„Ich bin realistisch genug anzuerkennen, dass auch die Verlage zu kämpfen haben.“ SteglitzMind stellt Nicole Jünger vom Buchladen am Neuen Markt vor

Sind Buchhändler tatsächlich die Verlierer der Digitalisierung? Wie gehen sie mit den Schreckensszenarien um? Wo sehen sie Risiken, wo Chancen und welche Weichen stellen sie, um zukunftsfähig zu bleiben? Wie halten sie es mit dem E-Book und wären Titel von Self Publishern für sie eine Option? Diese u.a. Aspekte will die Gesprächsreihe “Steglitz stellt Buchhändlerinnen und Buchhändler vor” beleuchten, in der Interviewpartner in loser Folge standardisierte Fragen beantworten.

Welche Buchmenschen und Buchhandlungen wir zukünftig etwas näher kennenlernen, schlagen zum einen jene vor, die mir Rede und Antwort stehen. Darüber hinaus freue ich mich auf Empfehlungen von Euch, wer hier ebenfalls zu Wort kommen sollte. Und, bitte sehr, vermerkt Eure Vorschläge hier (nebst Link zur Buchhandlung); und nicht etwa auf diversen anderen Kanälen im Social Web. Danke sehr! Im Übrigen freue ich mich auch über Gastbeiträge: Was habt Ihr in Buchhandlungen erlebt? Woran denkt Ihr gerne zurück, was ist Euch aufgestoßen?

Nicole Jünger aka Kata Butterblume habe ich gebeten, hier mit zu tun. Sie hatte sich zum Beitrag von Susanne Martin von der Schiller Buchhandlung in Stuttgart/Vaihingen geäußert; unter anderem dahingehend: „Und wenn ich 5 Leuten wirklich helfen kann, ihre Bücher bekannt zu machen, weil sie mir eben auch persönlich gefallen, dann sind immer noch 25 Autoren unzufrieden und schimpfen über die bösen Buchhändler.

Nun freue ich mich, dass wir heute mehr über Nicole und den Buchladen am Neuen Markt erfahren, der in Meckenheim, unweit von Bonn ansässig ist.

Eine Skizze vom Laden …

Den „Buchladen am Neuen Markt“ in Meckenheim (in der Nähe von Bonn) gibt es seit genau zwei Jahren. Ich habe den Laden zusammen mit zwei Kolleginnen eröffnet, nachdem unser alter Arbeitgeber (auch am Ort) sein Geschäft geschlossen hat. Um der Arbeitslosigkeit zu entgehen und um weiter „was mit Büchern zu machen“. Unser Laden ist mit seinen 42 Quadratmetern allerdings etwas bescheidener. Die Schwerpunkte des Sortiments sind Belletristik und Kinderbuch, daneben haben wir noch eine kleine aber feine Sparte Geschichte, Politik und Biographien.

Warum bist du Buchhändlerin geworden?

Eine Notlösung auf dem zweiten Bildungsweg, die ich nie bereut habe. Ich habe die Ausbildung erst mit 26 gemacht, hatte das Glück, einen grandiosen Ausbildungsbetrieb zu haben (Borromäusverein in Bonn) und dort zum ersten Mal die Erfahrung, jeden Tag gern zur Arbeit zu gehen. Ich habe Bücher immer schon geliebt, aber ich habe tatsächlich erst mit 26 zufällig mitbekommen, dass es den Beruf der Buchhändlerin überhaupt gibt.

Würdest du dich unter heutigen Bedingungen abermals für diesen Beruf entscheiden?

Nicole Jünger © privat

Nicole Jünger © privat

Schwierige Frage. Es kommt für mich drauf an, wo man letztlich hin will. Für eine Karriere, Filialleiterin, Geschäftsführerin oder eben Inhaberin, klares Ja. Für ein paar Stunden neben den Kindern und der Familie, auch auf jeden Fall. Aber als einfaches Buchhändlerlein vor sich hinzuarbeiten und versuchen, sich noch eine Rente aufzubauen – wahrscheinlich nicht. Ich habe – typisch Spätzünder – mit 33 noch schnell neben der Arbeit einen Bachelor in Germanistik gemacht und meine Perspektiven erweitert und wenn die kleine Du-hast-einen-Berufswunsch-frei-Fee kommen würde, wäre ich wohl Redakteurin beim Deutschlandfunk.

Was hat sich in den vergangenen Jahren in deinem beruflichen Alltag verändert?

Der Informationsvorsprung des Buchhändlers – seine wichtige Währung – ist massiv geschrumpft. Kunden wissen über Dinge, die sie interessieren oft genauso gut, wenn nicht noch besser Bescheid, als das Fachpersonal.

Allerdings hat sich unsere Arbeit gerade durch das Internet deutlich vereinfacht. Wenn die Angaben auch nur einigermaßen stimmen, finde ich durch Google jedes Buch, die Datenbanken sind komfortabel und wenn – wie grade erst passiert – die Telekom Schwierigkeiten macht, dann kann ich auch bequem von daheim aus recherchieren und meine Bestellungen aufgeben.

Die Devise heißt ja: Buchhandel go online! Was unternehmt Ihr in dieser Richtung?

