Steglitz stellt Alban Nikolai Herbst mit „Die Dschungel. Anderswelt“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Die Dschungel. Anderswelt ist ein Blog unter jenen, die im bisherigen Verlauf der Gesprächsreihe mehrfach Lob auf sich vereinen konnten, sich aber noch nicht vorgestellt haben. Über Pfingsten ergab sich unverhofft eine Gelegenheit, Alban Nikolai Herbst zu bitten, hier mitzutun. Er ließ sich zu meiner großen Freude, nicht lange bitten …

Seit wann, warum und wo  bloggen Sie?

Ich begann 2003, weil eine damals noch blutjunge Geliebte, die ein, zwei meiner Bücher gelesen hatte, der Meinung war, ich solle nicht nur immer theoretisieren, sondern müsse auch „real“ im Netz zugegen sein. Also programmierte sie mir die heute leider verwaiste Site „Herbst & Deters Fiktionäre“ . Kurz darauf wurde ich in einen Buchprozeß gezogen, eine der unterdessen gängigen Persönlichkeitsrechts-/Kunstrechtsauseinandersetzungen, in deren Folge mein Roman „Meere“ verboten wurde; er ist unterdessen, leicht modifiziert, wieder frei. Der Prozeß verbot mir gewissermaßen den Mund für alles, so empfand ich das, was privat war. Also eröffnete ich mein erstes Weglog, damals noch bei free city und begann darin, Privates zu poetisieren, zu thematisieren, Fragen nach Zusammenhängen von Privatem und Öffentlichem zu stellen und das auf das Netz zu übertragen. Vorher schon hatte ich in einigen Chats mit verschiedenen Identitäten gespielt, war ein fünfzehnjähriges Mädchen, ein achtzigjähriger Mann usw. – was den Grund hatte, daß ich für meine Romane Sprech- und Sprachhaltungen ausprobieren und trainieren wollte. Besonders, aus der imaginierten Innensphäre einer Frau zu sprechen, ist sehr heikel, wenn es um Glaubwürdigkeiten geht. In neuerer Zeit zeigt das der „Fall Torik“, wo so etwas aber meisterhaft gelang, vor allem auf Dauer, was wiederum mein Ziel nie war; ich wollte einfach nur Figuren möglichst glaubhaft gestalten können.

Der Ort des Geschehens - eine Momentaufnahme beim Beantworten der Fragen © Alban Nikolai Herbst

Der Ort des Geschehens – eine Momentaufnahme beim Beantworten der Fragen © Alban Nikolai Herbst

Hinzu mischte sich mein Interesse an den Verbindungen privaten Erlebens mit dem, was dann poetisch in Romanen und Erzählungen daraus wird. Ich fing also Faktisches und Fiktives zu vermischen an und begleitete das von allem Anfang an mit theoretischen Überlegungen, die ich ebenfalls öffentlich formulierte. Daraufhin bekam ich eine Email von Oliver Gasser, einem der, kann man sagen, netzaffinen Autoren der allerersten Tage: Er finde, schrieb er mir, daß ich, um meine Vorstellungen auch poetisch realisieren zu können, eine andere Plattform brauche, und zwar dringend. Durch seine Vermittlung kam ich vor knapp zehn Jahren an Twoday, also Knallgrau in Wien. Gassner empfahl, mir die dortige, damals noch vorausweisende, Technologie unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, davon hätten ganz gewiß beide Seiten etwas. Twoday tat das und tut es bis heute. Deswegen, weil ich mich dem Unternehmen verpflichtet fühle, habe ich den Hoster nie gewechselt, auch dann nicht, als andere Technologien nach vorne und schließlich weit voraus drängten. Ich habe einen starken Freundschaftsbegriff.

