„In vielen Verlagen haben offensichtlich BWLer und Controller mehr zu sagen als Verleger und Lektoren.“ – SteglitzMind stellt Gustav Förster von der „Wein-Lese-Handlung Förster“ vor

Sind Buchhändler tatsächlich die Verlierer der Digitalisierung? Wie gehen sie mit den Schreckensszenarien um? Wo sehen sie Risiken, wo Chancen und welche Weichen stellen sie, um zukunftsfähig zu bleiben? Wie halten sie es mit dem E-Book und wären Titel von Self Publishern für sie eine Option? Diese u.a. Aspekte will die Gesprächsreihe “Steglitz stellt Buchhändlerinnen und Buchhändler vor” beleuchten, in der Interviewpartner in loser Folge standardisierte Fragen beantworten.

Welche Buchmenschen und Buchhandlungen wir zukünftig etwas näher kennenlernen, schlagen zum einen jene vor, die mir Rede und Antwort stehen. Darüber hinaus freue ich mich auf Empfehlungen von Euch, wer hier ebenfalls zu Wort kommen sollte. Und, bitte sehr, vermerkt Eure Vorschläge hier (nebst Link zur Buchhandlung); und nicht etwa auf diversen anderen Kanälen im Social Web. Danke sehr! Im Übrigen freue ich mich auch über Gastbeiträge: Was habt Ihr in Buchhandlungen erlebt? Woran denkt Ihr gerne zurück, was ist Euch aufgestoßen?

Wie mir Gustav begegnet ist, wäre eine eigene Geschichte wert. Schlussendlich sollten wir einander nach Irrungen und Wirrungen in einem angesagten sozialen Netzwerk doch einander in die Arme laufen. Und umso mehr freue ich mich, dass Gustav Förster heute hier Rede und Antwort steht, dessen Wein-Lese-Handlung Förster in Ganderkesee zwischen Oldenburg und Bremen aufzufinden ist.

Eine Skizze vom Laden…

Mein Geschäft befindet sich in der Ortsmitte von Ganderkesee, dem Hauptort mit knapp 10.000 Einwohnern in einer Flächengemeinde mit 31.000 Einwohnern in circa 25 Bauernschaften und zwei Grundzentren vis-a-vis von Delmenhorst zwischen Bremen und Oldenburg. Ganderkesee ist Zuzugsgebiet von Bremen. Mein Geschäft hat circa 50qm Verkaufsfläche und betriebswirtschaftlich 1,4 volle Stelle, also mich und mehrere Aushilfen. Ich habe das Geschäft 1984 gegründet und bin seither 2x umgezogen. Der derzeitige Laden ist der Kleinste, nachdem ich vor zehn Jahren Hals über Kopf umziehen musste, weil mein damaliger Vermieter pleiteging und einen Leerstand von mehreren 100qm hinterließ. Von der Ausrichtung her ist das Geschäft ein allgemeines Sortiment mit dem Schwergewicht Belletristik und Kinder-/Jugendbuch. Vor 14 Jahren habe ich als Nebensortiment Wein aufgenommen und nenne mein Geschäft seither Wein-Lese-Handlung.

Warum sind Sie Buchhändler geworden?

Gustav Förster © privat

Gustav Förster © privat

Ich bin „Quereinsteiger“, ursprünglich habe ich Technischer Zeichner gelernt und Schiffbau studiert. Die Grundlage zum späteren Berufswechsel haben wohl in meiner Kindheit eine Vorlese-Oma und der Bücherschrank meines Großvaters gelegt, den ich als Kind und Jugendlicher systematisch durchgearbeitet habe. (Den Schrank besitze ich übrigens immer noch, inzwischen aber nicht mehr in der Funktion als Bücherschrank.) 1977 gründete ich dann mit einigen Freunden im Nachhall der Studentenbewegung in Delmenhorst eine Bücherstube, die wir ehrenamtlich betrieben haben. In einer Phase der Arbeitslosigkeit habe ich dann, gestützt von mehreren Bürgen, 1984 im sechs Kilometer entfernten Ganderkesee mein Geschäft gegründet, das bislang alle Höhen und Tiefen relativ unbeschadet überstanden hat.