Seit letztem Sommer ist unsere Internetpräsenz online, ein Shop, den wir über unseren Partner KNV betreiben und der auch zunehmend für Bestellungen genutzt wird. Großes Interesse habe ich an der VLB-Einbindung, die KNV für den Herbst angekündigt hat. Außerdem hat der Laden eine Facebook-Seite, ein Instrument, dass ich sehr schätze, da es mir schnelleren und direkteren Kontakt mit den Nutzern ermöglicht als es die doch etwas statische Website kann.

Das Sterben der Buchläden ist allgegenwärtig. Wo verortest du für Eure Buchhandlung die größten Gefahren?

Ich hätte wohl jetzt spontan mit dem „großen bösen A“ geantwortet, aber mich hat die Antwort von Martina Bergmann sehr beeindruckt – und ich finde sie hat Recht: durch die besondere Struktur der kleinen Geschäfte und die Nähe zum Kunden gibt es jede Menge Möglichkeiten und Chancen, in seiner jeweiligen Nische zu bestehen.

Wie haltet Ihr es mit dem E-Book?

der Lieblingsplatz im Buchladen © Nicole Jünger

der Lieblingsplatz im Buchladen © Nicole Jünger

Ich sage meinen Kunden ehrlich, was ich von E-Books halte: äußerst praktisch für unterwegs (statt sieben Büchern in der Tasche), sehr hilfreich, wenn die Printausgaben nicht verfügbar sind und eben nicht so schön im Bett, in der Badewanne und beim Spaghetti-Essen.

Ich habe selbst nur ein iPad, das eben groß und schwer ist, auf dem ich aber auch gern Filme sehe und surfe.

Meinen Kunden besorge ich gern Infomaterial (schön finde ich auch die neue Broschüre des Börsenvereins) und in unserem Webshop können auch E-Books heruntergeladen werden. Reader verkaufe ich nicht.

Wäre das eine Option für Euch, auch Titel von Self Publishern anzubieten?

Ja, auf jeden Fall, aber es muss auch jedem klar sein, dass ich nicht die Macht habe, 30 unbekannte Bücher pro Jahr zu Bestsellern zu machen. Natürlich kommt es darauf an, ob mir oder einer Kollegin der Titel gefällt – oder ob der Autor es selber schafft, Interesse zu erwecken (Presse etc.). Und gerade im Sachbuch, bei Themen, bei denen ich selbst kein Fachwissen habe, ist der Name eines Verlages auch eine Qualitätsgarantie, auf die ich nicht gerne verzichte.

Wie verkauft man heutzutage Bücher?

Hier schlägt die Stunde der kleinen Läden vor Ort: wir können alles, was die Großen auch können, aber wir sind auch eben mitten im Leben der Stadt. Ein Stammkunde hat sein Geld vergessen? Zahlt er eben beim nächsten Mal. Jemand braucht den Busfahrplan von Bonn? Bringe ich beim nächsten Mal aus der Stadt mit. Ein gemütliches Plätzchen für ein Schwätzchen und einen Kaffee gibt es sowieso oder auch heißgeliebte Vorlesestunden an meinem alten Gymnasium.

Und dann bleibt das Wichtigste: lesen, lesen, lesen. Bücher, Internet, Zeitung, Radio (hören). Bescheid wissen, Titel kennen, Neuigkeiten wissen, offen für alles sein. Und dazu Spaß und Liebe, zu den Menschen, den Büchern, zur Welt. Das springt über.

Wenn du drei Wünsche frei hättest, die Verlage erfüllen… Welche wären das?

Ich habe einige sehr gute Kontakte zu „meinen“ Verlagen und fühle mich gut aufgehoben. Natürlich wünsche ich mir auch, dass es den Direktvertrieb an Endkunden nicht gäbe, aber ich bin realistisch genug anzuerkennen, dass auch die Verlage zu kämpfen haben.

Und was würdest du dir vom Börsenverein für den deutschen Buchhandel wünschen?

Buchladen am Neuen Markt © Nicole Jünger

Buchladen am Neuen Markt © Nicole Jünger

Naturgemäß wünsche auch ich mir eine Stärkung der Interessen der kleineren Mitglieder – da wo uns das Geld, der Einfluss, die Reichweite fehlt.

Was treibt dich in der literarischen Szene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Eindeutig Vorfreude auf den kommenden Bücherherbst und –winter. Aus der Neuerscheinungsflut die Perlen fischen und auch Älteres neu entdecken. Und das unglaublich gute Gefühl, dass bei allen äußeren Veränderungen das Wesentliche, die Literatur immer bleiben wird.

Warum sollten Kunden in eine Buchhandlung gehen?

Weil es lebendig ist, gute Laune machend, entspannend und anregend, menschlich und persönlich. Und weil es Bücher gibt. Bücher! Himmel!

Welche anderen Buchhandlungen empfiehlst du? Und wer sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Interessieren würde mich die Buchhandlung Mascha Kascha in Hannover.

Danke sehr, schön, dass auch Du dabei bist!