Ihre Themenschwerpunkte …

Unterdessen sehr weit gespannt. Es gibt – je in gesonderten Rubriken zusammengefaßt – die halb persönlichen, halb fiktiven, weil immer wieder von „klassischen“ Erzählungen durchzogenen Arbeitsjournale, die von ihren Lesern als eine Art tägliche Sitcom rezipiert und ganz sicher so auch einfach konsumiert werden; es gibt die Beiträge, in denen literarische Texte ausprobiert werden, bisweilen skizzenartig, bisweilen schon sehr ausgeführt, also Gedichte, Erzählungsanfänge, Romanauszüge; es gibt Notate und Paralipomena, d.h. Aphorismen, die oft sehr zugespitzt, bisweilen provokant sind; es gibt einen stark ausgebauten Bereich, der sich mit Sexualmoral usw. beschäftigt; es gibt Briefwechselauszüge, aber auch tatsächlich im Weblog und nur darin stattfindende Briefwechsel; es gibt quasi philosophische, vor allem kunstphilosophische Partien; es gibt „Fundstücke“ der Banalität, bzw. banaler Beobachtungen und den Versuch, Schlüsse aus ihnen zu ziehen; es gibt, sozusagen überfassend, das Unternehmen einer kleinen Theorie des Literarischen Bloggens usw. Unter letzterem Namen ist bereits ein Buch entstanden, das auch als eBook erhältlich und im Netz recht ausführlich diskutiert worden ist – meines Wissens das erste Unternehmen dieser Art überhaupt. Hinzukommen als eigener, sehr ausgeführter Bereich Rezensionen zum Musiktheater und zur E-Musik. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Tagebücher anderer Autoren; ich hatte die Idee eines „chorischen“ Tagebuches, also möglichst vieler Stimmen zu jedem Tag; sie hat sich aber nie wirklich realisiert. – Und schließlich gibt es eine erstaunlich viel beachtete und diskutierte Rubrik, die sich mit literarischen Übersetzungen beschäftigt, also in der sie vorgelegt, modifiziert und/oder verworfen werden. Das letzte Projekt dieser Art habe ich mit dem in Italien lebenden Lyriker Helmut Schulze, der selbst ein spannendes Weblog führt, begonnen und Partie für Partie eingestellt; wir stehen jetzt davor, daß es ein Buch wird. Es handelt sich um frühe Skizzen von James Joyce, seinen „Giacomo Joyce“, von denen es bislang nur eine einzige, unterdessen vierzig Jahre alte Übersetzung von Klaus Reichert gibt. Unsere „Aneignungen“ dieser Dichtung werden im Herbst dieses Jahres sowohl als Print als auch eBook erscheinen. Das Besondere ist, daß man die Entstehungsgeschichte mitsamt Irrtümern, Ideen usw. im Netz wird weiter nachlesen können.

Was treibt Sie in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Na ja, es ist ein Teil meiner Arbeit, insofern ich zu denjenigen Autoren gehöre, die aus der Printwelt kommen und sie auch gar nicht völlig verlassen wollen; ich bin durch das herkömmliche Buch sehr geprägt, es gehört zu mir. Aber ich habe ein riesiges Interesse am Netz als einem neuen Medium von Literatur, gerade auch von Dichtung, der hier Bereiche aufgeschlossen werden, in die sie bislang nicht eindrang. Es gibt eine beachtenswerte Szene insbesondere für Lyrik, die in Buchausgaben selten höhere Auflagen erzielt als zwischen 500 und 1000 Exemplaren. Manche meiner Gedichte aber sind vieltausendfach gelesen, um manche gibt es die heftigsten Auseinandersetzungen. Ähnliches gilt für die Prosa. Dabei macht es mich ärgerlich, ja manchmal wütend, mit welcher Ignoranz der herkömmliche Literaturbetrieb das Netz als literarisches Ausdrucksmedium abzutun versucht, nicht selten mit schwer diskriminierenden Artikeln. Es wird hier ein Machtkampf um Deutungshoheit, das heißt letztlich: um Einkommen geführt, die man sich sichern will – auch wenn das auf Kosten vieler geschieht, die im Netz vorzügliche poetische Arbeiten vorlegen. Meist werden die gar nicht erst angeschaut. Ja, das treibt mich sehr und leidenschaftlich um.

Hinzu kommen die Auseinandersetzungen um das Urheberrecht. Ich mag mich hier nicht wiederholen, meine Position ist in Der Dschungel deutlich nachzulesen. Aber ich will doch betonen, daß eine Neuauffassung dessen, was ein Urheberrecht wäre, dringend ansteht.

Wie machen Sie Ihr Blog und die Beiträge bekannt?

Anfangs tat ich das gar nicht, bzw. verschickte wöchentliche Rundmails. Unterdessen nutze ich vor allem – aber allein als Medium des Annoncements – Facebook. Ich hatte aber auch Glück, weil Die Dschungel ziemlich gleich nach ihrem ersten Erscheinen querdurch die Szene diskutiert wurde, oft ablehnend, oft aber auch zustimmend. Das führte zu Verlinkungen, um die ich selbst mich gar nicht kümmern mußte. Manche provokante Stellungnahme tat ihr übriges. Hinzukommt, daß ich eine sehr lange Zeit lang Kämpfe mit Trolls (ich schreibe bewußt nicht Trollen) ausfocht, mich aber zugleich weigerte, Kommentare zu löschen; mir war der, auch wenn bisweilen weit unter der Gürtellinie geführte, Kampf lieber, als daß ich zensiert hätte. Das führte zu einem Schwall von Rezipienten, die sich am Dreck ergötzen wollten; es ist ein bißchen widerlich, aber auf kurze Spannen erhöht Sensationsgier die Zugriffszahlen extrem. Auf lange Sicht übrigens nicht; wenn ich jahrealte Beiträge, etwa Gedichte, wieder neu aufrufe, haben sich die Zugriffszahlen geradezu verkehrt: Long„seller“ sind, meiner jetzigen Erfahrung nach, die „seriösen“ Beiträge und, selbstverständlich, solche, die mit Sexualität zu tun haben.