Würden Sie sich unter heutigen Bedingungen abermals für diesen Beruf entscheiden?

Schwer zu sagen, weil ich eigentlich mehr oder weniger so reingeschlittert bin. Gefühlsmäßig schwanke ich permanent zwischen „Ja“ und „Nein“. Wenn ich nachrechne, was ich in meinem ursprünglichen Beruf verdient hätte, dominiert das „Nein“, wenn ich auf meinen Bauch höre das „Ja“.

Was hat sich in den vergangenen Jahren in Ihrem beruflichen Alltag verändert?

Als ich anfing umfasste das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) 250.000 Eintragungen, die Barsortimente konnten circa 100.000 Titel liefern, wir bibliografierten in ein Meter (oder mehr) dicken Katalogen, bestellten (mittags) telefonisch. Heute umfasst das VLB über 1 Million Eintragungen, die Barsortimente können mehr als 400.000 Titel über Nacht liefern. Die Kataloge wurden erst durch eine kleine silberne Scheibe ersetzt, heute durchs Netz, wir sind permanent online, können Lieferbarkeitsabfragen starten, können bis in den späten Nachmittag für den nächsten Tag bestellen.

Parallel dazu haben sich die Ansprüche der Kunden verändert, an unser Lager und an unsere Arbeit. Heute müssen wir versuchen, die Nachfrage zu befriedigen. Marktwirtschaft – wie sie vielleicht noch an Schulen gelehrt wird, nach der das Angebot die Nachfrage bestimmt – ist längst vorbei, abgelöst von der absoluten Kundenorientierung. Der Kunde bestimmt wo`s langgeht, ist multioptional und will alle seine Wünsche auf der Stelle erfüllt haben. Jetzt sofort, ob ich diesen Wunsch morgen noch habe oder ganz andere, weiß ich ja nicht. Das hat natürlich Auswirkungen auf unsere Lagerhaltung, die sich immer mehr nach den Kundenwünschen richten muss, ob es uns passt oder nicht. Wir müssen versuchen, sie zumindest zeitnah, „just-in-time“, zu erfüllen.

Gleichzeitig hat die Aufblähung des Angebots nicht unbedingt eine Qualitätssteigerung mit sich gebracht, sondern eher eine Vielfalt austauschbarer Produkte. In vielen Verlagen haben offensichtlich BWLer und Controller, die versuchen, die Welt per Excel zu gestalten, mehr zu sagen als Verleger und Lektoren. Allerdings ist die Wirklichkeit nicht Excel-kompatibel, sondern eher anarchistisch. Manchmal drängt sich der Eindruck auf, es gäbe irgendwo eine Instanz, die sagt „Ihr könnt verkaufen, soviel wie ihr wollt. Wir drucken mehr“. Oder bezogen auf Verlage „Ihr könnt drucken, soviel wie ihr wollt. Wir schreiben mehr“.

der Buchladen © privat

der Buchladen © privat

Wobei, genug mit der Schelte, dies kann auch positive Folgen haben. Wir haben hier am Ort zum Beispiel per BoD einen lokalen Bestseller „Senioren erinnern sich – was es heute in Ganderkesee nicht mehr gibt“, dem jetzt sogar ein zweiter Band folgen soll. Den hätte es ohne die moderne Produktionsmethoden nicht gegeben, oder wenn überhaupt, dann mit immensen Vorkosten.

Die Devise heißt ja: Buchhandel go online! Was unternehmen Sie in dieser Richtung?