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Fünf Fragen vom Börsenblatt für den deutschen Buchhandel zur Gesprächsreihe mit Buchhändler/innen beantworte ich hier

Zu Wort gekommen sind bislang:

Susanne Martin von der Schiller Buchhandlung in Stuttgart/Vaihingen

Edda Braun mit ihrer Buchhandlung am Turm in Ochsenfurt

Samy Wiltschek von der Kulturbuchhandlung Jastram in Ulm

Margarete Haimberger mit ihrer Schröersche Buchhandlung in Berlin/Schöneberg

Sonja Lehmann vom Bücherwurm Borken im Nordhessischen

Martina Bergmann mit der Buchhandlung Frau Bergmann in Borgholzhausen

Thomas Calliebe mit seiner Buchhandlung Calliebe in Groß-Gerau

Mila Becker mit Mila Becker Buch & Präsent in Voerde

Trix Niederhauser aus der Schweiz von der Buchhandlung am Kronenplatz in Burgdorf/Emmental

Simone Dalbert von der der Buchhandlung Schöningh in Würzburg

Klaus Kowalke von der Stadtteilbuchhandlung Lessing und Kompanie Literatur e. V. in Chemnitz

Beate Laufer-Johannes von der der BücherInsel in Frauenaurach bei Erlangen

Petra Hartlieb von der Wiener Buchhandlung Hartliebs Bücher

„Der Schmäh muss laufen.“ SteglitzMind stellt Petra Hartlieb von der Buchhandlung „Hartliebs Bücher“ vor

Sind Buchhändler tatsächlich die Verlierer der Digitalisierung? Wie gehen sie mit den Schreckensszenarien um? Wo sehen sie Risiken, wo Chancen und welche Weichen stellen sie, um zukunftsfähig zu bleiben? Wie halten sie es mit dem E-Book und wären Titel von Self Publishern für sie eine Option? Diese u.a. Aspekte will die Gesprächsreihe “Steglitz stellt Buchhändlerinnen und Buchhändler vor” beleuchten, in der Interviewpartner in loser Folge standardisierte Fragen beantworten.

Welche Buchmenschen und Buchhandlungen wir zukünftig etwas näher kennenlernen, schlagen zum einen jene vor, die mir Rede und Antwort stehen. Darüber hinaus freue ich mich auf Empfehlungen von Euch, wer hier ebenfalls zu Wort kommen sollte. Und, bitte sehr, vermerkt Eure Vorschläge hier (nebst Link zur Buchhandlung); und nicht etwa auf diversen anderen Kanälen im Social Web. Danke sehr! Im Übrigen freue ich mich auch über Gastbeiträge: Was habt Ihr in Buchhandlungen erlebt? Woran denkt Ihr gerne zurück, was ist Euch aufgestoßen?

Das wir heute etwas mehr von Petra Hartlieb und der Wiener Buchhandlung Hartliebs Bücher erfahren, hatte die rührige Frauke Ehlers vorgeschlagen, die – wo immer es geht– die Trommeln für die BücherFrauen schlägt.

Eine Skizze vom Laden…

© Hartliebs Bücher

© Hartliebs Bücher

Hartliebs Bücher befindet sich im 18. Wiener Gemeindebezirk, das ist ein Stadtteil etwas außerhalb. Also fernab der innerstädtischen Konkurrenz. Aber es gibt auch kein Einkaufszentrum in der Nähe. Die Buchhandlung hat ca. 60 m², wobei es bei der Übernahme lediglich 40 m² waren, durch einen An- und Umbau haben wir 20 m² dazu gewonnen. Übernahme der Buchhandlung 2004, inzwischen insgesamt 7 Angestellte, immer einen Auszubildenden. Schwerpunkt: Literatur und Kinderbuch, wobei es bei uns eigentlich keine Schwellenangst gibt. Nichts Elitäres. Wir sind eine echte Stadtteilbuchhandlung und werden auch so genützt.

Im September eröffnen wir eine zweite Filiale im Nachbarbezirk. Sie wird 120 m² haben, eine Hälfte mit allgemeinem Sortiment, andere Hälfte fremdsprachig, Schwerpunkt Französisch und Italienisch.

Warum bist du Buchhändlerin geworden?

Ich bin seit 25 Jahren in allen Seiten der Branche tätig (Verlagspressefrau, Literaturkritikerin), mein Mann ist gelernter Buchhändler, der lange im Verlag gearbeitet hat. Wir haben uns einen – etwas romantischen – Lebenstraum verwirklicht.

Würdest du dich unter heutigen Bedingungen abermals für diesen Beruf entscheiden?

Ich glaube schon. Ja, sicher. Schließlich habe ich gerade eine Filiale gekauft.

Was hat sich in den vergangenen Jahren in deinem beruflichen Alltag verändert?

Es reicht nicht mehr, einfach nur gute Buchhändlerin zu sein. Man muss viel mehr sein. Medientauglich, gut vernetzt, am besten ein bisschen prominent. Das Feeling muss gut sein in der Buchhandlung, auf wienerisch heißt das, der Schmäh muss laufen. Die gute Beratung setzen die KundInnen inzwischen voraus im stationären Buchhandel, deswegen kommen sie überhaupt zu uns. Gut ist, wenn es dazu noch einen Mehrwert gibt.

Die Devise heißt ja: Buchhandel go online! Was unternehmt Ihr in dieser Richtung?

Unsere sehr individuelle, sehr verspielte Internetseite wurde um einen Webshop erweitert, der rasches Bestellen ermöglicht. Und: Wir diskutieren mit allen, die es hören wollen oder auch nicht, dass wir es okay finden, im Netz zu bestellen, aber dann bitte im stationären Buchhandel. Und ich bin sehr aktiv auf Facebook. Sowohl mit einem eigenen Profil wie mit Hartliebs Bücher.