Bis heute moderiere ich Kommentare nicht; manche allerdings lösche ich unterdessen einfach weg – vor allem, weil es nach den Kämpfen, die Wortschlachten werden konnten – schwere Leser:inn:enklagen und Verluste mir wertvoller Kommentator:inn:en gab. Auch dieser Prozeß ist von theoretischen Reflektionen begleitet worden.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Keine Ahnung. Wenn man es gut macht, kann man alles machen. Wie weit der Bogen gespannt wird, hängt aber sicherlich – und da vielleicht sollte jede:r für sich nachdenken – von der persönlichen Belastbarkeit der Autorinnen und Autoren ab. Geschehen in viel gelesenen Weblogs sind, wie im übrigen Leben auch, nicht ohne Folgen, vor allem dann, wenn Blogs mit Klarnamen geführt werden. Mir ist es wichtig, das so zu tun, aber es gibt Konditionen, in denen sich die Verwendung eines Pseudonyms sehr empfiehlt, weil eben auch Blogs nicht „aus der Welt“ sind. Denken Sie an die vielen Präsenzen von Frauen, in denen sie ihre Fantasien präsentieren – etwas, das sehr wichtig ist, daß es geschieht, aber es kann da zu existentiellen, z.B. etwa ökonomischen, Sanktionen kommen, gerade im nach-wie-vor-Patriarchat.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Man braucht Kontinuität, wenn man nicht einen Anlaß hat, der Leser:innen qua Thema immer wieder herholt. Sehr viele Blogs sterben wieder, und nicht wenige sehr schnell, weil, darin zu publizieren, nicht als Arbeit begriffen wird, sondern als Freizeit. Das kann gutgehen, besonders bei dem, was ich einmal einen Plauderblog genannt habe – es sind dies in meinen Augen aber weniger Blogs als mehr fixierte Chats. Man muß damit umgehen, daß man eventuell jahrelang ins Leere schreibt – aber das ist bei jedem künstlerischen Beruf so. Da ich Die Dschungel als Teil meines literarischen Werkes betrachte und so von Anfang an auch angelegt habe, bin ich aber nicht eigentlich geeignet, Ihre Frage zu beantworten. Ich betreibe Die Dschungel als poetisches Werk, habe sie bisweilen sogar „einen Roman“ genannt. Das ist sicher bei anderen Blog-Autor:inn:en nicht so und muß auch nicht so sein. Bewahre.

Gab’s beim Bloggen auch persönliche Krisen?

Meine persönlichen Schwierigkeiten, ja richtige Krisen hatte ich durchzustehen, wenn ich diffamierend angegriffen wurde. Manchmal kostet sowas eine Woche, um sich wieder zu berappeln. Man kann wütend werden, man kann depressiv werden, ich habe einige Male vorm Computer geweint. Andere Male war ich für meine Nächsten nur sehr schwer zu ertragen, weil ich schon ohnedies cholerisch genug bin. Aber so etwas formt einen. Ist man zäh genug, findet man schließlich akzeptable Umgangsformen und reift dran; man lernt auch einiges über sich selbst und kann das dann wieder poetisch umsetzen, ob nun im Weblog selbst, ob in anderer künstlerischer Weise.

Ihr schönstes Erlebnis als Blogger …

Wirkliche Freundschaften, die sich nie oder wahrscheinlich nie ergeben hätten, gäbe es Die Dschungel nicht. Eine der engsten entstand zu Helmut Schulze (parallalie), den ich oben schon erwähnte, aber auch mit Benjamin Stein (Turmsegler), Phyllis Kiehl (Tainted Talents),  Norbert W. Schlinkert, ebenso wie zu June (changes)und vor allem auch Jutta S. Piveckova (Gleisbauarbeiten), mit der ich quasi ständig diskutiere. Wir sind durchaus nicht immer einer Meinung, aber getragen von gegenseitiger Achtung.

Wenn ich nachdenke, kann ich eine ganze Liste erstellen.

Wie gehen Sie damit um, wenn Ihnen Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Tun sie nicht. Sie täten’s aber sofort, wenn ich fragte, da ich auch für „klassische“ Medien rezensiere; ich muß da nur anrufen, halte meine Rezensionstätigkeit indessen in sehr engen Grenzen, weil ich zum Beispiel zu einer solchen Klasse, wie Keuschnig mit dem Begleitschreiben sie repräsentiert, schon aus Zeitgründen nicht aufrücken könnte. Er betreibt das für mich nachdrücklichste und zugleich „ehrlichste“ Rezensionsforum des deutschsprachigen Raums. Meine Achtung vor seiner Leistung ist riesig.