Ich habe seit mehreren Jahren einen Online-Shop, via Barsortiment mit Warenkorbfunktion. Die Seite wird regelmäßig gepflegt, wir stellen persönliche Buchtipps rein, stellen unsere Weine vor. Bei der Pflege gilt die Devise, lieber täglich fünf Minuten als irgendwann einmal die ganze Seite renovieren zu müssen. Nichts ist schlimmer als ein Internetauftritt, der an das (berühmt-berüchtigte) Schaufenster erinnert, aus welchem die Plakate vom vorjährigen Schützenfest erst dann entfernt werden, wenn die neuen gekommen sind!

Das Sterben der Buchläden ist allgegenwärtig. Wo verorten Sie für Ihre Buchhandlung die größten Gefahren?

Ich hoffe, dass dies vorrangig die Dinosaurier der Branche betrifft, bei denen ich manchmal „nanu-nana?!“ denke, wenn ich sie betrete. Geschenkeläden draus machen? Eher nicht, das können Andere besser. Vielleicht werden wir zukünftig ein wenig die Rolle von beratungsintensiven Boutiquen spielen, in denen Engagement und Qualität gefragt ist. Die großen Stapel werden abwandern. Sind es ja schon. Jedes Edeka oder Sonstwie-Center hat die Bestseller palettenweise liegen. Die Devise heißt da nicht, versuchen mitzuhalten, sondern eher Engagement, persönlicher Einsatz, Weiterbildung, die Überzeugung, das Richtige zu tun.

Ich für meinen Teil bin Mitglied bei der LG-Buch und bei Buy Local. Vielleicht hilft’s ja. Oft fällt mir dazu Folgendes ein: Vor einer Lesung fragte mich mal Walter Kempowski, wie es denn als Buchhändler auf dem Lande so sei. Spontan und ohne zu überlegen rutschte mir raus, ein Buchhändler auf dem Lande müsste eigentlich Triebtäter sein. Er hat‘s sofort notiert. Bis zu seinem Tod fürchtete ich, der Satz könnte in einem seiner nächsten Bücher auftauchen.

Die Gefährdung von Geschäften geht allerdings auch oft von Immobilienbesitzern und Stadtplanern aus. Ist das Quartier marode, nützen Qualifikation und Engagement leider nichts. Nur ein attraktives, lebendiges Quartier mit hoher „Aufenthaltsqualität“ sichert den Fortbestand des innerörtlichen Einzelhandels, den wir als Umfeld brauchen, der uns die Laufkundschaft beschert. Andere Gefahren verstellen nur allzu oft den Blick auf diesen Umstand. Immobilienbesitzer haben nicht nur mit ihren Mietvorstellungen, sondern auch mit ungepflegten Gebäuden oder gar Leerständen erheblichen Einfluss auf Wohl und Wehe des Umfeldes. Vielerorts haben sich daher schon Quartierinitiativen gegründet, wurden „Kümmerer“ eingestellt, wurden BID-Projekte oder hier in Niedersachsen QiN-Projekte durchgezogen, bei denen die Betroffenen selber die Akteure waren, anstatt das über sie hinweg geplant wurde!

Eine Gefahr für Buchhandlungen, vor allem hier auf dem Lande (?), geht zum Beispiel auch von jungen Lehrern aus, die Lektürewünsche (und andere) gar nicht mehr schriftlich oder mündlich kommunizieren, sondern gleich per E-Mail-Verteiler mit dem entsprechende Link oder Hinweis „Bestellen bei Thalia.de, amazon.com, etc. etc.“ an die Schüler geben, weil sie sich gar nicht (mehr) vorstellen können / wollen, dass es in kleinen Orten auch Buchhandlungen gibt. Viele starren da auf das Netz wie das Kaninchen auf die Schlange…

Wie halten Sie es mit dem E-Book?