Das Sterben der Buchläden ist allgegenwärtig. Wo verorten Ihr für Eure Buchhandlung die größten Gefahren?

Fallen des Ladenpreises. Noch größere Zuwächse für das E-Book.

Wie haltet es Ihr mit dem E-Book?

Bieten wir ab Sommer auf unsere Homepage an.

Wäre das eine Option für Euch, auch Titel von Self Publishern anzubieten?

Ich glaube nicht.

Wie verkauft man heutzutage Bücher?

Siehe Frage 4. Und natürlich lesen, lesen, lesen und authentisch sein.

Wenn du drei Wünsche frei hättest, die Verlage erfüllen sollten… Welche wären das?

Mehr Unterstützung für Veranstaltungen.

Weniger Bücher produzieren.

Weniger ungefragt Deko schicken, dafür hin- und wieder gezielte Aktionen, die vielleicht auch mal Geld kosten.

Ansonsten empfinde ich den Großteil der Verlage als sehr faire Partner.

Und was würdest du dir vom Hauptverband des österreichischen Buchhandels wünschen?

Weniger Vereinsmeierer, weniger Männerbünde, schnelleres Reagieren auf aktuelle Themen (Amazon)

Was treibt dich in der literarischen Szene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

Es ist schön, immer noch neues zu entdecken. Sei es ungewöhnliche Bücher in den großen Verlagen oder aber auch neue kleine Verlage, die es oft sehr schwer haben, ihren Weg nach Österreich zu finden – ohne Auslieferung, ohne Vertreter. Da freu ich mich dann, wenn ich was Tolles entdecke.

Und die große Sympathie, die mir von den vielen KollegInnen im Sortiment als Autorin entgegenschlägt. Viele verkaufen meine Bücher, legen sie prominent auf, laden mich und meinen Co-Autor zu Lesungen ein.

Warum sollten Kunden in eine Buchhandlung gehen?

Weil eine Buchhandlung für Leute, die Bücher lieben, ein wunderbarer Ort ist. Aber das wissen sie eh. Und weil Buchhandlungen wie unsere zur Infrastruktur eines Viertels einen wichtigen Beitrag leisten. Bei uns werden Schlüssel hinterlegt, die besten Hortplätze erfragt, Kinder, die sich verlaufen haben, kommen zum Telefonieren usw.

Welche anderen Buchhandlungen empfiehlst du? Und wer sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Anna Jeller von der Wiener Anna Jeller Buchhandlung und ebenfalls in Wien die Buchhandlung a.punkt von Brigitte Salander

Danke sehr, Petra. Und ein Hinweis auf deine eigenen Bücher sollte hier wohl auch nicht fehlen.

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Fünf Fragen vom Börsenblatt für den deutschen Buchhandel zur Gesprächsreihe mit Buchhändler/innen beantworte ich hier

Zu Wort gekommen sind bislang:

Susanne Martin von der Schiller Buchhandlung in Stuttgart/Vaihingen

Edda Braun mit ihrer Buchhandlung am Turm in Ochsenfurt

Samy Wiltschek von der Kulturbuchhandlung Jastram in Ulm

Margarete Haimberger mit ihrer Schröersche Buchhandlung in Berlin/Schöneberg

Sonja Lehmann vom Bücherwurm Borken im Nordhessischen

Martina Bergmann mit der Buchhandlung Frau Bergmann in Borgholzhausen

Thomas Calliebe mit seiner Buchhandlung Calliebe in Groß-Gerau

Mila Becker mit Mila Becker Buch & Präsent in Voerde

Trix Niederhauser aus der Schweiz von der Buchhandlung am Kronenplatz in Burgdorf/Emmental

Simone Dalbert von der der Buchhandlung Schöningh in Würzburg

Klaus Kowalke von der Stadtteilbuchhandlung Lessing und Kompanie Literatur e. V. in Chemnitz

Beate Laufer-Johannes von der der BücherInsel in Frauenaurach bei Erlangen

Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben nannte man so etwas früher. – Ein Gastbeitrag von Gregor Keuschnig

Im Rahmen der losen Gesprächsreihe “Steglitz stellt Buchhändlerinnen und Buchhändler vor” hatte ich vorgeschlagen, dass Ihr Gastbeiträge beisteuern könntet. Schilderungen aus dem Buchhändleralltag oder, was auch immer… Erfahrungsberichte zum Beispiel: Was habt Ihr in Buchhandlungen erlebt? Woran denkt Ihr gerne zurück, was ist Euch aufgestoßen? Nach der Polemik von Stefan Möller aka @Hedoniker „Lieber stationärer Buchhandel, wir müssen reden!“, die reichlich Wind machte, der Replik darauf von Lorenz Borsche und dem Brief des sterbenden Bildungsbürgers vom Krankenbett herab, dass kein Ausweg sei aus der Feder des Herrn Sandhofer, steuert heute Gregor Keuschnig einen Beitrag bei. Ich sage dem Verfasser danke und verhehle meine Freude nicht, dass die Gastbeiträge auf SteglitzMind vielfach und allerorts diskutiert werden. – So soll es sein.