Und wie würden Sie damit umgehen, wenn Ihnen Self-Publisher ihre Titel zur Rezension anböten?

Gefährliche Frage. Ich würde versuchen, in den Text hineinzuschauen, aber immer auch gleich sagen, daß es ziemlich lange dauern kann, bis ich’s schaffe. Das tue ich aber genau so, wenn mich Autor:inn:en um Lektorate bitten oder auch nur um meine Meinung. Wie jede/r andere kann auch ich nicht alles lesen, was erscheint – wobei ich da zwischen Neuen und klassischen Medien keinen Unterschied mache, mir die Neuen vielleicht sogar lieber sind, weil haptische Bücher – Platz brauchen. Davon steht mir ein nur sehr begrenzter zur Verfügung. Am „Fetisch Buch“ hänge ich eitlerweise nur für meine eigenen Texte, bzw. bei Dichtungen, die mir wirklich nahegekommen sind. Da lasse ich ein Buch auch schon mal neu, nach eigenem Entwurf, binden.

Wie halten Sie es mit dem E-Book?

Siehe hierüber. Einen prinzipiellen Unterschied zu gebundenen Büchern mache ich nicht.

Welche anderen Blogs empfehlen Sie?

Wobei ich mich bei allen entschuldigen möchte, die ich ebenfalls nennen müßte, aber begrenzungshalber nicht kann; ich wähle deshalb nach Spanne dessen aus, was im Netz poetisch möglich ist und gehe dabei nach der – zufälligen, nicht alphabetischen – Reihenfolge meiner Bookmarks vor. Imgrunde ist Ihre Frage eine nach der Blogroll, die ich nicht führe, bzw. habe ich auf meiner Site nur sehr wenige feste Links. Es hat sich bewährt, solche Verlinkungen immer an einen Anlaß zu binden; gibt es einen, verlinke ich schnell.

Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Herzenswunsch? Sophia Mandelbaum mit Ze Zurrealism itzelf. Freundes- und ebenfalls Herzenswunsch: Helmut Schulze mit parallalie. Einstein hatte unrecht: Gott würfelt. In dem Fall möchte ich’s nicht ihm, sondern Ihnen überlassen.

Das habe ich besonders gerne: Die Qual der Wahl … Danke vielmals, dass Sie hier dabei sind, Alban Nikolai Herbst, ich freue mich sehr darüber.

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Zuletzt stellte sich Miss TT mit Tainted Talents vor. Ihr Wunsch-Interview-Partner war Norbert W. Schlinkert mit seinen Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen. – Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden, findet sich hier

Steglitz stellt Miss TT mit „Tainted Talents“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Tainted Talents ist ein Blog unter jenen Zehn, die im bisherigen Verlauf der Gesprächsreihe zwar mehrfach Lob auf sich vereinen konnten, aber noch keine Gelegenheit erhalten haben, sich vorzustellen. Anlässlich der 50. Folge von „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“ habe ich diese Bloggerinnen und Blogger eingeladen, hier mitzutun. – Ich freue mich sehr, dass sich Miss TT heute vorstellt und sage für ihren Beitrag nebst Zeichnungen: danke sehr, danke vielmals …

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Miss TT ist konziliant, bequemlichkeitsheischend und offen vergrübelt. Sie zeichnet oft kleine Tiere und Pikantes, meistens in Tusche, und nur, wenn etwas weder Tier noch pikant ist, verwendet sie Buchstaben. Deswegen gibt es Tage, an denen kein Text entsteht, weil, in diese beiden Kategorien lässt sich doch sehr vieles fassen.

Sie lehrt auch. Ihre Schreibworkshops sind berüchtigt, werden aber dennoch (oder gerade deswegen) seit Jahren immer wieder von Sinnstiftungen gebucht, vermutlich, um welchen zu.

Im Übrigen schätzt sie Klammern, den Einzelgang und Tainted Talents, ihr virtuelles Ateliertagebuch. Auftritte nur, wenn sie dafür bezahlt wird. Hat gehörig Respekt vor Verausgabung, meidet Live-Acts mit Kommunikationsjunkies, liebt Botenstofftrips, lebt dünnhäutig, verschwenderisch, stemmt Hanteln, umgibt sich mit Menschen, die gute Geräusche erfinden, schreibt auf Zettel. Am liebsten allein, manchmal mit Spezialisten. Gute Menschenkenntnis, von der niemand etwas hat, weil sie sich am liebsten vergräbt.

Wird nie unterschätzt, außer von sich selbst, von Selbst dafür aber ständig.

© Tainted Talents

© Tainted Talents / Phyllis Kiehl

Sie „bloggt“ nicht.