Weinprobe © privat

Weinprobe © privat

Biete ich über meine Internetseite via Libreka und Barsortiment an. Habe auch schon ein paar Abrechnungen erhalten. Allerdings halte ich selber davon eigentlich weniger. Nicht wegen der Bequemlichkeit und Handhabung. Sondern vor allem aufgrund meines eigenen Weges zu Buch und Buchhandel über Opas Bücherschrank. Die körperliche Anwesenheit des Buches hat mich zum Lesen gebracht; der Appell: hier bin ich, lies mich. Dieser Appell geht vom E-Books nicht aus, eine Datei hat keine Anmutung! Wie viele Bücher sind gelesen worden, weil sie irgendwo rumlagen, rumstanden. Nicht nur im Geschäft, sondern im Regal, auf dem Stuben- oder Nachttisch. Diese Animation hat eine Datei nicht. So wie die alte Schallplatte oder CD, die nur durch ihre Präsenz daran erinnert, sie mal wieder anzuhören! Die Anforderungen an die Leseförderung werden durch E-Books gewaltig zunehmen!

Wäre das eine Option für Sie, auch Titel von Self Publishern anzubieten?

Warum nicht, wenn die Qualität stimmt. Allerdings scheitert es oft an dieser Voraussetzung. Unser örtlicher Bestseller wurde von einer Marketingfrau zusammen mit einem alten Verlagsprofi gemacht, da stimmte alles. Auch die Kalkulation mit Buchhandelsrabatten. Oft hat man statt dessen aber den Eindruck, dass einige Produzenten glauben, Buchhändlers ausreichender Lohn sei die Ehre, ihre Produkte zu handeln. Wird von uns erwartet, Eitelkeiten zu finanzieren?

Wie verkauft man heutzutage Bücher?

Mit Engagement und Überzeugung, passgenaue Ware statt vom Stapel. Kundenorientiert. Nicht nur im Laden sitzen und auf Kunden warten. Dahin gehen, wo der Kunde ist. Wenn er nicht zu mir kommt, gehe ich eben zu ihm (dort abholen, wo er ist, gilt nicht nur in der Pädagogik!). Und das nicht nur im Netz. Und auch nicht nur bezüglich der Inhalte. Mein Grundsatz war vom ersten Tag an, Rechnungskunden werden täglich beliefert. Mein hoher Rechnungsanteil hat mir geholfen, mein Lager zu finanzieren.

Wenn Sie Wünsche frei hätten, die Ihnen Verlage erfüllen… Welche wären das?

– Weniger Titelausstoß, nicht immer den austauschbaren x-ten Aufguss der immer gleichen Ware. Aussagekräftige und nicht marktschreierische Unterlagen, und zwar rechtzeitig.

– Vernünftige Konditionen auch für Kleinbestellungen. Ich möchte für mein Engagement per VLB (und nicht nur per BS-Katalog zu bibliografieren) nicht mit Minderrabatten und Versandkosten statt Portokosten „bestraft“ werden. Nachlieferungen grundsätzlich portofrei (das ist in jeder anderen Branche selbstverständlich!)

– Vernünftige Betreuung auch kleiner Kunden. Wenn ich allzu oft höre, wie viel Geld ich doch koste, sage ich irgendwann einmal, dann tue ich euch ja einen Gefallen, wenn ich nicht mehr komme.

– Spürbare Wertschätzung des Buchhandels als Fachhandel, vor allem bei Schulbüchern, die (zumindest) hier auf dem Lande an jede verrostete Milchkanne geliefert werden, während die Beratung bei uns hängen bleibt. Einschränkung der Direktlieferungen der Verlage an Endkunden (die Preisbindung haben wir nicht zur Gewinnmaximierung von Verlagen!).

Und was würden Sie sich vom Börsenverein für den deutschen Buchhandel wünschen?

– Weiterer Ausbau des VLB zu einer Datenbank, die uns rechtzeitig alles zur Verfügung stellt, was wir im täglichen Geschäft brauchen.

– Beitragsgerechtigkeit. Es kann nicht angehen, dass die „Kleinen“ proportional viel mehr zahlen als die „Großen“.