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Wo ist der Mehrwert? Ein Gastbeitrag von Gregor Keuschnig

Da sage noch einmal einer, Fernsehen bewege heute nichts mehr. Die Amazon-Dokumentation Anfang des Jahres rückte die Unterbringungs- und Arbeitsbedingungen (nicht unbedingt die gezahlten Löhne) der saisonal bei Amazon beschäftigten in den Fokus. Plötzlich hatten die Medien nicht nur einen Buhmann entdeckt, sondern auch den Buchhandel. Derzeit ist es trendy, Amazon zu prügeln. Journalisten arbeiten sich mit Büchern an der „Datenkrake“ ab – die man dann wie selbstverständlich bei Amazon kaufen kann. In der FAZ beschwerte sich eine Studentin, die bei Amazon Aushilfsarbeiten verrichtet hatte, das ihr das Essen in der Kantine nicht geschmeckt habe.

Längst wird der alltägliche Einkauf von Gütern zu einer moralischen Aktion aufgeblasen. Alle kaufen nur noch „Bio“ (ohne genau zu definieren, was es bedeutet) und wollen „faire“ Preise bezahlen. Somit wird die Illusion erzeugt, aufgrund des Preises ein besserer Mensch werden zu können. Was bei Billigkleidung vielleicht noch funktioniert (wenn auch nur als Camouflage, denn auch teure Handelsmarken lassen in Bangladesh, Indien oder China produzieren), scheint bei Büchern nicht möglich. Es gibt hier streng genommen keinen Preiswettbewerb. Es herrscht Buchpreisbindung. Der Markt sortiert sich aufgrund dessen, was man Kundendienst nennt.

Der Lobbyverband der Buchhändler hat seine neue Chance entdeckt. Der Leser soll, damit er (sie) sich besser fühlt, im „stationären Buchhandel“ einkaufen. (Alleine das Wort klingt schon, als sei da jemand in ein Krankenhaus eingeliefert worden und benötige dringend Hilfe.) Oft genug wird das dann ein Laden jener Buchhandelsketten sein, die, was dezent verschwiegen wird, mit dem Knechten der Verleger angefangen und die Büchertische in den letzten Jahren mit leicht gängiger, kommerzieller Scheißhausliteratur vollgestopft haben. Die rüden Methoden mit denen vor einigen Jahren die Verlage gepiesackt wurden, sind jedoch scheinbar vergessen (aber nicht unbedingt abgestellt). Damals wurde auch der Konzentrationsprozess noch wortreich beklagt und schon 2007 das Totenlied für die kleinen Buchhandlungen, die der Markt- und Übermacht der Thalias, Hugendubels und wie auch immer nicht gewachsen seien, angestimmt.

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Es ist also noch gar nicht so lange her, dass diese vermeintlichen Heuschrecken des Buchhandels, die sich nun über Amazon beklagen, selber in der Kritik standen. Jetzt werben sie mit ihrem individuellen System der Kundenberatung. Dabei braucht man sich nur ihre Webseiten anzusehen, um den Wind zu erahnen, der dort weht. Wenn diese Leute ihre Buchempfehlungen tatsächlich ernst meinen, möchte ich von ihnen nicht einmal ignoriert werden. Der Begriff der Rezension, bei Amazon von allzu vielen Teilnehmern pervertiert, fristet hier auch nur noch ein erbärmliches Dasein: Es gibt fünf oder sechs Zeilen. Der potentielle Leser will ja angeblich nicht überfordert werden. (Und da habe ich schon Ambitionierteres auf Amazon gelesen.)

Aber wenn es gegen Amazon geht, werden neue Allianzen geschmiedet. Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben nannte man so etwas früher. Und das jetzt ausgerechnet diese Konzerne ein E-Book-Lesegerät mit entsprechender moralischer Aufladung gegen den „Moloch“ Amazon anbieten, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.  Es könnte im Übrigen ein ökonomisches Desaster werden. Ich denke an den sogenannten „Formatkrieg“ der Videorekordersysteme der 1970er/80er-Jahre und die Hybris von Grundig und Philips, den weltweit agierenden Platzhirschen mit einem eigenen Format die Stirn bieten zu wollen. (Das Ergebnis ist bekannt.)

Die Wortmeldungen hier auf SteglitzMind zeigen, dass es noch eine gute Buchhandlungsdichte unabhängiger Läden gibt – mindestens in den Städten oder Speckgürteln. Aber auch hier ist das Mitschwimmen im Strom nötig. Und man mache sich nichts vor: Literatur, die nicht bereits auf Seite 8 irgendwie „authentisch“ oder „spannend“ daherkommt, wird inzwischen sowohl von großen Teilen der Kritik als auch vom Publikum als „elitär“ angesehen und mit spitzen Fingern ins Regal zurückgestellt. Das hat auch damit zu tun, dass der Literaturbegriff längst auf Elke-Heidenreich-Niveau heruntergekommen ist. Ihr debiler „Lesen!“-Missionarismus, der „süffige“ und „gut zu lesende“ Bücher abfordert wird mehr oder weniger bereitwillig von der Branche nachgeplappert. Als sei der bloße Lesekonsum schon per se richtig. Hinzu kommt auch noch, dass der Egalitarismuswahn Einzug gehalten hat. Das lustig-freche Bekenntnis man brauche keinen Verlag mehr und publiziere jetzt auf eigenen Wegen, zeigt in diese Richtung. Dass man damit eine Seifenkiste mit einem Mittelklasse-PKW vergleicht, stört kaum noch jemand.