Stattdessen führt sie dieses Ateliertagebuch, irgendwer muss es ja tun, denn, man erfährt selten etwas von Künstler:innen, außer dem, was diese für blickdicht und imagefördernd halten. Solcherlei Masquerade läge Miss TT (natürlich) völlig fern, zumal sie fest glaubt, dass Schöpferische der Kür verpflichtet sind, sich mit der Welt zu vermischen. Da sie selbst starke Marktallergien pflegt, liegt es nur nah, diese Vermischung im Netz herbeizuführen: sie ist nicht vor Ort, sondern selbst einer. Auf TT versucht sie sich in durchaus zärtlich bebilderten Ablenkungsmanövern, geschnitzten Deckelchen für die Wucht des Tatsächlichen.

Tatsache ist, eine Weile geht so etwas gut. Doch irgendwann wird diese fehlende Übereinstimmung zwischen Selbstwahrnehmung und Außendarstellung zur Relativierungsfalle. Fällt sie in eine solche, wird sie mitunter, ohne Vorwarnung, verdammt deutlich.

© Tainted Talents

© Tainted Talents / Phyllis Kiehl

 „ – Themen?“

Kunstschaffen, Körper, Tiere. Hürden. Aufladungen. Trainingseinheiten, phy- und psychisch. Schreiben als Sprechersatz. Der weibliche Blick. Initiationsprozesse: ge- und misslingende. Anfänge. Settings. Handlungsanweisungen. Poetisierungen. Selbstbilder und Rollenspiele mit Einladungscharakter. Exzentrik und Akzente. (Wann kam eigentlich das Wort „freischaffend“ aus der Mode?)

Ihre eigenen Romane „Fat Mountain Scenes“ und „Fettberg“ gehören, obwohl ordentlich verlegt, weder Szenen noch Betrieben an. (Stattdessen ist, zum Beispiel, „Fettberg“ seit 2013 Schullektüre an einer hessischen Oberstufe. Ha! Ansonsten sind ihr Szenen schnuppe.)

Miss TT bevorzugt szeneunabhängige Minds und findet diese mehr auf benachbarten Netzrepräsentanzen als auf der Straße. Ist troy, lässt sich aber häufig verführen, vorzugsweise von Hochbegabten, Spinnern und Exzentrikern beiderlei Geschlechts. Um bei den weiblichen zu bleiben: Sie mag die spleenige >>> Sabine Scho, die merkwürdig assoziierende >>> Aimee Bender und den wütend präzisen Blick der >>> Melusine B. Sie mag n i c h t: Lagerbildung. Den Disput um die vermeintliche Nichtqualität von Netzliteratur, der meistens nur davon zeugt, wie stark die Kamele inzwischen überhand genommen haben, die durch kein Öhr mehr wollen.

© Tainted Talents

„auf das Scheiß Öhr“ © Tainted Talents / Phyllis Kiehl

Sie lässt regelmäßig von sich hören und sehen, würdigt Kommentare, spricht darüber, gerne auch mit ihren Seminarteilnehmer:innen, um diese locker zu machen. Ansonsten läuft es ähnlich wie im Offline: regelmäßig kommentierende Stammgäste (die mit der Zeit nicht selten zu Komplizen werden), dazu die Mehrheit schweigender Mitleser:innen, die nur das Wort ergreifen, wenn sie sich thematisch angesprochen fühlen. Blogroll? Keine. Miss TT stellt sich immer vor, wie enttäuschend es für diejenigen sein muss, die ihren Blog dort nicht wiederfinden. Tainted Talents hat sich über gezielte Erwähnungen von Mitblogger:innen verbreitet; einen höheren Bekanntheitsgrad würden weder Miss TT noch ihre übrigen Persönlichkeitsfacetten sonderlich gut aushalten.

© Tainted Talents

„Die guten Stimmen kommen immer nur aus dem Off“ © Tainted Talents / Phyllis Kiehl

„- Tabus?“

Nichts sollte er sein lassen, der Blogger, und die Bloggerin schon gar nicht! Wer, wenn nicht unsereins, ist denn noch einigermaßen unchained? Miss TT plädiert für Aufladungen. (Ohne das selbst konstant gewährleisten zu können.)

© Tainted Talents

„solange sich das Ei nicht vom Arschloch löst, hilft alles Brüten nicht“ © Tainted Talents / Phyllis Kiehl

Es gibt keine Hürden beim Bloggen, die nicht alle anderen Selbstdenker:innen auch nehmen müssten: eigenwillige Formen finden, Kontinuität, individuelles Stehvermögen entwickeln, nichts allzu persönlich nehmen, was an Reaktionen zurückkommt. Vieles ist Projektion; auch die ausgewiesen authentischen Blogs werden von Gästen immer (und mit Recht!) zugunsten eigener Prozesse, Sehnsüchte und Befindlichkeiten instrumentalisiert – mitsamt der Person, die dahinter steht. Wer das weiß und gerade um seiner seltsamen, oft sehr positiven Energieübertragungen willen schätzt, kann sich der Öffentlichkeit getrost stellen. Nebenwirkungen, wie überall, nicht ausgeschlossen.

