und den der Seitenspinnerinnen aus.

Sandra Matteotti mit ihren Blogs  Denkzeiten und Bücherwelten. Komplimente gingen von ihr an die Blogs Philosophisch leben, Zeitspiegel, Dr. Christian Köllerers Notizen und Buchkolumne.