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Ich kenne sehr kleine Verlage, die mit viel Enthusiasmus einige Bücher herausgebracht haben und nun abseits von den Buchhandelsketten versuchen, diese in ausgewählten, freien Buchhandlungen zu vermarkten. Unnötig zu sagen, wie schwierig das ist, denn in den gängigen Multiplikatoren werden solche Titel kaum behandelt. Der Buchhändler müsste also den Kunden darauf aufmerksam machen. Das wiederum bedingt, dass er es gelesen haben muss. Dafür würde aber Zeit benötigt, die dann für ein Buch aus dem Hanser- oder Suhrkamp-Paket fehlt. Dabei ist nicht einmal schlimm, dass der Händler diese Bücher nicht möchte. Man kann das ja vielleicht noch verstehen. Aber er kann noch nicht einmal auf sie hinweisen – weil er von ihrer Existenz gar nichts weiß. Der Amazon-Algorithmus kennt aber kein „Nicht-Kennen“. Natürlich ist er auch nach kommerziellen Kriterien programmiert. Aber die Möglichkeit, dass man auf Bücher kleinerer Verlage, die ein auch noch so williger und interessierter Buchhändler gar nicht alle kennen kann, aufmerksam wird, ist dort eben gegeben. Ich kenne durchaus Kleinverleger, die diesen Algorithmus begrüßen und hierüber – trotz unverschämter Rabattierungen – ihr Geschäft ausgedehnt haben. Derzeit ist es aber mehr en vogue ins gegenteilige Horn zu blasen, sich wortreich und kurzzeitig publikumswirksam am Ende jedoch folgenlos von Amazon zu verabschieden.

Da gibt es ja noch die persönliche Beratung. Das ist gut und schön. Ich erinnere mich noch an die frühen 1990er Jahre, die Buchhandlung Boltze in Mönchengladbach, auf der Hindenburgstraße. Holzregale; ein dezenter Tisch mit Neuerscheinungen. Samstags gegen 11 Uhr traf die Chefin ein; eine schon etwas ältere Dame, mit Stil und Hochfrisur. Die Angestellten wussten schnell, welche Bücher ich mochte und eventuell mögen konnte. Dennoch nahm ich das Angebot einer Beratung fast nie an. „Ich schaue nur“, war mein Standardsatz (und ist es geblieben), weil es mir immer noch peinlich ist, den Enthusiasmus eines Lesers, der auch zufällig Buchhändler ist, abzulehnen (Nicht-Kauf) oder ihm aus Mitleid nachzugeben (Kauf).

Ja, das waren noch Zeiten. Wo man in Ruhe stöbern konnte, ohne von Plakaten des neuesten Bestsellerdrecks belästigt zu werden. Auch heute noch gibt es solche Refugien und unter den Buchhändlern tatsächliche Leser. Das ist sehr schön. Aber wer kann schon bei der Fülle der Neuerscheinungen (wobei Quantität mit Qualität nicht zu verwechseln ist) auch nur annähernd einen Überblick behalten? Wer kann mir etwas zu aktuellen literaturwissenschaftlichen Büchern zu einem bestimmten Thema sagen? In den Computer schauen kann ich selber. Wer dann der Branche was Gutes tun will, benutzt die häufig genug angebotenen Leseproben und kann dann in der Buchhandlung seines Vertrauens das Buch bestellen.

Wer um 1960 herum geboren ist, hat das Sterben der Tante-Emma-Läden miterlebt. Mit großem Pompöse drangen große, sogenannte Supermärkte in die Städte (und später noch größere außerhalb von ihnen) ein. Sie waren sogar billiger – anfangs. Kaufvorgänge wurden rationalisiert, einzelne Handgriffe muss nun der Kunde selber vornehmen. Das Schwätzchen im Laden, das persönliche Momentum, blieb auf der Strecke. Und längst gibt es Projekte, dass man den Bezahlvorgang demnächst ohne Personal abwickeln soll. Insgeheim passt diese zunehmende Anonymisierung durchaus in die Zeit: Lebensmittel werden heute in Eile angeschafft, lieblos in den Wagen geworfen. Man stellt sich in einer Schlange an. Und wenn dann eine ältere Dame mit dem Kassierer ein bisschen länger spricht, scharren die Kunden mit ihren Wägelchen und brüllen ihr „Ich komme später“ in das Mobiltelefon.  Eine solche Strukturveränderung wie weiland der Lebensmittelhandel macht die Buchbranche seit Jahren durch – und zwar schon deutlich vor Amazon. Dessen steriles Konzept ist aber sowohl für den gelegentlichen Buchkäufer als auch für den Feuilletonleser offensichtlich attraktiver. Die Frage, die man sich viel zu wenig stellt, lautet: Warum eigentlich?