Das Schönste sind die schnellen Reaktionen der Anderen. Gleich gültig, ob positiv oder ablehnend: die Unmittelbarkeit. Ihre großartige Unvollständigkeit, das Fiebrige daran. Mit so vielen Variablen immer wieder neue Situationen zu bauen, Initiatorin zu sein.

Rezensionsexemplare bietet bislang niemand an, weil ich nicht rezensiere, das können andere besser. (Glaubt Miss TT. Ich selbst würde mir das durchaus zutrauen, habe aber, anders als sie, ein Unschärfeproblem. Das gilt ebenso für Titel, die mir von Self-Publishern angeboten würden.)

© Tainted Talents

© Tainted Talents / Phyllis Kiehl

Meine Mutter liebt E-Books, weil ihr Haus von Papierbüchern bereits überquillt und sie auf ihrem Reader die Schrift groß stellen kann; das reicht mir zunächst als E-xistenzberechtigung. Schade nur, dass das voyeuristische Element dabei verloren geht: Miss TT und ich gucken immer zuerst ins Bücherregal, wenn wir eine fremde Wohnung betreten.

Einige Empfehlungen zum Schluss: Viele unserer Inspirationsblogs haben wir bereits bei SteglitzMind erwähnt gefunden. Der Neugier, die bibliophile Grenzen überschreitet, seien folgende weitere ans Herz gelegt: Norbert W. Schlinkert mit seinen Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen. (Der meines Erachtens auch als weiterer Gesprächspartner geeignet wäre, weil er so gut schwadronieren kann.) Außerdem: Die zarte Iris mit ihren Blütenblättern, der Dichter Helmut Schulze mit Parallalie, die unverwechselbare Sophia Mandelbaum mit  Ze Zurrealism itzelf und der Insulaner Rittiner Gomez mit seinem Logbuch Isla Volante.

So. Habe fertig.

© Tainted Talents

© Tainted Talents / Phyllis Kiehl

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Zuletzt stellte sich Bianka Boyke mit jungesbuch vor. Ihre Wunsch-Interviewpartnerinnen waren Evelyn mit Dreaming till Midnight und Filo mit Filos Bücheruniversum. – Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden, findet sich hier

Steglitz stellt Jutta Piveckova aka Melusine Barby mit „Gleisbauarbeiten“ vor

Buchaffine Blogbetreiber, die sich jeweils in Kurz-Interviews präsentieren, sprechen Blogempfehlungen aus, deren Betreiber wiederum eingeladen werden, sich den Fragen zu stellen. Das ist Ziel der losen Interview-Reihe „Steglitz stellt bibliophile Blogger vor“, deren Intentionen ich anderenorts detaillierter erläutert habe.

Dass wir Jutta S. Piveckova aka Melusine Barby mit Gleisbauarbeiten näher kennen sollten, hatte Dietmar Hillebrandt vom Buecherblogger vorgeschlagen. Jetzt geht nicht nur sein Wunsch in Erfüllung. Nein, mit Juttas Auskünften haben wir hier 25 Interviews mit literaturaffinen Bloggerinnen und Bloggern beisammen, womit die Gesprächsreihe, die im September 2012 an den Start ging, heute ein erstes, kleines Jubiläum feiern darf.

Dein Steckbrief in Stichworten …

1965 geboren, mittelalt, mittelschlau, mittelreich, liiert, studiert (Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft), verheiratet, Mutter zweier fast erwachsener Söhne, netzaffin und bücherstauballergisch, Anti-Kulturpessimistin

Seit wann, warum und wo bloggst du?

Melusine Barby © Jutta S. Piveckova

Ich blogge seit dem 9.2.2010. Zunächst auf dem Blog. Ganz heimlich. Mein Versuch, das Schreiben wieder aufzunehmen nach beinahe 20 Jahren Schweigen. Die Struktur eines Blogs nutzen, um einen Roman in umgekehrter Chronologie zu erzählen, so dass der jüngste Post jeweils immer weiter zurückreicht in die Vergangenheit. Am Ende sollte dann eine klassische Romanerzählung stehen, die beim Lesen entsteht, wenn man die Posts von vorne nach hinten liest: Der letzte Eintrag als Anfang des Romans. (Ich arbeite weiter dran.)