– Ausbau der Branchenwerbung. Seit meiner Selbstständigkeit wurde drüber geredet. Jetzt haben wir sie, bitte ausbauen und nicht zerreden! Weiterhin gute Lobbyarbeit für Buch und Buchhandel (Preisbindung, Mehrwertsteuer für E-Books auch in Richtung Europa, Freihandelsabkommen)

Was treibt Sie in der literarischen Szene, dem Literaturbetrieb derzeit besonders um?

"Von der Idee vom Buch". Schulstunde mit Gustav Förster © privat

„Von der Idee vom Buch“. Schulstunde mit Gustav Förster © privat

– Die zunehmende Produktion austauschbarer Titel und die zunehmende Uniformität des Angebotes mit der Gefahr, dass die Qualität immer mehr in den Hintergrund tritt. Tödlich für den Buchhandel ist die Devise „Fliegen irren nicht…“, also legen wir noch eins auf den großen Haufen drauf. Das andauernde  „Für die Leser von…„ signalisiert doch nur „Abklatsch Nr. X“.

– Autorenhonorare für Lesungen, ich weiß jetzt gibt’s Ärger, die teils für kleinere Geschäfte unrealistisch hoch sind, und uns so zu Sponsoren machen.

Warum sollten Kunden in eine Buchhandlung gehen?

Weil sie dort auf engagierte Buchhändler treffen, die mehr sind als reine Verkäufer, denen es egal ist, was sie verkaufen, Hauptsache die Quote stimmt. Und weil sie dort jenseits von Algorithmen auf Bücher treffen, individuell ausgesucht und empfohlen. Bücher, die sie auffordern „lies mich!“. Weil wir zu den Kunden gehen, mit Buchempfehlungen, mit Buchausstellungen in KiTas, Schulen, Aktionen mit Schülern, mit Büchertischen auf Basaren und Märkten, bei Lesungen, unseren und denen anderer Veranstalter.

Das alles und noch viel mehr können wir nur vom Umsatz finanzieren, ohne Moos nix los! Bei mir kommen dann noch Weinproben dazu. Und, nicht zu vergessen, weil gerade die Vielzahl kleinerer Geschäfte die Orte interessant und bunt macht, und so zur Lebens- und Aufenthaltsqualität beiträgt. Innenorte ohne Geschäfte sind tot, Beispiele dafür gibt es vor der Haustür genug!

Welche anderen Buchhandlungen empfehlen Sie? Und wer sollte in dieser Gesprächs-Reihe möglichst auch zu Wort kommen?

Buchhandlung Jünemann in Delmenhorst. Sabine Jünemann hatte vor einem Jahr den Mut, sich selbstständig zu machen!

Danke sehr…

Noch eine Nachbemerkung: Ich habe gut reden. Ich bin 65 Jahre alt, lebe in einem Doppelverdiener-Haushalt, bin schuldenfrei, meine (kleine) Rente ist genehmigt, meine Lebensversicherung ausgezahlt, mein Mietvertrag jährlich kündbar. Eine komfortable Situation, entspannt wie die letzten 30 Jahre nicht. Ich könnte so aufhören, wollte ich denn. Aber ich will nicht!

Eine wunderbare Schlussbemerkung, danke vielmals, dass Sie hier dabei sind! – Übrigens: Damit können wir ein erstes kleines Jubiläum begehen: Ihr Beitrag ist der 25. im Rahmen dieser Gesprächsreihe mit Buchhändlern und Buchhändlerinnen…

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Fünf Fragen vom Börsenblatt für den deutschen Buchhandel zur Gesprächsreihe mit Buchhändler/innen beantworte ich hier

Zu Wort gekommen sind bislang:

Susanne Martin von der Schiller Buchhandlung in Stuttgart/Vaihingen

Edda Braun mit ihrer Buchhandlung am Turm in Ochsenfurt

Samy Wiltschek von der Kulturbuchhandlung Jastram in Ulm

Margarete Haimberger mit ihrer Schröersche Buchhandlung in Berlin/Schöneberg

Sonja Lehmann vom Bücherwurm Borken im Nordhessischen

Martina Bergmann mit der Buchhandlung Frau Bergmann in Borgholzhausen

Thomas Calliebe mit seiner Buchhandlung Calliebe in Groß-Gerau

Mila Becker mit Mila Becker Buch & Präsent in Voerde

Trix Niederhauser aus der Schweiz von der Buchhandlung am Kronenplatz in Burgdorf/Emmental

Simone Dalbert von der der Buchhandlung Schöningh in Würzburg

Klaus Kowalke von der Stadtteilbuchhandlung Lessing und Kompanie Literatur e. V. in Chemnitz

Beate Laufer-Johannes von der der BücherInsel in Frauenaurach bei Erlangen

Petra Hartlieb von der Wiener Buchhandlung Hartliebs Bücher

Nicole Jünger aka Kata Butterblume vom Buchladen am Neuen Markt in Meckenheim

Jörg Braunsdorf von der Berliner Tucholsky-Buchhandlung

Stefanie Diez und ihre Buchhandlung Die Insel im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg

Britta Beecken von der Berliner Buchkantine

Heike Wenige mit dem Taschenbuchladen, der im sächsischen Freiberg ansässig ist

Christian Röhrl von der Buchhandlung Bücherwurm in Regensburg

Susanne Dagen vom Buchhaus Loschwitz in Dresden

Jessica Ebert und Katja Weber von der Berliner Buchhandlung ebertundweber

Anna Jeller mit ihrer Buchhandlung Anna Jeller in Wien

Holger Brandstädt von der Friedrich-Wagner-Buchhandlung, die in Ueckermünde ansässig ist

Bettina Haenitsch mit der Buchhandlung der buchladen in Seligenstadt

3 thoughts on “„In vielen Verlagen haben offensichtlich BWLer und Controller mehr zu sagen als Verleger und Lektoren.“ – SteglitzMind stellt Gustav Förster von der „Wein-Lese-Handlung Förster“ vor

  1. Die zunehmende Produktion austauschbarer Titel und die zunehmende Uniformität des Angebotes mit der Gefahr, dass die Qualität immer mehr in den Hintergrund tritt.

    Ich habe inzwischen auch den Eindruck, immer das gleiche Buch in anderen Variationen zu lesen…Emanzen im Mittelalter, irgendwelche furchtbaren Familiengeheimnisse, ganz normale Romane werden zu Thrillern aufgeblasen; Bücher, die in Frankfurt spielen, werden mit einem einsamen Haus beworben…Und täglich grüßt das Murmeltier.

    Die Bücher sind austauschbar, uniform, und was noch viel schlimmer ist, weder Klappentext oder Cover bieten eine Orientierung. Selbst das zeitgeistigste Buch, in welchem die Banker alles verkommene Subjekte sind, wird zum spannenden Überthriller.

  2. Und weil sie dort jenseits von Algorithmen auf Bücher treffen, individuell ausgesucht und empfohlen.

    Moment, hier wurde doch ein Ingenieur interviewt! Da erscheint mir dieser Technikpessimismus nicht angemessen. Zumindest beim Sachbuch funktionieren die Algorithmen gut. Wenn ich eine Buchhandlung hätte, würde ich mich fragen, wie ich sie auch selbst nutzen kann – zusätzlich zu den persönlichen Empfehlungen.

    • Irene: Meine Bemerkung betr. Algorithmen bitte auf meine Ausrichung auf Belletristik und Kinder-/Jugendbücher beziehen. Aber auch bezüglich Fachbüchern wage ich die ihnen zugesprochene Treffsicherheit zumindest ansatzweise in Frage zu stellen. Die Wertung durch Algorithmen besagt nämlich noch lange nichts über die Passgenauigkeit im Einzelfall, da ist die Empfehlung bzw. der Weg in die Fach- / Unibücherei oder -bilbliothek wahrscheinlich doch viel zielführender!

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