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Wenn die Beratung, wie man überall lesen kann, derart wichtig und gut ist – warum wird sie dann immer weniger in Anspruch genommen? Der Hauptgrund: Der potentielle Leser ist heute deutlich informierter als noch vor vielen Jahren. Er (Sie) hat längst einiges über das Buch gelesen oder gehört. Das ist zunächst etwas Gutes. Der Buchhandel muss darauf eingehen. Wer jemand mit einem festen Buchwunsch in den Laden kommt, könnte/müsste auf andere Bücher hingewiesen werden können. Und zwar kompetent und jenseits gängiger Beststeller-Listen. Und warum nicht Veranstaltungen mit Leseproben verschiedenster Neuerscheinungen anbieten und dabei auf Rezensionen eingehen? Und bitte auch „umstrittene“ Sachen aufnehmen und nicht immer diesen Rosarot-Infantilismus, der bei den „Buchenthusiasten“ wie eine ansteckende Krankheit zu grassieren scheint, wenn man sich entsprechende Foren ansieht. Warum nicht Leserzirkel einrichten, die zu bestimmten Zeiten öffentlich über Leseerfahrungen reden? (Das funktioniert online schlecht, aber vielleicht „im richtigen Leben“.) Raffiniert konstruierte Webseiten könnten diese Maßnahmen unterstützen und das „Ein-Click“-Kaufen schlichtweg kopieren. Es ist erwiesen, dass virtuelle Käufe schneller getätigt werden, als mit Büchern über zwei Stockwerke zur Kasse zu gehen.

Der Buchhandel muss dem Kunden einen Mehrwert bieten. Das macht man nicht, in dem man überall die gleichen Bücher auslegt, nur damit der übliche Pawlowsche Reflex des Lesefutterknechts befriedigt wird, der seine zwei Bücher pro Jahr kauft, weil ihm diese von den üblichen Verdächtigen in Funk und Fernsehen wie das sprichwörtliche Sauerbier angepriesen worden sind. Das macht man auch nicht, in dem man Bücher wie sakrale Gegenstände überhöht. Das Gegenteil müsste passieren: Nicht das Bücherlesen ist exotisch, sondern das Nichtlesen. Ich kenne Leute – und nicht nur aus sogenannten „bildungsfernen“ Schichten – die sich damit rühmen, nicht zu lesen. Lesen gilt auch als elitär, weil es von denen, die davon leben, elitär gemacht wurde.

Um nicht in falschen Verdacht zu geraten, setzt man für Nichtleser immer häufiger einen „Disclaimer“: Nein, das ist kein Plädoyer für Amazon. Oder gar gegen den Buchhandel. Die Welt ist komplizierter als „Amazon  = böse“ und „Buchhandel = gut“. Gut gemeinte Ratschläge, sich mehrmals zum Buchhändler zu begeben, um seine Bücher dann irgendwann einmal in Händen zu halten, sind von der bräsigen Arroganz des Ignoranten. Leute, die derart argumentieren, werden hinweggefegt werden von der Realität. Und das ist vermutlich auch gut so.

© Gregor Keuschnig

Wie verkauft man heutzutage Bücher? – Gespräche mit Buchhändler/innen

Das Verschwinden der Buchläden ist allgegenwärtig. Längst ist nicht nur die Buchhandlung im Kiez von den Folgen der Digitalisierung betroffen, auch Großbuchhandlungen und Ketten schließen Filialen oder reduzieren ihre Verkaufsflächen. Manch einer behauptet sogar, dass der Buchmarkt, wie wir ihn heute kennen, in wenigen Jahren gar nicht mehr existieren wird. So prognostizierte Tom Hillebrand in seinen Thesen zum Thema E-Book im Mai vergangenen Jahres, dass es in 20 Jahren praktisch keine Buchhandlung mehr geben wird.

Andererseits entsteht vieles neu. „Jährlich verliert der Börsenverein zwar 80 bis 100 Sortiments-Mitglieder, wovon rund die Hälfte auf Geschäftsschließungen zurückzuführen ist. Dem stehen aber nicht bezifferbare Neugründungen gegenüber, die nicht alle gleich als erste Amtshandlung dem Börsenverein beitreten“, so Branchen-Kenner Boris Langendorf von Langendorfs Dienst, den ich um genauere Auskünfte zum Sterben der Buchhandlungen gebeten hatte.

Sind Buchhändler tatsächlich die Verlierer der Digitalisierung? Wie gehen sie mit den Schreckensszenarien um? Wo sehen sie Risiken, wo Chancen und welche Weichen stellen sie, um zukunftsfähig zu bleiben? Wie halten sie es mit dem E-Book und wären Titel von Self Publishern für sie eine Option? Diese u.a. Aspekte will die Gesprächsreihe „Steglitz stellt Buchhändlerinnen und Buchhändler vor“ beleuchten, in der Interviewpartner in loser Folge standardisierte Fragen beantworten. – Welche Buchmenschen und Buchhandlungen wir zukünftig etwas näher kennenlernen, schlagen zum einen jene vor, die mir Rede und Antwort standen. Darüber hinaus freue ich mich auf Empfehlungen von Euch, wer in der losen Interviewreihe ebenfalls zu Wort kommen sollte.