Die Gleisbauarbeiten entstanden als Ableger dazu, weil das Bedürfnis wuchs, nachdem mein Blog von Alban Nikolai Herbst „entdeckt“ worden war, auch über andere Themen zu schreiben und mit Blogger_innen in Austausch zu treten. Auf die Plattform Blogger bin ich ganz zufällig geraten. Ich weiß gar nicht mehr wie.

Deine Themenschwerpunkte …

Eigene Prosatexte. Es entstehen vor allem Serien (z.B. über Unperfekte Paare; 4 Frauen, Sex und der Tod, die fast-autobiographischen Texte unter dem Label Auto. Logik.Lüge. Libido, Fabelwesen, Wildermuths Elbin, Als wir Pop-Poetinnen waren u.v.m). Die seriellen Texte und hybriden Formen experimentieren mit der Form des Blogs als einer literarisch neuen Gattung (Vernetzung statt Linearität). Ich nenne das „kryptofantastischen Realismus“. Dennoch ist mir beim Bloggen unter der Hand ein Roman entstanden, der es vielleicht auch zur „Druckreife“ schafft: PUNK PYGMALION.

Außerdem schreibe ich regelmäßig Buchempfehlungen (niemals Verrisse), Tagebucheinträge, kunsthistorische Beiträge, sowie Film- und Fernsehkritiken. Alles aus einer feministischen Perspektive, womit gemeint ist, dass ich mein Geschlecht beim Lesen, Schauen, Hören nicht verleugne, also die Normsetzung einer (weißen) männlichen Sicht auf die Welt als allgemein „menschliche“ nicht akzeptiere. Zunehmend versuche ich auch andere Normen zu hinterfragen: Heterosexualität, Weißsein, Mittelklasse-Werte. Dadurch ändert sich meine Lektüreauswahl erheblich. Denn die ungebrochene Dominanz von weißen männlichen Autoren auf meiner bisherigen Leseliste hat mich schockiert.

Jeden Dienstag veröffentliche ich außerdem einen Beitrag (eine Collage, das Foto einer Skulptur…) des Frankfurter Künstlers BenHuRum aka Thomas Hartmann. Gelegentlich schreibt auch Morel, mein Lebensgefährte, Beiträge, meist Buchempfehlungen.

Was treibt dich in der Literaturszene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Ich lese wenig in den Feuilletons der „Qualitäts“-Tageszeitungen. Daher treibt mich wenig um, was „der Betrieb“ gerade so diskutiert. Ich bespreche auch selten Neuerscheinungen, die gerade gehypt werden. Da lasse ich mir lieber Zeit und warte ein Jahr. Ich bin optimistisch, dass sich durch die „Neuen Medien“ ganz neue Literaturformen entwickeln werden, ebenso wie neue Vertriebsformen und unmittelbarere Verbindungen von Autor_inn_en zu Leser_inne_n. Die bürgerliche Öffentlichkeit (mitsamt ihrer Trennung vom sogenannten „Privaten“) zerfällt. Ich sehe das ohne Sentimentalität, sondern mit großer Erwartungsfreude. Es wird spannend. Ich selbst lese jetzt schon lieber auf einem E-Reader als in einem gedruckten Buch. Dabei kaufe ich mehr literarische Werke als je zuvor, vor allem von kleineren Verlagen und unbekannteren Autor_inn_en. Die Empfehlungen befreundeter Blogger_innen spielen bei der Auswahl eine wesentliche Rolle. Auf das ganze kulturpessimistische Gejammer (oh, die endlose Wiederholungsschleife) über den Untergang der abendländischen Kultur durch elektronische Medien reagiere ich dagegen allergisch. Brr….

Wie machst du dein Blog und deine Beiträge bekannt?

Zunächst über Kommentare in anderen Blogs. Später wurde mein Blog bei litblogs.net aufgenommen. Außerdem verlinke ich meine Beiträge bei Twitter und bei Facebook.

Was sollte ein Blogger besser sein lassen?

Verrisse schreiben. Die meisten Blogger schreiben in der Freizeit. Da sollte man sich auf das konzentrieren, was sich lohnt. Wichtig finde ich auch, dass man „erkennbar“ ist, was nicht unbedingt heißen muss, den Klarnamen und die Adresse anzugeben. Aber da zum Bloggen der Kontakt mit anderen Menschen gehört, finde ich bewusste Täuschungen abstoßend und gemein. Sich eine „interessante“ Fake-Identität zuzulegen, bedeutet ja auch immer, den Menschen, die tatsächlich unter den hier bloß vorgetäuschten Bedingungen leben, das Wort zu entziehen. (Ein Beispiel hierfür ist der britische Blogger, der sich als lesbische Syrerin ausgab.) Ich selbst habe auch unangenehme Erfahrungen mit einem männlichen Blogger gemacht, der sich als junge Frau ausgibt und mir in dieser Rolle Mails über männliche Anmache geschrieben hat. Das habe ich als verletzend und übergriffig empfunden.