Zu Wort gekommen sind bislang:

Susanne Martin von der Schiller Buchhandlung in Stuttgart/Vaihingen

Edda Braun mit ihrer Buchhandlung am Turm in Ochsenfurt

Samy Wiltschek von der Kulturbuchhandlung Jastram in Ulm

Margarete Haimberger mit ihrer Schröersche Buchhandlung in Berlin/Schöneberg

Sonja Lehmann vom Bücherwurm Borken im Nordhessischen

Martina Bergmann mit der Buchhandlung Frau Bergmann in Borgholzhausen

Thomas Calliebe mit seiner Buchhandlung Calliebe in Groß-Gerau

Mila Becker mit Mila Becker Buch & Präsent in Voerde

Trix Niederhauser aus der Schweiz von der Buchhandlung am Kronenplatz in Burgdorf/Emmental

Simone Dalbert von der der Buchhandlung Schöningh in Würzburg

Klaus Kowalke von der Stadtteilbuchhandlung Lessing und Kompanie Literatur e. V. in Chemnitz

Beate Laufer-Johannes von der der BücherInsel in Frauenaurach bei Erlangen

Petra Hartlieb von der Wiener Buchhandlung Hartliebs Bücher

Nicole Jünger aka Kata Butterblume vom Buchladen am Neuen Markt in Meckenheim

Jörg Braunsdorf von der Berliner Tucholsky-Buchhandlung

Stefanie Diez und ihre Buchhandlung Die Insel im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg

Britta Beecken von der Berliner Buchkantine

Heike Wenige mit dem Taschenbuchladen, der im sächsischen Freiberg ansässig ist

Christian Röhrl von der Buchhandlung Bücherwurm in Regensburg

Susanne Dagen vom Buchhaus Loschwitz in Dresden

Jessica Ebert und Katja Weber von der Berliner Buchhandlung ebertundweber

Anna Jeller mit ihrer Buchhandlung Anna Jeller in Wien

Holger Brandstädt von der Friedrich-Wagner-Buchhandlung, die in Ueckermünde ansässig ist

Bettina Haenitsch mit der Buchhandlung der buchladen in Seligenstadt

Gustav Förster mit der Wein-Lese-Handlung Förster, die in Ganderkesee zwischen Oldenburg und Bremen zu finden ist

John Cohen von der Hamburger Buchhandlung cohen + dobernigg

Beate und Mischa Klemm mit der Buchhandlung lesen und lesen lassen, die ihren Sitz in Berlin/Friedrichhain hat

Maria Glusgold-Drews mit ihrem Buchladen MaschaKascha – Schöne Bücher in Hannover

Hannah Wiesehöfer und Nina Wehner mit ihrer Buchhandlung Die Buchkönigin, die in Berlin-Neukölln zu finden ist

Annaluise Erler von der Buchhandlung Findus ans Herz gelegt, die in sächsischen Tharandt ansässig ist

Gaby Kellner mit Barbaras Bücherstube in Moosburg

Thomas Bleitner von der Hamburger Buchhandlung Lüders

Lia Wolf von der Wiener Buchhandlung Lia Wolf

Das Team von der Buchhandlung Pro qm in Berlin/Mitte

Ingo Herrmann und Heike Röminger von der Buchhandlung Moby Dick in Berlin/Prenzlauerberg

Rosemarie Reif-Ruppert von der Gostenhofer Buchhandlung, die in Nürnberg ansässig ist

Torsten Meinicke vom Hamburger Buchladen Osterstraße

Brigitte Gode mit der Gollenstein Buchhandlung in Blieskastel

Daniela Binder von der Buchhandlung Obergass Bücher in Winterthur (Schweiz)

David Armengou von Echo Bücher im Berliner Wedding

Sabine und Ute Gartmann, die in Osterholz-Scharmbek die schatulle betreiben

Barbara Roth von der Offenburger Buchhandlung Roth

Lutz Heimhalt von der gleichnamigen Buchhandlung in Hamburg

Clemens Bellut vom Heidelberger Buchladen artes liberales

Matthias Mehner von der Berliner Buchhandlung Buchfinger

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Warum sollten Kunden in eine Buchhandlung gehen? © GvP

Mit meinem Versuch, das Augenmerk auf unabhängige Buchhandlungen zu lenken, stehe ich im Netz gottlob nicht alleine da. Und deshalb dürfen Hinweise auf mir bekannte Initiativen hier natürlich nicht fehlen:

Ende Mai 2013 rief Sophie auf ihrem Blog Literaturen die Aktion „Die Kleinsten werden die Größten sein“ ins Leben, Simone Finkenwirth listet auf ihrem Blog Klappentexterin seit längerem auserlesene Buchhandlungen und seit April 2013 stellen Autoren bei schmerzwach, dem Blog von Jannis Plastargias, ihre Lieblingsbuchhandlung vor. Frank Maria Reifenberg präsentiert auf schreibkraft_fmr verschiedentlich 4 Buchtipps von Buchhändler/innen für 4 Jungs; auch We read Indie – das brandneue Projekt von Ada Mitsou (Ada Mitsou liest….), Dorota Federer (Bibliophilin), Simone Finkenwirth (Klappentexterin), Svenja (Syn-ästhetisch), Mareike Fallwickl aka Bücherwurm Mariki (Bücherwurmloch), Caterina  (SchöneSeiten) und Mara Giese (Buzzaldrins Bücher) – das sich Publikationen von unabhängigen Verlagen annimmt, stellt in loser Folge Buchhandlungen vor.

Ich freue mich auf die Gespräche bei SteglitzMind – und Eure Vorschläge! Und, bitte sehr, vermerkt Eure Vorschläge hier (nebst Link zur Buchhandlung); und nicht etwa auf diversen anderen Kanälen im Social Web. Danke sehr!

Zum Auftakt der Reihe mit Susanne Martin geht es hier; und hier zum Gespräch mit Edda Braun.