Welche Hürden muss ein Blogger nehmen?

Ich veröffentliche vieles zu schnell. Dann möchte ich manche Formulierung später wieder zurücknehmen oder ändern (Was ich auch ungeniert und ungekennzeichnet tue. Ich habe da keine Hemmungen). Die Schnelligkeit ist aber für mich auch wichtig. Wenn ich etwas zu lange „zurückhalte“, lasse ich es fallen: Ich vernachlässige es, ich vergesse es, ich beginne, es vor mir selbst niederzumachen. Mich schützt die tägliche Veröffentlichung somit vor der permanenten Vernichtung der eigenen Schreibprodukte, wie ich es früher dauernd getan habe: Alles in die Tonne geschmissen. Jetzt steht´s im Netz und verpflichtet mich, daran weiter zu arbeiten. Wenigsten manchmal.

Schwierig finde ich vor allem Beleidigungen unter Kommentatoren. Ich musste da einiges an Lehrgeld zahlen. Zum Beispiel lernen, dass es unsinnig ist, weiter mit Menschen zu kommunizieren, die nur kränken wollen. Ich glaube, dass ein Blogger genauso wie jemand im richtigen Leben auf Dauer seine Persönlichkeit nicht verstecken kann. Es kommt heraus, „wo jemand steht“ und welchen Habitus jemand hat. Ich kann besser mit inhaltlichen Differenzen umgehen als mit einem überheblichen, beleidigenden oder belehrenden Ton. Obwohl auch dabei natürlich irrationale Elemente hineinspielen: Jemandem, den man sympathisch findet, verzeiht man eher, als jemandem, der ohnehin nicht sehr anziehend wirkt. Das traurigste Erlebnis war die Kränkung einer Freundin durch einen befreundeten Blogger in einem Kommentarstrang. Sie fühlte sich von mir nicht hinreichend unterstützt und es kam zum Bruch. Das tut mir immer noch leid.

Dein schönstes Erlebnis als Blogger …

Menschen im „Real Life“ kennenzulernen, mit denen ich übers Bloggen bekannt wurde: z.B. Alban Nikolai HerbstPhyllis KiehlGuido Rohm, Iris, Antje Schrupp, Claudia Kilian, Hartmut Abendschein, Helmut Schulz, den Kommentator Dr. NO, der sich auf den litblogs.-net-Blogs häufig zu literarischen Themen äußert, und die Korrespondenz mit Bloggern wie Dietmar Hillebrandt, dem Bücherblogger, oder Markus Hediger in Brasilien, die ich beide auch sehr gerne einmal persönlich kennenlernen möchte.

Wie gehst du damit um, wenn dir Verlage, Agenturen oder Autoren Rezensionsexemplare anbieten?

Ich nehme das in der Regel nicht an, weil ich mich dann doch verpflichtet fühle, über das Buch zu schreiben. Da ich nur Empfehlungen schreiben möchte, könnte das ein Problem werden. Wenn ein Buch mich nicht überzeugt, will ich auch darüber schweigen können. Daher verzichte ich in der Regel auf Rezensionsexemplare.

Und wie würdest du damit umgehen, wenn dir Self Publisher ihre Titel zur Rezension anbieten?

Ich habe da keine Vorbehalte. Das ist auch schon vorgekommen. Es ist ähnlich wie oben. Ich kaufe lieber, weil ich mich dann in meiner Entscheidung freier fühle, ob ich darüber schreiben will.

Wie hältst du es mit dem eBook?

Siehe oben. Ich habe einen Kindle. Und ich bin begeistert. Kein Staub und keine Schlepperei.

Welche anderen Blogs empfiehlst du (max. 5). Und welcher bibliophile Blogger sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Alban Nikolai Herbst Die Dschungel. Anderswelt, Phyllis Kiehls Tainted Talents, Iris Blütenblätter, Andreas Louis Seyerlein und Hartmut Abendscheins taberna kritika. Der Hartmut Abendschein sollte in dieser Gesprächs-Reihe auf jeden Fall zu Wort kommen. Denn er ist der Herausgeber (zusammen mit Christiane Zintzen) von litblogs.net und steht damit im Zentrum des literarischen Bloggens in deutscher Sprache  🙂

Danke sehr, Melusine. Auch für deine wunderbaren Empfehlungen und den tollen Vorschlag, Hartmut Abendschein hier zum Gespräch zu bitten.

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Zuletzt stellte sich Mareike Fallwickl aka Bücherwurm Mariki mit  Bücherwurmloch vor. Ihre Wunsch-Interviewpartnerin war die Klappentexterin. Eine Übersicht, wer bereits alles Rede und Antwort stand und welche Blogs in den jeweiligen Gesprächen empfohlen wurden, findet sich hier